• Privatbloggen an: novemberregen @ gmail.com
  • | Twitter: @novemberregen
    Montag, 24. Februar 2020

    Man spricht ja öfters mal von einer "belegten Stimme" und ich fragte mich immer schon, was da dann auf den Stimmbändern ist. Nun war meine Stimme natürlich eher begraben als belegt aber kurz nach dem Aufstehen wusste ich dann immerhin, womit, und wie es so ist, wenn man ein Wissen nicht mehr aus dem Hirn löschen kann muss man damit arbeiten. Ich fragte mich, ob man aus dem Farben und Formen, mit denen die Stimme belegt/begraben war, vielleicht genauso wie Silvester beim Blei-(jetzt Wachs-)gießen, die Zukunft vorhersagen könnte. In gewisser Weise natürlich schon, und auch deutlich genauer als beim Wachs-/Bleigießen, unter dem Mikroskop halt.

    Der Tag verging ansonsten trödelig, im Hause von Papa und Mama N waren diverse technische Angelegenheiten zu regeln, unter anderem ein Tablet fertig einrichten, an einem anderen Updates durchführen, Einstellungen an einem Handy ändern, eine versehentlich eingerichtete Kindersicherung am Herd entfernen, richtige Uhrzeit an einem entgleisten Funkwecker einstellen, Radiosender einprogrammieren, Kabelkiste sortieren, Programmierung der Kaffeemaschine ändern - wenn man sowas alles immer im Vorbeigehen erledigt macht man sich gar kein Bild davon, wie technisch ein normaler Haushalt relativ unbemerkt geworden ist. Das waren jedenfalls die Tätigkeiten, die bei Papa und Mama N. seit Weihnachten aufgelaufen waren und wir hatten ja noch nichtmals Uhrumstellung.

    Dann gab es noch eine Berliner-Verkostung, Mama und Schwester N konnten sich nämlich nicht einigen, wo es die Besten gäbe. Die, die Mama N als die besten betrachtete waren lagen optisch sehr weit hinten, waren am Ende aber in Bezug auf Geschmack (Teig und Marmelade) tatsächlich die Besten. Also für alle Anwesenden, generell ist das sicherlich Geschmackssache, aber hier schien die Teigführung doch wirklich überzeugend. Und sie enthielten auch mehr Marmelade als die anderen Testobjekte, was verwunderlich ist, da laut Papa N die Befüller standardmäßig auf 10 Gramm eingestellt sind. Vermutlich kann man das aber tweaken. Früher wurden die Berliner natürlich noch mit Spritzbeutel und Tülle befüllt, da kam es auf den Bäcker an. Heute hält man immer zwei vor ein Gerät, den "Befüller" eben, schiebt sie auf die Tülle bis es "klack" macht und dann ist die Marmelade auch schon drin. Außer man ist Papa Ns ehemaliger Kollege, der mal einen ganze Backwagen mit Berlinern dem Befüller zuführte und bis zum Ende nicht bemerkte, dass der Trichter mit der Marmelade längst leer war.

    Autobahn war ereignislos und langweilig, ich hatte ständig Angst, einzuschlafen. Zu Hause Sofa und die Ruhe genießen.

     
    Sehr lustig.
    Ich gucke gerade Fußball in der Glotze und habe gelesen bei Ihnen, also bei dir,, nee bei Ihnen wie auch immer über technische Vorgänge im Haushalt und natürlich über die Berliner. Ich habe keine Ahnung was ein Berliner isst, nee ist. Also habe ich gegoogelt Berliner und dann wollten die vervollständigen mit Döner. Fand ich schon sehr unterhaltsam. Aber dann sah ich das da ja Marmelade reinkommt. Und Marmelade bei einem Döner nicht sehr wahrscheinlich. Auch nicht im Fasching. Dann sah ich ein Bild von einem Berliner. War ich sofort beruhigt. Denn sie meinen mit Berliner ja einen Krapfen. Noch was lustiges. Ich musste Glotze aus machen wenn ich mit Sprachprogramm schreibe übers schwarze Ungeheuer sonst schreibt das Programm mit was in der Glotze so gesagt wird.
     
    Passen Sie auf, passen Sie auf, noch viel besser: es gibt (hier in Hessen, nicht in Düsseldorf, glaube ich) jetzt sogar Berliner, also Krapfen (die hier Kreppel heißen) mit Fleischkäse (also Leberkäse)! Hab ich noch nicht selbst gegessen, würde aber! Wenn auch nicht jetzt sofort, gerade im Moment kann ich die Dinger noch nichtmals mehr riechen, es war wohl einer zu viel.
     
    Nee nee. Ohne mich.
    Da bin ich Traditionalist Ich mache beim hingucken von Krapfen bzw Berliner bzw. Hessen nur mit Marmelade. Denn essen kann ich die aus gegebenen Umständen ja eher nicht. Aber ist eh bald wieder Weihnachten😂😂🙈🙈 Frankfurt Anschlusstor. Also im Fußballspiel. Dann verdauen sie mal schön. Ich mache dann mal wieder was unter der Hand auf inoffiziellen weg
     
    Mit Fleischkäse, echt jetzt? Wo genau??? Das wäre einen Versuch wert!

    In Berlin heißen die Dinger ja Pfannkuchen, was immer zu Verwirrung zwischen der Berliner Oma und ihren hessischen Enkeln führt. Die Enkel wollen keine Pfannkuchen, sondern Kreppel, was die Oma als "Crêpe" versteht, und sie wollte doch keine Eierkuchen backen, sondern Pfannkuchen kaufen... Wenn die mal alle Berliner zu den Berlinern sagen würden, wäre es einfacher!
     
    In der Stadt Nidda in der Wetterau macht ein Bäcker die schon seit längerer Zeit mit Mett und Zwiebeln. Es gibt ein Video aus dem Jahr 2019 von einem fortgezogenen Einheimischen, der einen testet.
     
    Die Hauptstädter halten die Hessen womöglich für Kannibalen, futtern die doch nicht nur Berliner, Frankfurter und Wiener, sondern auch Amerikaner.
     
    Jesses, mit Mett und Zwiebeln, man fasst es kaum. Dabei hat mich schon sehr verstört, dass es Krapfen mit Fleischkäse gibt. Wer weiß, vielleicht machen sie in der Eifel auch welche mit Blutwurst.
     
    Also, falls Sie ein Rezept benötigen ... ;-)
     
    Die Kraulschwimmpartnerin hat den Fleischkäskreppel an einer Tankstelle gesehen, gekauft und verkostet. Er soll gut gewesen sein. Ich bin für dieses Experiment offen. Für Blutwurst und Mett allerdings nicht, beides mag ich auch ohne Kreppel nicht (gut, vielleicht mit, naja, eins nach dem anderen.)

    Kommentar beantworten

     
    Vor sehr langer Zeit hatte ich Freunde zum Pizzaessen eingeladen. Zu der Zeit hatte ich den Teig erst ein paarmal selbst angesetzt, war immer okay. Um das für die Gäste nicht zu verbocken, schaute ich lieber noch einmal in ein Kochbuch. Entweder habe ich mich verblättert oder - sagen wir - der Wind hat unbemerkt umgeblättert, jedenfalls landete in dem Teig ein halbes Pfund Zucker, ohne dass mir das auch nur eine Sekunde seltsam vorkam. Aufgegangen ist er schön, der Teig.

    Da die Freunde nichts gegen ein wenig Schärfe hatten, belegte ich den Pizzaboden nichts ahnend ordentlich mit Pepperoni, Kapern, Sardellen und Oliven. Nach dem ersten Bissen fragte eine Freundin: hast Du vielleicht Schokosträusel? Oder Puderzucker?

    Seitdem bin ich für bizarre Lebensmittelkompositionen nicht so leicht zu begeistern.
     
    Pruuust!

    Meine Mutter erwischte beim Backen ihrer hauchdünnen Zimtplätzchen mal versehentlich die Currydose. War auch eine interessante Erfahrung. Als ich ihr sagte, sie habe wohl Curry statt Zimt reingetan, glaubte sie erst an einen Scherz und meinte: Ja, klar. Und wollte mir nicht glauben, dass ich es ernst meinte, bis sie selbst eins kostete.

    Kommentar beantworten

    November seit 5124 Tagen

    Letzter Regen: 03. April 2020, 23:22 Uhr