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    Donnerstag, 24. August 2017
    Kurzer Exkurs zum Online-Kauf von Briefmarken

    Angesichts der Sachlage ist dies eine sehr kurze Zusammenfassung:

    Besuch der eFILIALE - keine Schlange, damit enden dann aber auch schon die Annehmlichkeiten.

    Los geht es mit dem Login. Das hab ich früher mal angelegt, als das ganze Zeug in den Anfängen war, es ging nicht mit meiner E-Mail-Adresse, ich rief damals* sogar an und, es wird jetzt schon sehr lustig, der Grund, dass meine E-Mail-Adresse nicht akzeptiert wurde war, dass mein Nachnahme die Zeichenfolge "junk" enthält. Tja, damals war das Internet noch kein rechtsfreier Raum, da ging es noch ordentlich zu, junk war da verboten. Ich musste mir also erstmal eine andere Mailadresse suchen, um mich dort anzumelden, an die muss ich mich dann jetzt immer erstmal erinnern, um mich da einzuloggen.

    Weiter geht es dann mit dem Zahlen. Die eFiliale bietet kein Paypal. Die bietet Kreditkarte – mache ich gern. Meine Kreditkarte 1 wird nicht akzeptiert, keine Ahnung warum, ich mag nicht nochmal anrufen. Meine Kreditkarte 2 benutze ich äußerst selten. Sie wird aber akzeptiert. Nur leider ist das dann ein besonders sicheres Verfahren, zu dem noch irgendeine besonders sichere Nummer erforderlich ist, die ich auch vermutlich irgendwann mal generiert habe, aber an die ich mich nicht erinnern kann, weil ich diese Karte ja so gut wie nie benutze. Also kein Kreditkartenzahlung.

    Bankeinzug geht auch. Mache ich Bankeinzug. Nee, da soll ich dann erst ein SEPA-Lastschriftmandat ausfüllen und ausdrucken und schicken. Per Post. Aber ich hab ja keine Briefmarken (und auch keine Lust). Also kein Bankeinzug.

    Geht auch noch die sogenannte Portokasse. Die hab ich irgendann mal eingerichtet und sogar auch mit der eFiliale verknüft, so weit sind wir immerhin. Und irgendwie kann ich dann auch noch auf die zugreifen und die Portokasse per Paypal aufladen um dann in der eFiliale mit Portokasse zu bezahlen.

    Höchst unkompliziert alles.

    Und zu den Luftpostaufklebern, die man da irgendwo downloaden kann zwecks Selbstausdruck: wieso sollte ich Etiketten kaufen wollen (und einen Farbdrucker dazu?) um mir Luftpostaufkleber auszudrucken (und am Ende noch auszuschneiden?). Wenn ich speziell Briefmarken für internationalen Versand kaufe, warum kriege ich die dann nicht als Service dazu, wenn sie nunmal noch benötigt werden (warum ist mir auch unklar. Ich habe die Leistung ja bezahlt, was muss ich jetzt noch darauf hinweisen, dass sie zu erbringen ist, sind die zu blöd oder was?). Und wenn ich das alles erfragen will, hat der Kundenbetreuungschat am Wochenende geschlossen.

    Das alles mal ganz davon abgesehen, dass die Navigation bescheuert ist. Wozu ist das denn da alles sortiert nach Postkarte/International/Klassik/Sonstiges etc. Ich will eine Briefmarke mit einem bestimmten Wert, über die Verwendung entscheide ich dann schon selbst, vielen Dank, so schwer kann es doch nicht sein, einen Kasten zu machen in den ich halt eine Zahl eingebe und dann erscheinen die Marken dazu und DANN kann ich Filter setzen nach lecken/nicht lecken etc. und nach der Lieferzeit, denn es ist ja auch nicht so, dass alle Marken, die da sind, sofort lieferbar wären.

    Und so dachte ich mir, als an der Postfiliale vorbeikam, dass ich da einfach mal reingehe.

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    *Kann sein, dass das damals noch nicht eFiliale hieß sondern erst später so benannt wurde, wie soll ich das wissen, ich habe Benutzerkonten bei Portokasse, paket.de, Internetmarke, eFiliale, Packstation, alle bieten halt irgendwas mit Versand und nirgendwo geht alles und unproblematisch, und ja, kann auch sein, dass das bei philatelie.de ganz einfach ist, aber ich will echt nicht noch ein Konto bei philatelie.deutschepost.de)

     
    Ich habe eine Zeitlang genutzt, online Briefmarken zu kaufen (über Portokasse), fand aber schon zu Beginn irgendwie unnötig und umständlich, aus einem A4-Ausdruck dann eine briefmarkengroße Briefmarke händisch auszuschneiden und dann mittels Prittstift und Tesafilm auf dem Umschlag zu fixieren.

    Mit diesem Wechsel auf eFiliale konnte ich mich nicht mehr einloggen, das Problem konnte auch nicht wirklich gelöst werden. Jetzt bringe ich alles wieder in eine Analogfiliale bzw. in die zum Glück existenten Ableger in lokalen Supermärkten.

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    So einfach es ist, klickenderweise bei Amazon, ebay & Co. zu ordern, so extrem umständlich ist dasselbe Vorhaben bei der elektronischen Post. Kaum hat man sich an eine Benutzeroberfläche mit ihren verschwurbelten Kaufabwicklungen gewöhnt – schwupps ist sie geändert und mit neuen Tücken versehen (wozu noch Adventures kaufen – hier hat man diese Erlebnisse gratis). Allein die Verknüpfung von Portokasse und Kaufhaus (die in früheren Versionen sinnvollerweise mal eins waren) – welch ein spannendes Abenteuer!

    Ich benutze das Dings auch nur noch, weil die nächste Echtfiliale kilometerweit von meiner ländlichen Idylle entfernt ist und ich noch einen Uralt-Etikettendrucker mit ein paar Kilometern Endlosetiketten habe.

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    Stampit, das hieß Stampit. Und die haben immer noch 15€ von mir in der Portokasse, an die ich nicht mehr rankomme.
     
    Hmm ich habe Etiketten, die schiebe ich in einen Farbdrucker (ginge aber auch sw) und drucke die jeweilige Briefmarke aus, ziehe den Aufkleber ab und klebe ihn auf das zu verschickende Etwas. Mit Portokasse. Und wenn ich mag mit Motiven.
    Mich sieht keine Postfiliale mehr für Briefmarken :-)

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    Ich verstehe die Probleme nicht. Ich bestelle meine Briefmarken ganz einfach über

    https://philatelie.deutschepost.de/Briefmarken/selbstklebende-Briefmarken/

    (Für Sie hier extra der Link mit den Selbstklebenden, diese Präferenz hatte ich gestern überlesen. Ich selbst bevorzuge die klassischen Marken, weil ich weiß, dass Leute, die Marken sammeln, die selbstklebenden nicht mögen. Und wenn ich nun schon schöne Marken benutze ...)

    Keine komplizierte Navigation, ganz logisch nach Wertstufen geordnet.

    Keine seltsamen Zahlungsmethoden. Ich bestelle auf Rechnung. Marken und Rechnung kommen per Post. Ich überweise den Rechnungsbetrag (mittels Überweisungsvorlage, in der ich nur jeweils den Betrag ändere.) Viel einfacher geht es nun wirklich nicht.

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    funfact: in den Endneunzigern war ein Freund von mir damit beschäftigt, Briefmarken zum Ausdrucken zu programmieren, an den denke ich bei jedem beruflichen telefonischen Kontakt bei der Philatelie ...
    PS-Exkurs: ich überlege schon länger daran herum, Adressetiketten für die Postkarten in die Türkei zu drucken und bogenweise zu verschenk-versenden, gibt es da Interesse, oder ist das zu dings?
     
    Also ich hätte Interesse an Etiketten. Ich muss die Adresse jedes Mal wieder nachschauen, das finde ich fast so lästig, wie das aktuell richtige Datum und Zahl der Postkarte nachzuschauen.

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