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    Sonntag, 3. Januar 2016
    Blogging November - Dings

    Die Zahlen sind ja schon wieder ganz durcheinander, irgendwann hab ich von 1499 elegant auf 1450 gewechselt und keiner sagt was. Das ist nicht vertrauensbildend!

    Am letzten Urlaubstag erledigt man bekanntlich die Dinge, die man sich für die gesamten Wochen vorher vorgenommen hatte. Zum Glück hatte ich mir aber gar nichts vorgenommen, außer die Glühbirne (ich sage Glühbirne, ich meine alles Mögliche von Halogen über LED zu Energiespar) im Flur zu tauschen. Die eine hatte ich ja neulich, Anfang Dezember, getauscht, sie ging dann 1 Woche später wieder kaputt, ich hab sie wieder getauscht, kurz darauf ging eine andere kaputt, meine Leidensfähigkeit war damit übererfüllt und ich unternahm nichts weiter.

    Die nun defekte Lampe befand sich allerdings über dem Katzenklo, für Katzenkloreinigung braucht man Licht. Ich behalf mir mit einer Taschenlampe. Zum Katzenklosäubern braucht man aber auch zwei Hände, daher hielt ich die Lampe zwischen den Zähnen. Aus diversen Gründen, einige davon auch in der Unachtsamkeit gelegen, mit der Lampe im Mund gegen irgendwas zu stoßen, war dann doch irgendwann klar, dass dieses Verfahren nicht für die nächsten 10 Jahre tragen wird. Glühbirnen wechseln ist hier in der Wohnung aber auch kein Vergnügen. Die Decken sind 3,60 Meter hoch. Die Vorgehensweise war also wie folgt:

    Leiter holen - steht im Schlafzimmer neben dem Schrank. Leiter unter der Lampe im Flur aufstellen. Mit Schraubenzieher (im Mund) und je einer Glühbirne (in je einer Hand, weil unklar, welche Größe benötigt wird) auf die Leiter klettern. Katze oben vorfinden. Katze herunterscheuchen, beim Fluchen Schraubenzieher verlieren. Wieder herunterklettern, Schraubenzieher aufheben, hinaufklettern, Kater oben vorfinden. Kater hinunterscheuchen, ergebnislos denn der Kater hat Angst. Runterklettern, Glühbirnen ablegen, hochklettern, Kater von der Leiter pflücken, in den Arm nehmen, hinunterklettern, Glühbirnen nehmen, hochklettern, Katze vorfinden, Kind rufen damit es die Katze bändigt, Glühbirnen auf dem Bücherregal ablegen, oben auf der Leiter übersitzen und die fisseligen Minischrauben an der Glasschale der Deckenlampe öffnen, Glasschale abnehmen, zwecks Reinigung reinpusten, einen Schwarm toter Minimücken in die Augen bekommen, fluchen, Glühbirne reindrehen, Kind zwecks Lichttest rufen, geblendet fast von der Leiter stürzen, mit Punkten vor und in den Augen Glasschale wieder anschrauben, Kater und Katze von je einer Seite der Leiter scheuchen, hinunterklettern, wieder hinaufklettern, weil die zweite Glühbirne noch oben auf dem Bücherregal liegt, wieder hinunterklettern.

    Gesicht waschen, neue Birnen raussuchen, Leiter mit zwei Katzen drauf ins Wohnzimmer verschieben. Im Wohnzimmer ist ein Kronleuchter mit 8 Armen, zwei Birnen sind kaputt und zwar eine, die zur Tür zeigt und eine, die zum Fenster zeigt. Um an den Kronleuchter zu gelangen, muss man nicht oben auf der Leiter übersteigen, man kann sich die Sprossen also mit zwei Katzen teilen. Das macht vieles einfacher. Von oben sieht "Richtung Tür" und "Richtung Fenster" aber irgendwie anders aus, ich tausche also erstmal zwei falsche Birnen. Runter, Lichttest, fluchen, rauf, richtige Birne tauschen, Lichttest, beide gehen nicht, fluchen, rauf, Birnen wieder raus, runterklettern, zu kleiner Tischlampe gehen und die Birnen testen, eine geht und eine ist defekt, das Kind ruft "Mama der Kater geht an den Kronleuchter!!", zur Leiter rennen, Kater nicht wegbekommen, Kater mit Leckerchen locken, 7 kg Kater springen mir aus 3 Metern Höhe auf die Schulter und krallen sich fest. Kurz entfällt mir dadurch, welches die defekte Glühbirne war, ich teste also alles nochmal. Derweil klettert der Kater die Leiter wieder empor. Ich tausche die richtigen Birnen, Lichttest durch Mademoiselle, der Kater und ich zucken im gleißenden Schein der 8 Lampen zusammen, alles gut. Ich klettere von der Leiter, der Kater springt mir enthusiastisch auf die andere Schulter und krallt sich fest.

    Nun trage ich die Leiter ins Büro. Dort ist ebenfalls ein Kronleuchter mit einer defekten Birne. Mit dem Kater auf der Schulter klettere ich hoch, tausche die richtige Birne aus, will herunterklettern doch die Katze sitzt auf der drittletzten Sprosse. Ich klettere mit dem Kater auf der Schulter oben über die Leiter, um auf der anderen Seite abzusteigen, die Katze hat aber nun auch die Seite gewechselt und schaut mich liebreizend an. Ich brülle nach Mademoiselle, Mademoiselle nimmt die Katze auf den Arm, führt eigeninitiativ den Lichttest durch, der Kater und ich stürzen beinahe geblendet ab aber: alles funktioniert.

    Die letzten beiden Birnen sind in Mademoiselles Zimmer zu tauschen, auf den ersten Blick sehe ich aber, dass dies von ihrem Hochbett aus möglich sein wird. Große Erleichterung. Altbau mit hohen Decken finde ich nach wie vor wunderschön, aber möglicherweise wird Beleuchtung überbewertet.

    Was ist eigentlich aus Deckenflutern geworden?

     
    Was ist eigentlich aus Deckenflutern geworden?

    Sind wohl aus der Mode gekommen, ich sehe oft welche beim Sperrmüll stehen, meist mit vielen toten Insekten auf der Glasscheibe. Die Stabhalogen-Birnen sind ziemliche Energiefresser, das Auswechseln im Defektfall scheint viele Leute zu überfordern, und leider taugen auch die Dimmer mit dem Schieberegeler wenig. Aber ansonsten spricht eigentlich wenig gegen Deckenfluter, ich habe mir vor Urzeiten mal einen vom Sperrmüll geholt und den defekten Dimmer ersetzt. Zur Basis-Beleuchtung meiner Kemenate reicht die 100-Watt-Birne, die Deckenleuchte mit 6x40 Watt kommt nur dann zum Einsatz, wenn ich es richtig hell brauche, etwa beim Werkeln.

    Ach ja, und der Oberbegriff für Glühbirnen, Leuchststoffröhren, Energiesparlampen und LED-Funzeln ist übrigens Leuchtmittel. ;-)
     
    Leuchtmittel ist aber doch ein unglaublich klinisches Wort. Glühbirne ist schöner.
     
    Ja, stimmt schon - und doch weiß ich auch die Qualität eines eher sterilen Begriffs wie Leuchtmittel in bestimmten Kontexten zu schätzen. Immerhin bin ich ja so weit vom Fach, dass ich jahrelang den Osram-Katalog bezog.

    Da hat auch die Gesellschaft eines früheren Bekannten auf mich abgefärbt, der war in der Techniker- und Ingenieurswelt zuhause und konnte es partout nicht verknusen, wenn in seiner Umgebung unkorrekte Begrifflichkeiten verwendet wurden. Da hätte ich schon allein deswegen das jeweilige Leuchtmittel mit einem korrekten und eindeutigen Begriff bezeichnet, um nicht einen endlosen Belehrungs-Monolog zu provozieren. Ich weiß noch, wie er auf das Wort "Energiesparlampe" ansprang und anregte, anstatt dieser nichtssagenden Marketing-Bezeichnung doch lieber den korrekten Begriff "Kompaktleuchstofflampe mit integriertem Vorschaltgerät und Edison-Schraubsockel" zu verwenden. ;-)
     
    Der kann ja mal vorbeikommen ;-)
     
    Haha, und mein Vater hat immer darauf bestanden, dass wir Glühlampe sagten anstatt Glühbirne. Was würde ihm das heutzutage nützen bei all den Leuchtmitteln?

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    Was machte eigentlich Herr Novemberregen während der Aktion mit Leiter, Glühbirnen und Katzen?
     
    Er war beim Sport.
     
    Das hätte er aber auch daheim haben können. :-)
     
    Hinterher ist man ja immer schlauer. Als er die Wohnung verließ, saßen alle noch ordnungsgemäß im Pyjama auf der Couch.

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    Ich hätte ja nur noch Wandbeleuchtung. Alternativ Deckenlampen an zwei Meter langen Strippen. :D
     
    Was du brauchst noch Lampen, ich dachte, bei dir erleuchten die Bildschirme alles!
     
    Hehe. Tatsächlich gibt es hier nur zwei TVs, keine weiteren Bildschirme. :p

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    Was ist eigentlich aus Deckenflutern geworden?
    Einer leuchtet bei uns, weil das Halogen-System mal wieder so brand- gefährlich ist, aus Sicherheitsgründen : )

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    Mich irritieren ja eher als Nicht-Katzen-Halter die ganzen lebenden Hindernisse. ;-) Darf man die Katzen nicht in einem Nebenraum unterbringen, ehe sie dutzendfach beinahe den unsäglichen Unfalltod der Blogbesitzerin herbeiführen?? Oder nehmen die dann psychischen Schaden, wenn sie nicht am allgemeinen Familienleben teilhaben dürfen?
     
    Das erschien mir zu aufwändig. Im Vorfeld.

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