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    Sonntag, 11. Februar 2018
    Kurz zwei Garderobenthemen

    Kurz zwei Garderobenthemen, von denen ich das eine so gekonnt gelöst habe, dass ich furchtbar zufrieden mit mir bin und diesen Trick mit Ihnen teilen möchte, was mir heute einfiel, als ich über ein zweites Garderobenthema nachdachte, dass ich für mich noch nicht lösen konnte.

    Neulich irgendwann, also so vor etwa einem Jahr, war ich nämlich beruflich schick unterwegs, mit Kleid und Feinstrumpfhose und auf einem "Anlass". Nun sind Feinstrumpfhosen nicht die robustesten Kleidungsstücke und ich bin nicht der allervorsichtigste Mensch, was in dieser Kombination häufig Laufmaschen ergibt. Ich bin deshalb unentspannt, wenn ich bei einem "Anlass" keine Ersatzstrumpfhose verfügbar habe.

    Zum gewählten Outfit gehörte aber nur eine sehr kleine Handtasche, eine Clutch, es passt gerade mal Handy, Kreditkarte und Hotelzimmerkarte hinein. Noch nichtmals mehr ein Taschentuch! Und schon gar keine Ersatzstrumpfhose. Sehr schwierige Situation, aber ich löste das höchst kompetent, indem ich einfach ein kleines Loch in das Futter der Tasche meines Mantels riss, die Ersatzstrumpfhose hineinfädelte und im Saum des Mantels glattstrich, ohne, dass es irgendwie auffällig gewesen wäre. Im Bedarfsfalle hätte ich an der Garderobe kurz um meinen Mantel gebeten und wäre damit im "Bathroom" verschwunden. Es gab aber keinen Bedarfsfall, fast schon schade.

    Was es natürlich weiterhin gab, war das Loch im Futter der Manteltasche - ich dachte, ich würde es gleich in derselben Nacht noch im Hotelzimmer wieder zusammennähen, aber irgendwie kam es anders weil New York ja niemals schläft, und so hatte ich heute beim Veedelszoch in einem südlichen Düsseldorfer Stadtteil immer noch einen Riss im Manteltaschenfutter.

    Dieser Riss kam auch hier gelegen, denn Ona Herzbruch befürchtete, so viele Süßigkeiten zu erhaschen, dass sie nicht alle in seine Plastiktüte passen. Ich konnte ihn beruhigen, dass ich notfalls mit einem ganzen Mantelinnenleben voll Platz für weitere Süßigkeitenaufbewahrung zur Verfügung stehe. Auch hier trat dieser Bedarf letztendlich nicht auf, allein die Möglichlkeit beruhigte aber alle Anwesenden.

    Und heute beim Veedelszoch reflektierte ich auch über mein zweites Garderobenproblem. Und zwar gehe ich jährlich zu dieser Veranstaltung aber habe leider nie ein Kostüm, auch für andere Verkleideveranstaltungen (z.B. Halloween) nicht. Schon seit längerem suche ich das perfekte Kostüm, das ich ab sofort und bis in alle Ewigkeit zu jedem Verkleideanlass tragen kann. Dieses Kostüm muss die folgenden Kriterien erfüllen:
    - es muss bei Wärme und Kälte tragbar sein ohne dass es nervt
    - es funktioniert ohne Schminke oder Kopfbedeckung
    - man muss aufs Klo gehen können ohne sich umständlicher als normal zu entkleiden
    - man muss seinen üblichen Krempel ohne, dass es das Gesamtbild beeinträchtigt, sicher mit sich führen können
    - man muss es an ca. 363 Tagen im Jahr unkompliziert und platzsparend aufbewahren können
    - ich kann mich zumindest ansatzweise damit identifizieren

    Beste Möglichkeiten bisher Arztkostüm: sehr unkompliziert und völlig unproblematische Lagerung von Kittel, Latexhandschuhen und Stethoskop, aber bedenken in Bezug auf Besitzmitführung und Kältetauglichkeit. Oder Königinnenkostüm - höchster Identifikationsfaktor, auch kommt man sich beim Winken gleich nicht mehr blöd vor, aber vermutlich raumgreifendere Lagerung und möglicherweise kein guter Tragekomfort, ggf. sogar Krone erforderlich.

    Ich suche weiter.

     
    ... mein Großvater zog, wenn er sich verkleiden wollte, Anzug +Hemd + Mantel etc umgekehrt herum an, also Innenseite/Futter jeweils nach außen. Das ging immer schnell, schonte die Garderobe und war auch de Rest de Jahres - richtig herum - tragbar. Da bietet sich doch der Mantel mit Loch in der Tasche an. Ach ja, und Hut auch: von hinten nach vorne. Aber Kopfbedeckung soll ja eh nicht sein.
     
    Hmhm ich weiß nicht, das stelle ich mir unbequem vor!

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    Ich persönlich würde auch in 20 Jahren noch als Pippi Langstrumpf gehen. Dafuer braucht man nicht mal einen Sinn für Mode, sondern nur den Zufallsgriff in den Kleiderschrank. Eventuell ein bisschen Draht in die Haare et voíla.

    Ich finde aber auch die Idee der Königin sehr gut. Vielleicht als Version der heutigen Queen? Die trägt nun auch nicht dauerhaft eine Krone. Dazu kann man einen Bleistiftrock sowie ein passendes Jackett durchaus auch an anderen Tagen tragen. ((:
     
    Ich wollte immer Annika sein. Aber Annika und die heutige Queen haben gemeinsam, dass sie nur ein erklärungsbedürftiges Kostüm abgeben. Wenn ich einen Bleistiftrock und Jackett trage sehe ich aus wie eine mittelalte Frau auf dem Weg ins Büro, nicht wie die Queen. Leider. ;-)

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    Ich hab "Chirurg" zur Sicherheit zu Hause.
    Und dann noch so eine Haarreif(Ohren&Nasen)-Kombi, wenns ganz notwendig sein sollt - aber bin auch nicht so der Verkleidungsfreund. (Verkleide mich eh regelmäßig für die Arbeit.)

    Bin gespannt, was Ihnen noch einfällt : )
     
    Kostüm
    Ich geh gern als Reporter. Weisses Hemd, schwarze Hose (normaler Kleiderbestand) , Hosenträger (Faschingsfundus), Schlips vom Gatten. Bei Outdoorveranstaltung mit Jacke oder Mantel.

    An Halloween mit Vampirgebiss gepimpt.

    Außerdem nehm ich noch einen Herrenhut und ein Namensschild mit "Paparazzi"drauf.

    Den Hut kann man natürlich weglassen. Accessoire ist ne Kamera um den Hals, aber die hab ich oft eh dabei.
     
    Na aber wenn ich eine Schwarze Hose und einen mantel trage sehe ich doch aus wie immer?!

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    Was mir nicht ganz klar ist: Wenn Sie ohnehin Ihren Mantel holen zwecks Strumpfhosentausches, warum dann das Futter auftrennen? Können Sie die Strumpfhose nicht einfach in die Manteltasche stecken?
     
    Ah, das kann ich erklären und das hat sogar zwei Gründe. Erstens stellen Sie sich bitte keinen Mantel mit Riesentaschen vor, also kein Duffelcoat oder Parka oder so, sondern eher so was Schickeres mit seitlichen schmalen Taschen, und da stopfen Sie dann eine Strumpfhose in die Tasche, das trägt das zu sehr auf für einen schicken Anlass.

    Zweitens, fast noch wichtiger, die Angst vor Peinlichkeit, wenn ich dann mal die Hand in die Tasche stecke und wieder herausziehe und die Strumpfhose hängt daran fest und schleift hinter mir her, während ich vom Wagen zur Tür schreite. Auch schwierig. Im Futter war sie besser aufgehoben!
     
    Da hätte ich einen Tipp:

    Suchen Sie sich einen fähigen Änderungsschneider. Ihr Taschenloch sollte sowieso professionell behandelt werden. Dem schildern Sie das Problem und bitten ihn, eine zweite Tasche in der Manteltasche zu integrieren, die die richtige Größe für eine Feinstrumpfhose hat. Bitten sie ihn auch, die Tasche so zu konstruieren, dass die Feinstrumpfhose nicht aufträgt und über eine Klappe oder einen Falz zu schließen ist, so dass Sie sie Feinstrumpfhose nicht versehentlich ans Tageslicht bringen. Sollte die Person wirklich fähig sein, dürfte das kein Problem und somit auch kein großer finanzieller Aufwand sein.

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    Hogwarts-Schülerin
    Wahlweise Faltenrock oder schwarze Hose, dazu eine weiße Hemdbluse mit Krawatte in den Hausfarben (Gryffindor rot-gelb, Slytherin grün-grau, Ravenclaw schwarz-blau, Hufflepuff gelb-schwarz), im Winter ein Pullover in den Hausfarben - egal ob mit V-Ausschnitt oder Rundhals, schwarzer, schwingender Mantel und Strickschal in den Hausfarben.
    Kann man alles anders kombiniert auch ganzjährig tragen. Kann man auch in guter Qualität nehmen, also Baumwollbluse, Seidenkrawatte, Schurwoll-Pullover, Merino-Schal, guter Wollmantel)
    Was die Identifikation betrifft, das kann ich bei Ihnen natürlich nicht einschätzen.
     
    Hogwarts ginge tatsächlich, das Kind hätte auch ausreichen Accessoires. Aber mit der Identifikation ist es schwierig, das sind ja alles Schulkinder!

    Ich glaube, Königin passt besser zu mir.

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    Und Schminke darf gar nicht sein? Weil ich nämlich ein Katzengesicht bei solchen Anlässen am praktischsten finde: kann sogar ich mir malen, es braucht nur einen schwarzen Schminkstift, evtl. noch weiss und später etwas Abschminke. Und keine Extradinge, die ich dafür anschaffen müsste. Es erfüllt alle o.g. Kriterien bis auf das Schminken und für die Identifikation kann ich natürlich auch nicht sprechen. :-)

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    Horror!
    Sie haben da ein Thema - im wahrsten Sinne - angeschnitten: Freiwillig einen Riss in eine Mantel- oder Jackentasche würde ich nur machen, wenn es tatsächlich um mein Leben ginge. Ansonsten ist das der blanke Horror: So ein winziges Loch in einem Täschlein - und hast du nicht gesehen, ist die ganze Manteltasche ein einziger Fetzen und der ganze Mantel nicht mehr brauchbar. (Ich stecke nämlich alles mögliche in meine Taschen, auch und besonders, wenn ich gerade in Gedanken bin). Und so ein Loch fühlt sich auch so abscheulich an...

    Zum anderen Thema: Ich könnte mir einen stilvollen Königinnen-Umhang mit SEHR auffallendem Decor am Hals sehr passend vorstellen.

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    Venezia oder Sherlock Holmes
    Sehr einfach und sehr unkompliziert geht folgendes:
    Auf einem Mittelaltermarkt oder so ein Wollcape mit Kapuze kaufen, das hat dann auch schon gleich die entsprechenden Schließen dran (ist allerdings nicht ganz billig -ca. 200 Eur verlangen sie da, möglicherweise gibt es preiswertere Quellen, da finden Sie im Internet bestimmt etwas). Dazu eine venezianische Maske aufsetzen. Wenn es regnet (Veedelszoch!), schützt die Kapuze. Warm ist das alles auch, man kann darunter anziehen, was und wieviel man will und braucht. Und man wird nicht erkannt, wenn man nicht will, kann aber essen-/trinken/quatschen. Brille geht auch unter die Maske, wenn man aufpasst.

    Für die Indoor-Veranstaltung tut es ein ähnliches Cape (gibt's dank Harry Potter überall), nur halt nicht aus Wolle.

    Alternative: Sherlock Holmes. War mein Ersatzkostüm vor drei Jahren, als es in Strömen goss und hat mir das Problem von Ona Herzbruch eingetragen, insofern war es offenbar ein Erfolg, und das mitten im Rheinland, wo man allerhand gewöhnt ist.
    Schwarze Gummistiefel (mit Wolleinlegesohle für draußen) - hat man sowieso bzw. kann man sowieso brauchen. Dazu irgendeine Hose, kann auch kariert sein. Trenchcoat - wenn man ihn nicht sowieso hat, eine Nr. größer kaufen, dann passt darunter problemlos die Daunenweste. Hut dazu (okay, Sie wollten keine Kopfbedeckung, geht auch ohne). Und -ganz wichtig - im Zigarrengeschäft eine echte Pfeife erwerben.

    Helau!

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    Hmm, ich bin mal als Bäuerin gegangen, als mir nichts besseres eingefallen ist. Gummistiefel, eine Latzhose (gibts ab und an für kleines Geld beim Discounter, ich habe die eh für mein landwirtschaftliches Praktikum gebraucht, kann man sonst auch nehmen, wenn man irgendwas draußen macht, bei dem man weiß, dass man dreckig wird. Meine ist dunkel grau) und ein Karo-Flanellhemd, das hatte ich, warum auch immer, auch noch im Schrank. Bei mir gehörte noch ein Kopftuch dazu, aber das können Sie ja weg lassen. Und geflochtene Zöpfe. Wenn Sie sich da noch Plastikblumen dran machen, könnte man auch eine Gärtnerin draus machen. Ne lange Unterhose und andere wärmende Sachen passen da auch gut drunter. Wenn Sie sich den Kittel in grün kaufen und ein Stethoskop dazu, könnten Sie auch als Tierärztin gehen. Also, eine für Großtiere ;) Da gehören dann auch auf jeden Fall Gummistiefel dazu.

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    Schlampe
    Ich gehe immer als Schlampe. Nicht im promiskuitiven Sinne, sondern im nachlässigen. Flodder, wenn Sie verstehen.

    Das bedeutet: Trainingsanzug oder Nachthemd, unter letzterem dann eine viel zu große und zu dunkle hautfarbene Seidenstrumpfhose, Puschen, Lockenwickler im Haar, Netz drüber, und zur Krönung: Bademantel. In eine Tasche kommt eine Whiskeyflasche. In die andere alles andere, was ich brauche.

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    I am late to the party, but
    vielleicht ist es was fürs nächste Jahr: "Hexe" finde ich sehr praktisch. Man kann mehrere Schichten tragen, je nach Temperatur, die Zutaten hat man meistens da, und ausgebeulte Taschen oder ein mitgeführter Beutel stören auch nicht. Den Besen kann man sich ja sparen. "Cultural appropriation" ist es auch nicht (höchstens, wenn Sie auf Leute treffen, die "witchcraft" als Religion betreiben).

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    ad Schrift auf Dokument 1915
    Stand: Telefonist


    Liebe Grüße aus Wien

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    Als Verkleidungs-Profi hier auch noch ein Statement. Ein schwarzes Cape ist eine sehr gute Investition, da es sehr vielseitig Einsetzbar ist und entsprechend variiert werden kann.
    Von Hexe über Teufel, hin zum Zauberer, Vampir oder sogar Superheld liegt mit den richtigen Accessoires vieles drin und man kann es je nach Temperatur-Gegebenheiten anpassen.

    Ansonsten ist auch ein weisser Arbeitskittel praktisch. Für die Themen Ärztin, verrückte Wissenschaftlerin, Chemieprofessorin, mit etwas Impro auch Köchin, Reinigungskraft, etc. Auch hier der Vorteil, dass man viel darunter tragen kann wenn es kalt ist.

    Allgemein beim Verkleiden gilt, dass es grundsätzlich keinen allzu grossen Aufwand benötigt, sondern vor allem etwas Kreativität - und ich denke da sind sie sicherlich gut am Start :)

    ***

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    Ich bin immer als Mutter gegangen. An jede Hand ein Kind,fertig das Kostüm.

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