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    Sonntag, 18. September 2022
    Erstverschlimmerung

    Im Rahmen meines Projekts "keine Lebensmittel wegwerfen" habe ich gerade den Gefrierschrank durchsortiert. Man sagt ja: "es muss schlechter werden bevor es besser werden kann". Daran halte mich mich jetzt fest.

    Es ist nämlich so: vor längere Zeit (anhand des Ablaufdatums an den Verpackungen schätze ich: Juni 2021) habe ich eine halbe Kuh bestellt, also abgepackte Fleischstücke vom Rind, bio, und es wird dann irgendwie nach Bedarf geschlachtet oder fragen Sie mich nicht, man muss länger darauf warten, irgendwie hatte mich das Konzept damals überzeugt. Die Kuh kam an, ich fror sie ein, wir probierten das Hackfleisch und waren sehr froh, wir probierten die Würste und 2 von 3 waren nicht froh, wir probierten andere Fleischstücke, sie waren sehr zäh und niemand war mehr froh.

    Mein Plan war dann, die Kuh eher unauffällig in Eintopf- oder Schmorgerichten unterzubringen. Dazu muss man das Fleisch natürlich rechtzeitig auftauen, dazu muss man daran denken, was fällt leichter, als Essen, das nicht ganz so doll war aber recht viel Geld gekostet hat, gründlich zu verdrängen?

    Wegen meines neuen Projekts (und weil überraschend Besuch kommt, kleiner Scherz) habe ich die Kuh gerade gesichtet und festgestellt, dass nun auch noch das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Bei allem Schmerz über verschwendete Lebensmittel und auch noch Fleisch: ich sehe mich kein Fleisch essen, dass mir nicht schmeckt und auch noch über das Mindesthaltbarkeisdatum ist. Kuh has left the building. Also gleich, ich bin noch im Pyjama, aber sie steht schon an der Tür.

    Ansonsten erfreuliche Verhältnisse im Eisfach, da sind nur Dinge mit regelmäßigem Umschlag drin und drei Tupperdosen mit unidentifizierbaren fertigen Speisen (aber ohne Eiskristalle oder Gefrierbrand), die ich aber demnächst auftauen und sehr wahrscheinlich auch essen werde, ich habe nämlich schon vor längerem mit mir selbst abgemacht, nur Reste einzufrieren, die besonders lecker waren.

    Neben dem Fleisch habe ich nur eine Tüte mit gefrorenen Bananenscheiben weggeworfen, die Bananen waren im Sommer über den Punkt und ich dachte, ganz sicher möchte ich sehr bald Smoothies oder Bananenmilch machen, natürlich wollte ich das dann aber zu keinem Zeitpunkt, weil ich ja generell nur Getränke mit Kohlensäure oder Heißgetränke (die aber auch kalt) trinke. Okay, eine einzelne vereiste Scheibe Brot, die wohl aus einer Tüte gerutscht ist, kam noch weg. Vielleicht hätte ich die aufheben und an die Vögel verfüttern können. Nächstes Mal, ich mache den Beutel mit dem Fleisch jetzt nicht wieder auf.

    Deutlich überversorgt waren wir noch mit Kühlpacks. Ich bekomme öfters Kühlpacks und denke mir, naja, eins kann man mal im TK haben, falls mal was ist. Diesen Gedanken habe ich wohl gegelmäßig. Ich habe 20 Kühlpacks entsorgt (bzw. noch nicht, sie tauen auf und ich werde damit die Blumen gießen, sehen Sie mal so nachhaltig bin ich heute Morgen also abgesehen davon, dass ich ca 3 kg Fleisch wegwerfe!) und drei eingefrorene kleine Plastikpfandflaschen mit Leitungswasser, die hatte ich im Sommer eingefroren, weil ich dachte, man sollte ja eigenlich immer ein Kühlpack eingefroren haben aber es war gerade keins zur Hand, das ich hätte einfrieren können. Nunja.

    Wir sind mit Speiseeis, Brot, Fisch und TK-Gemüse und TK-Obst sehr gut aber im Rahmen des Sinnvollen ausgestattet und ich fand nun Platz, um den ungekochten Reis, der über Crowdfarming per Paket kam, einzufrieren, weil ich ja immer Angst vor Motten habe. TK-Kräuter sind auch noch alle sortiert und frisch, ich bin zufrieden (wenn ich das Fleisch weiter verdränge).




    UPDATE: das Fleisch ist wieder eingefroren denn es gibt eine super Lösung: Fiene bekommt das als Barf gefüttert.

     
    Falls Platz ist, würde ich empfehlen, die Kühlpacks im Tiefkühlschrank zu belassen (z. B. einfach als Schicht unter der sonstigen Befüllung). Das spart Strom, weil der Tiefkühlschrank beim Öffnen der Tür die Kälte besser hält, und ist auch bei kürzeren Stromausfällen hilfreich.

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