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    Sonntag, 4. August 2019
    Urlaubstag 23

    Der Tag begann ganz unerhört früh, nämlich um 4:45 Uhr. Zwei Kinder wollten zum Zug nach Hamburg gebracht werden, um 6:07 Uhr ging es los, alles klappte erstaunlicherweise ganz reibungslos (außer, dass sie den ICE mit dem regulären Zubringer-RE schon verpasst hätten, aber ich fuhr sie - genau das vorausahnend - per Auto zum ersten Umsteigebahnhof).

    Am Vortag hatte ich mir ausgemalt, den frühen Tagesbeginn dann dem frühen Vogel gleich unglaublich zu nutzen. Tatsächlich kam ich auch so weit, zu duschen, ein Sofakissen mit Polsterreiniger einzusprühen, Betten zu machen und die Katzen zu füttern, doch bei einer klitzekleinen Verschnaufpause schlief ich wohl ein und erwacht erst um Viertel vor 10 wieder, nämlich als der Wecker klingelte, damit ich M im Zug anrufe und ans Aussteigen erinnere.

    Sehr kreislaufig musste ich jetzt unbedingt frühstücken, das wollte ich in einem Café tun und danach dort noch lesen. Unglücklicherweise habe ich wieder ein Papierbuch vor mir, 2013 eingekauft und seither nicht gelesen und ich wünschte mir so sehr, es wäre einfach elektronisch. So musste ich einen ziegelsteingroßen und -schweren Klotz in die Handtasche packen und radelte zum Café. Freundin C. kam noch dazu, wir saßen bis 14:30 Uhr und wechselten danach zum Eiscafé.

    Wieder zu Hause wollte ich dann eigentlich wirklich sehr viele Dinge noch erledigen, um die ewige Liste zu verkürzen. Ich hatte insgeheim gehofft, sie im Urlaub komplett abzuarbeiten, aber dann hatte ich doch einfach sehr oft mehr Lust auf Amüsement. Etwa die Hälfte der aufgelisteten Tätigkeiten ist erledigt. Der Rest muss dann halt doch im Alltag peu a peu.

    Das Couchprojekt konnte ich nicht weiter verfolgen, auf dem Polsterreiniger stand nämlich, man würde ihn aufsprühen, einreiben und nach 2 Stunden sei alles trocken und man würde ihn wegsaugen. Auf dem Kissen war aber nach 5 Stunden noch alles feucht, das Ergebnis auch insgesamt nicht allzu überzeugend, jedenfalls wollte ich keine 5+x Stunden auf die Couch verzichten. Ich tat also ein paar andere Dinge, nämlich den Zeitungsstapel aussortieren, Mails beantworten, Termine eintragen. Das musste reichen. Der Rest des Tages sollte noch ungestörter Urlaub sein.

    Ich las also im sperrigen Papierbuch, beendete nebenher diverse Spiele, für die ich ab morgen keine Zeit mehr habe, Herr N kam heim, ich wärmte die Reste vom persischen Essen von gestern auf, verfolgte auf der Karte, wo M in Hamburg herumläuft. Am Abend war Lesezirkel über "Eiswelten" von Jasper Fforde, das Buch hatte allgemein gefallen (ich war froh, denn ich hatte es ausgesucht). Danach noch Telefonat mit der Schwester über die bockigen Eltern, drei weitere To-Do-Listeneinträge daraus mitgenommen. Käsekuchen gegessen, Katzen gekrault, Wäsche verräumt.

    Zapp, Urlaub vorbei.

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