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    Montag, 5. Februar 2018
    WmdedgT 2/2018

    (Was das ist, ist bestimmt mittlerweile bekannt. Die ganzen Links dazu wie immer hier bei Frau Brüllen.)

    Ah, ja, was hab ich den ganzen Tag gemacht, das wüsste ich auch mal gerne. Weckerklingeln war um 6, bzw. der Wecker von Herrn N klingelte früher, aber mein genialer Plan in dieser Hinsicht ist aufgegangen. Es hat mich nämlich genervt, dass ich ständig von Herrn Ns Wecker mitaufwache, also habe ich ihm zu Weihnachten einen Wecker geschenkt, der garantiert ganz anders klingt, als meiner. Meiner klingt nämlich "biep-biep-biep biep, biep-biep-biep biep." Und er von Herrn N. klingt "EXTERRRRRMINATE!!!" Wirklich sehr unterschiedlich. Meine These: ich werde nach einiger Zeit den Wecker von Herrn N ausblenden können, weil dieses Geräusch nichts mit mir zu tun hat. Und so kam es. Anfangs war es noch schwierig (das "EXTERRRRRMINATE!!!" ist recht laut), aber seit etwa zwei geht es, bedenkt man, dass Herr N noch bis zum 8. Januar Urlaub hatte und daher morgens niemand EXTERRRRRMINATE!!! brüllte, habe ich nur 10 Werktage gebraucht, um EXTERRRRRMINATE!!! zu überhören. Ich bin ziemlich gut in sowas.

    Dann war irgendwas, keine Ahnung mehr was, dann stieg ich aufs Fahrrad und konnte mich gleich zu einer weiteren Cleverness beglückwünschen: dass ich nämlich beim letzten Fahrradkauf eines mit Rücktrittbremse gewählt habe. Weil bei den derzeitigen Temperaturen die Handbremsen eingefrieren. Ist mit zusätzlicher Rücktrittbremse aber ja egal.

    Im Büro angekommen ordnete ich mich kurz und dann rief auch schon der Oberchef an, denn wir hatten noch ein Thema von letztem Freitag offen. Ich kann Ihnen nicht allzu viel darüber erzählen, aber ganz grob begann es mit einem Käsebrot und endete mit wechselseitigem Gefauche von "ich brauche nichts und niemanden und Sie schon gar nicht". Als ausreichend Frustration aufgebaut war - da werden die Parteien verhandlungsbereit, habe ich gelernt - trafen wir eine Entscheidung, rutschen sie noch zwei-, dreimal in verschiedene Richtungen hin- und her und dann was alles bestens und wir beide wach und gut gelaunt.

    Danach war eine Schulung, achja, dazu muss ich ausholen. So um Mitte November herum hatte ich gejammert, hier oder auf Twitter, ich weiß es nicht mehr, dass ich nicht so recht weiß, wie ich mit den Jahresendgesprächen für Mitarbeiter umgehen soll, weil man doch eh immer schon alles bespricht, wenn es anfällt, und nicht bis Dezember aufbewahrt. Ich fragte also, wie man so etwas gut und sinnvoll machen kann. Die Tipps, so sagte ich glaube ich, würde ich zusammenfassen, das habe ich dann komplett vergessen aber hier sind sie also:
    - Personen mit ausreichend Vorlauf einladen (bei mir: 1-2 Wochen)
    - Genug Zeit freihalten (die Gespräche dauerten sehr unterschiedlich lang, zwischen 10 Minuten und 1,5 Stunden)
    - Über den Ort Gedanken machen (alle wollten in mein Büro kommen, nicht in einen Besprechungsraum)
    - Sich vorbereiten, was man sagen will (das war schwierig, weil ich ja, wie erwähnt, eher immer alles sofort sage. Praktischerweise finden aber zum Jahresende ja auch immer noch andere Ereignisse statt: Budgetplanung, strategische Ausrichtungen, Personalplanung und so weiter. Das passte zeitlich gut und daraus ergaben sich individuelle Themen, die nicht im Alltag schon abgehandelt waren)
    - Erwartungsfreies Zuhören (das ist auch erstaunlich schwierig, aber man kann es üben)

    Und um jetzt den Bogen zu schließen: eines der Themen der Jahresgespräche war Schulungsbedarf / -wünsche, ich hatte dafür eine größere Position im Budget untergebracht und heute begann der erste Teil der Serie.

    So gegen 14:30 Uhr war ich wieder in meinem Büro, eine neue Mitarbeiterin gab es auch noch, ansonsten nichts Wesentliches und um 15:30 verließ ich das Büro, fuhr noch einkaufen (Handbremsen immer noch gefroren) und dann nach Hause, das übermüdete Kind mit Kreppeln aufpäppeln und zum Training verabschieden und die Katzen auf dem Balkon lüften, außerdem setzte ich schnell Tomatensoße an, es stand nämlich im Raum, dass ich später noch einmal zu einem Geschäftsessen aufbreche und so gäbe es auch in diesem Fall irgendwas zu essen daheim.

    Um 17:30 Uhr hatte ich dann Gesangsunterricht, allerdings verquatschen wir uns, weil ich ja vor drei Wochen sehr spontan in einen Kirchenchor eingetreten bin und nächste Woche das Vorsingen habe, ob ich da überhaupt wirklich mitmachen darf, und daran war der Gesangslehrer natürlich sehr interessiert. Plötzlich war es 18:15 und ich schaltete schnell den Gesangslehrer aus (der Unterricht ist per Skype) um zu schauen, ob ich um 19 Uhr noch am Büro erwartet würde. Das war nicht der Fall und so zog ich mir zu diesem Zeitpunkt dann erstmal die Schuhe aus.

    Dann Zeugs: Einkäufe verräumen, Post öffnen, Zeug aus Taschen sortieren, Spülmaschine einschalten, Termine absprechen, Katzen füttern, nichts von Belang. Gegen 19 Uhr kam Herr N., gegen 20 Uhr das Kind, dann Abendessen und jetzt Sofa.

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