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    Samstag, 30. Januar 2016
    Konsumverweigerung (nur partiell)

    Neben einer neuen Tasche brauche ich eigentlich auch das eine oder andere neue Oberteil, seit ein paar Wochen halte ich also unauffällig Ausschau, unauffällig ist wichtig, denn wenn ich zu genau gucke, finde ich bekanntlich nichts. Ich finde aber auch unauffällig nichts, denn: es gibt diese Saison überhaupt keine Farbe, die ich tragen möchte. Allenfalls als Pyjama, aber Pyjamas brauche ich nicht.

    Kurz habe ich überlegt, ob mich diese Situation in Aufregung versetzt aber: das Gegenteil ist der Fall. Ich werde einfach nichts kaufen. Das spart ja unglaublich viel Zeit! Ich habe schon einmal etwa 3 Jahre lang keine Hosen gekauft, damals, als die Modeindustrie auf den Gedanken kam, irgendwas außer Bootcut könnte akzeptabel sein. Gut, im 3. Jahr trug ich dann sehr viel Rock. Aber im Bereich Oberteile kann ich schon auch diverse Kapriolen aussitzen, bei den Pullovern könnte es eng werden, aber dann kontere ich mit Kurzärmligem und Strickjacke drüber, damit komme ich notfalls bis 2020.

    Und darüber hinaus kann man ja immer noch umfärben.

     
    ich komme demnächst mal vorbei. obwohl eigentlich mein kleidungsbudget für 2016 und 2017 schon ausgegeben ist in den letzten wochen. nicht, dass ich ein kleidungsbudget hätte, aber ich habe neulich mal kurz hochgerechnet, was ich im dezember und januar so für kleidung ausgegeben habe, und mir scheint, es wäre genug gewesen.

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    1. interessant: bei konsum fast 50 kommentare, bei konsumverweigerung das große schweigen.

    2. mit den nichtbootcuthosen gehts mir ähnlich. die können frauen mit einem bmi unter 16 tragen. alle anderen nicht. schon gar nicht zu flachen schuhen.

    3. ich kaufe seit fast fünf jahren nicht mehr neu, sondern gebraucht. kleiderkreisel, kleiderkorb, flohmarkt. das hat nicht nur den grund, dass ich working poor bin, sondern vor allem damit zu tun, dass die mode in den letzten jahren eine richtung eingeschlagen hat, die mir (und ungefähr 95 % aller anderen frauen auf diesem globus) nicht steht.
    davon abgesehen: warum alte/ungeliebte kleidung in den müll werfen? ich bin so dankbar, wenn ich etwas bekomme, was nicht made-in-taiwan-chemikalienverseucht ist und/oder von kik stammt. ich liebe röcke von vive maria, pumps von esprit und stiefel von vagabond, die noch nicht im fette-milchbäuerinnen-weitschaft-konzept gehalten sind. oberteile, bei denen größe 36 noch größe 36 von vor fünf jahren entspricht und nicht größe 38/40.

    bis 2020 schaffe ichs allemal so.
     
    1. Naja, es liegt vielleicht auch daran, dass Frau N. im Konsumpost explizit um Meinungen und Tipps gebeten hatte, während hier nun einfach so etwas berichtet wurde.

    2. In meiner Erinnerung waren es eigentlich nur drei Jahre, in denen Bootcut wirklich angesagt war (im Sommer in Verbindung mit Flipflops und hochzukrempeln), nämlich ab ca. 2002. Seit Jahren gibt es eigentlich nur noch diese knallengen Hosen, in denen ich mich auch als Jugendliche niemals nicht gezeigt hätte. Kann eigentlich jemand das Phänomen beschreiben, diese engen Hosen in Verbindung mit dünnen Stoffschuhen und Sneakersocken = freigelegte Knöchel zu tragen, gerne auch bei Minusgraden?

    3. Bei den Größen habe ich eigentlich ein umgekehrtes Gefühl, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich aus manchen Sachen leider herauswachse ;-)
     
    Zu dem Phänomen aus Punkt 2 (blanke Knöchel im Winter): Lt. meiner Tochter muss das so, es ist auch gar nicht kalt und solche Fragen stellen nur alte Leute. Sie findet ja meine Bootcut-Hosen im Prinzip auch schrecklich und wollte mir immer die Skinny-Jeans nahebringen. Ich habe dann beim gemeinsamen Shoppen im Laden einfach mal eine angezogen und seitdem ist Ruhe :-)
     
    Haha, gut gekontert. Aber dass es nicht kalt ist, stimmt nicht immer. Meine aktuelle (ansonsten sehr nette) Praktikantin friert ja tatsächlich auch bereits bei Plusgraden. Trotzdem trägt sie nackige Knöchel.

    Kann mich allerdings auch erinnern, dass wir früher[tm] IMMER mit offenen Jacken rumgelaufen sind, egal wie kalt es war (gut, vielleicht nicht bei -20°), Jacken waren einfach immer offen, dass man die auch zumachen konnte, erschien eher so als Gimmick, als eine Option, die nicht zur Debatte stand.

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