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    Donnerstag, 15. September 2022
    Überrascht und enttäuscht

    Sie werden es nicht glauben, aber der Tag heute war ebenfalls und auf andere Weise genauso scheiße wie der gestern. Und auch dieses Mal begann er ganz harmlos, nur mit einer - geplanten - hohen Ereignisdichte. Nämlich insgesamt 5 Besprechungen zu grundverschiedenen Themen aber alle irgendwie umfangreich und mit zahlreichen Folgearbeiten, dann Transfer nach Hause, dort noch eine Online-Veranstaltung bis 20:30 Uhr und dann war geplant, ins Auto vor der Tür zu steigen und zu den Eltern zu fahren, denn Mama N. hat morgen noch einmal einen Krankenhaustermin.

    Bis 20:30 verlief alles wie am Schnürchen, das Auto stand gepackt vor der Tür, es gab noch kurz ein heftiges Unwetter und als ich dann ins Auto einstieg, war die Kupplung weg. Also weg halt. Sie wissen ja, ich bin keine begeisterte Autofahrerin. Ich war kurz verwirrt und dachte, möglicherweise habe ich irgendwas in Bezug auf Autofahren vergessen zwischen 18:45 Uhr (als ich den Wagen vor der Tür geparkt hatte) und 20:30 Uhr (der geplanten Weiterfahrt). Ich googelte also "Pedale Auto Kupplung wo" und wurde bestätigt, dass sie eigentlich da sein sollte, wo mein Fuß sie nicht mehr fand. Ich stieg aus - es war ja mittlerweile stockdunkel - und leuchtet mit der Handykamera in den Fußraum. Das Kupplungspedal war nicht weg aber ganz eingedrückt, ich konnte es leicht hinausziehen, genauso leicht ließ es sich aber auch wieder eindrücken. Das erschien mir alles sehr schlecht. Starten konnte ich das Fahrzeug so nicht, selbst wenn wäre es sicher keine gute Idee gewesen, damit auf die Autobahn zu fahren. Wtf??

    Ich war kurz handlungsunfähig, rief erst Schanuf und dann Cucinacasalinga an und ich weiß nicht mehr genau, wie die genauen Gesprächsabläufe waren, ich lief währendessen mehrfach um das Auto herum, dann nach oben, um den Leuten, denen der Parkplatz vor der Tür gehört, einen Zettel zu schreiben, dann nach unten, um mich anderweitig fortzubewegen, dann wieder nach oben, weil ich meine Tasche im Auto hatte und das war abgeschlossen und mittlerweile der Schlüssel verlegt, dann nach unten, wobei ich in einer Wasserpfütze im Treppenhaus ausrutschte und hinfiel (es hatte durch alle Fenster hineingeregnet), dann wieder nach oben, um mich umzuziehen und wieder nach unten, es war also alles sehr bewegt aber um 21:17 Uhr saß ich im Zug nach Frankfurt, kam dort um 21:33 an und saß um 21:35 im verspäteten Zug von irgendwann viel früher nach Düsseldorf, Ankunft dort 23:01.

    Das ging alles sehr verwirrend schnell, das ist einerseits schön aber andererseits bin ich in noch nie dagewesenem Maße überrascht und enttäusch in Bezug auf den Ablauf des Tages. Das geht besser. Man möge sich bemühen!

    Gute Nacht.

     
    Alles Gute für Mama N.!

    Und was die Odyssee betrifft: Möglicherweise hatten Sie einen Schutzengel, der Sie vor einem Unfall bewahren wollte und sich nicht anders zu helfen wusste. :)

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