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    Samstag, 24. August 2019

    Hui, das war ein voller Tag. Erst einmal wachte ich vom Wecker vom Kind auf, sie wollte aus irgendwelchen komplizierten Gründen um 8 Uhr aufstehen. Also am Abend war das der Plan, am Morgen war es dann doch nicht mehr so wichtig und wir schliefen einfach weiter.

    Ich wachte dann erst recht spät wieder auf, nämlich als M sich von mir verabschiedete, um zum Tennis zu gehen. Schon wurde mir der Tag ein bisschen knapp, denn um 12 Uhr wollte Frau Fragmente mich zu Unternehmungen abholen und bis dahin war eigentlich noch viel zu tun.

    Durch eine Unfähigkeit, in der verbleibenden knappen Zeit die vielen Pläne zu priorisieren tat ich einfach gar nichts. Durchaus legitim an einem Samstag. Um halb 12 gerat ich dann wieder in Eile, denn die Schwimmtasche musste ich wohl schon packen und den Autoschlüssel suchen und die fertige Wäsche aufhängen und den Katzen Futter geben.

    Frau Fragmente war 7 Minuten zu früh und ich war pünktlich. Zum Glück alles kein Problem, sie kündigte schon durch die Sprechanlage an, sie wolle nicht hochkommen sondern habe ja das Internet dabei. Aus mir noch unklaren Gründen scheint es so zu sein, dass die Internetzeit für Frau Fragmente in meiner Gegenwart knapp bemessen ist. Vielleicht rede ich zu viel. Man wird dem auf den Grund gehen müssen, jedenfalls fordert sie immer mal wieder zwischendrin Handyzeit ein.

    Mit Frau Fragmente räumte ich unsere Garage aus. Wieso heute und wieso die Garage etc. weiß ich nicht, sie hatte es mir halt einfach gestern so angekündigt, sehen Sie selbst:



    Hinterher war die Garage so leer, dass ich gar nicht wusste, wie ich das Auto da rein stellen soll. Normal muss ich immer einen Spiegel einlappen und fahre dann langsam so weit vor, bis ich sanft an die Blumenerdesäcke stoße. Jetzt war so viel Platz, dass man auf beiden Seiten hätte aussteigen können und ich musste vorn an gar nichts anstoßen, hinten ging das Tor trotzdem locker zu.

    Der Wertstoffhof war ebenfalls großartiges Erlebnis. Mir war geraten worden, mit schlechter Behandlung zu rechnen, das trat aber nicht ein, im Gegenteil: ich warf etwas in den falschen Container und wurde trotzdem für meinen guten Schwung gelobt!

    Beim anschließenden Lahmacun-Essen kamen wir überein, dass Frau Fragmente meine ständige Partnerin für Tatorteinigung, Entrümplung und Baumarktbesuche sein möchte.

    Am allerbesten war aber natürlich der Badesse: Wassertemperatur 23 Grad, nicht zu viele Menschen, herbstliche Blätter trieben auf dem Wasser, der Kaffee war erträglich, das Dauerkraulschwimmen gelingt immer besser und es hapert dabei hauptsächlich an der Orientierung: weder kann ich mich ja an den Markierungen auf einem Boden orientieren noch an einem Beckenrand. Im Badesee waren heute übrigens Quallen. Das habe ich natürlich sofort gegoogelt: Süßwasserquallen sind für den Menschen ungefährlich und entwickelt sich bei Wassertemperaturen ab 25 Grad.

    Bis 19 Uhr schwammen wir herum und besprachen alles, was uns einfiel.

    Wieder zu Hause war die Zeit erneut knapp, denn ich war auch am Abend verabredet, zur Bierbörse in der Innenstadt. Also geduscht, umgezogen, wieder los, erstmal eine Wurst als Grundlage, dann ein Bier, dann ein Eis, dann ein Wasser, dann müde, grauenhaft laut war es überall, mir erschließt sich der Sinn nicht, dass jeder Stand seine eigene Musik spielt, wenn es doch sowieso auch noch eine Bühne gibt, auf eh sehr laut auch nochmal etwas völlig anderes gespielt wird. Das war ein bisschen anstrengend und so brachen wir um 23 Uhr zum Späteinkauf auf, dem letzten Programmpunkt des Tages.

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