• Privatbloggen an: novemberregen @ gmail.com
  • | Twitter: @novemberregen
    Freitag, 1. Januar 2016
    Blogging November - 1464

    Herr N: Ich will auch in einem Haus am Meer wohnen!

    Frau N: (einigermaßen entsetzt) In einem Haus am Meer?! Da ist dann doch gar nix!

    Herr N: Das Meer?!

    Frau N: Dann braucht man doch immer ein Auto, um irgendwo hinzukommen, wo was Richtiges ist!

    Herr N: Es gibt ja auch Meer mit Städten dran.

    Frau N: Naja in Barcelona musste man auch ewig latschen bis man dann wieder in der Stadt war.

    Herr N: (guckt missmutig)

    Frau N: Und dann wären da dauernd Touristen!!

    Herr N: (guckt noch missmutiger)


    Und dabei hatte ich noch gar nichts über den nervigen Sand immer überall gesagt.

     
    Mitm Haus am Meer können einem die "richtigen Sachen" aber am Arsch vorbei gehen. Hauptsache schnelles Internet. Ich zieh da mit ein, DU kannst ja dann in der Stadt vergammeln. :p :D
     
    Ja das war jetzt klar dass du jetzt wie so ein Kistenteufel darauf anspringst! Macht ihr mal eure melancholische Männer-WG :-)
     
    Ich könnte einen kurzen best practice Beitrag dazu liefern, da ich beides bewohne: das Haus am Meer und das Haus in der Stadt (auf dem Festland).
    Haus am Meer ist toll, Sand ist nervig, lässt sich aber umgehen (und gibt's vor allem auf Inseln, an der Küste ist weniger Sand, mehr Schlick. Den kann man sich im Alltag aber problemlos vom Hals halten. Ganz ätzend sind dafür die Millionen von Touristen und die machen in der Hochsaison auch das Internet langsam.
    "Was los" ist hier viel, weil den Touristen schließlich was geboten werden muss, aber ohne regelmäßige (Erholungs)aufenthalte auf dem Festland würde ich hier den Inselkoller kriegen. Andererseits: nur Stadt würde mich auch sehr schnell ermüden, ich persönlich finde Stadt langweiliger als Meer. Ich mag aber nun auch nicht gerne Menschenansammlungen, insofern gibt es für mich in Stadt nicht viele Möglichkeiten.
    Vorteil von Leben am Meer: Draußen ist richtig viel Platz.
     
    Na ja, erst mal noch ein paar Jährchen Stadt. :D
     
    Soso.

    Kommentar beantworten

     
    aber denken sie an die möglichkeiten des kraulschwimmens!
     
    Das ging im Sommer im Meer auch gar nicht mal so gut. Gerade die Sache mit dem ökonomischen Zur-Seite-Atmen. Ich will gar nicht wissen, wieviel Plankton ich gefressen habe.

    Kommentar beantworten

     
    Also ich wohne ja in einer Stadt am Meer und finde es großartig! Man könnte hier auch prima ohne Auto zurechtkommen, Touristen kann man gepflegt ignorieren, und auch Sand ist ein eher nachgeordnetes Problem. Sogar im Urlaub fahren wir immer irgendwo ans Meer. Ich kann mir nicht vorstellen, noch einmal im Hinterland zu leben.

    Kommentar beantworten

     
    Oder ziehen Sie nach Nord-Jütland, da ist man nie weit weg von irgendeinem Wasser, kann sogar zwischen zwei Meeren wählen und sich dann, wenn einem die Touristen zu viel werden, in sein Häuschen zurückziehen.
     
    Waren Sie nicht diejenige, die 40 Minuten zum Einkaufen läuft?
     
    Dafür gibts doch Fahrräder ;-)
     
    Das sind 40 Minuten hin und zurück, und das ist gleichzeitig Training. Das Fahrrad benutze ich erst im Frühjahr wieder, bin dreimal gestürzt wegen Laub und regenglatt und Schusseligkeit. Dann lieber laufen.

    Es sind auch 20 Minuten zu Fuss bis zur Flensburger Förde. 5 Minuten bis zum Mühlensee ...

    Achso, und ich wohne nicht in Nordjütland, weil ich ja gar nicht direkt am Meer wohnen will ...

    Kommentar beantworten

     
    ich habe ja sechs jahre meines lebens in unmittelbarer meernähe gewohnt, und habe folgendes zu berichten: wenn man einen hund hat, ist das erst mal toll, weil man im regen und bei sturm am strand spazieren geht, völlig unabhängig davon, dass der hund sehr traurig ist, weil es ja bekanntlich am strand keine bäume gibt. dann kommt das gute wetter, und dann kommen die touristen, und dann will man an seinem eigenen strand nicht mehr sein, weil alle pommes essen und sich schlecht benehmen. und dann, nach ein paar jahren, ist es so, wie es auch mit balkons und dem fitnessstudio ist: man ist schon durch die reine möglichkeit, dort hingehen zu können, so beruhigt, dass man fortwährend auf dem sofa sitzt und sich darüber freut, dass man jetzt an den strand gehen könnte, wenn man wollte.
     
    Besonders die Stelle mit dem Balkonvergleich überzeugt. Ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich auf unserem letztes Jahr irgendwann (vom Blumengießen abgesehen) gewesen wäre.
     
    Wenn man unsere (längst verblichene) Töle gefragt hätte, wäre holländische Strandnähe wahrscheinlich Wunschort #1 gewesen. Dort hatte sie im Urlaub auf ihre alten Tage noch richtig Spaß.

    Ich für mein Teil kann aber gerne warten, bis die Nordsee im Zuge der Erderwärmung weiter landeinwärts kommt. Bei 30 Metern Anstieg des Meeresspiegels wäre Meerbusch ein mondäner Badeort und der Hülser Berg bei Krefeld eine schöne Ausflugsinsel.
     
    düsseldorf aan zee. wäre mir auch recht.
     
    Hätte Charme, oder? Die tiefste Stelle der Stadt ist die Bachmündung in Kaiserswerth, da würde dann der Rhein ins Meer münden, und das ganze Gewirr mit Nederrijn, Pannerdense Kanaal, Lek, Vaal, Nieuwe Maas und alledem könnten wir getrost vergessen. Der Hafen Neuss-Düsseldorf wird das neue Rotterdam und die Region zu neuer Blüte führen...
     
    ach ne, ich glaube, das wäre ziemlich obergruselig. Dann wären all die Millionen Touristen ja dauerhaft vor Ort und es gäbe gar keine ruhige Zeit mehr ohne die doch etwas anstrengenden Rheinländer. Ich habe ja nun sehr lange genau so gelebt: Ständig gependelt zwischen Meerbusch und Meer und muss dazu sagen, dass ich die aktuelle Situation des Pendelns zwischen Meer und Münsterland entschieden angenehmer finde.
    (Ich glaub übrigens nicht, dass die Insel hier einfach absaufen würde, die rüsten einfach nach und erhöhen die Deiche auf 150m oder so, schließlich ist das hier Weltkulturerbe und das verpflichtet...)
    Ansonsten kann ich den Balkonvergleich nur bestätigen, das Draußensein ist nicht wirklich das entscheidende am Wohnen am Meer, aber das Wissen, dass man jederzeit draußen sein könnte und dann wäre es ganz toll, das ist wichtig und genau das lebe ich hier täglich innen im Haus aus.
     
    Am-Meer-wohnen-und-Balkon-Problem:

    Natürlich bin ich nicht mehr so oft am Meer wie zu Beginn. Aber gerade im Winter, wenn die Touris weniger werden, ist das Meer besonders schön, da fahren wir am Wochenende oft hin. Außerdem gucke ich immer noch sehr gerne Schiffe, die gibts hier auch ;-)

    Aber das Balkonproblem verstehe ich nicht: Wir haben einen sehr schönen und großen Balkon mit Wasser (nicht Meer-)blick und wohnen darauf im Sommer praktisch. Sofern es das Wetter einigermaßen hergibt, mag ich nicht drinnen hocken.
     
    Also für mein Seelenleben ist es relativ gleichgültig, ob ich 500 m zum Meer nicht gehe oder 500 km zum Meer nicht fahre.

    Von einem Balkon"problem" hätte ich jetzt nicht gesprochen. Aber ich sitze sowieso ganz gerne drinnen. Draußen ist ja entweder Sonne, dann ist es mir meist sofort zu hell, oder es ist keine Sonne, dann ist mir kalt, oder es ist Nacht, dann braucht man Licht zum Lesen und dann kommt unangenehmes Getier. Und sowieso muss man immer aufpassen, dass einem nichts mit Stachel ins Getränk fliegt.

    Draußen herumlaufen mag ich dafür bei jedem Wetter. Aber eben auch gerne in der Stadt.
     
    Wenn man wie ich in einer 1A+ Stadt wie Duisburg lebt, dann wirkt so ein Meer doch ziemlich unangemessen putzig und anbiedernd.
    Das Balkon"problem" sehe ich exakt genauso, theoretisch eine tolle Sache, in der Praxis aber nur sehr selten brauchbar.
     
    In Duisburg hab ich mal gearbeitet, mochte ich auch ganz gern, so wie die meisten Ruhrgebietsstädte. Pittoresk geht natürlich anders, aber die Atmosphäre fand ich angenehm und die Stahlwerke unglaublich beeindruckend.

    Ich mag Meer schon auch, so ist es nicht, im Urlaub fahre ich gern ans Meer. Nur ist es eben nichts, das ich im Alltag vermisse oder - glaube ich - irgendwie wahrnehmen würde.

    Kommt vielleicht noch, so ein Bedürfnis nach Weite und Ruhe.


    (Wenn Sie im Benutzerprofil Ihre Blogadresse als persönliche URL angeben, kann man Ihnen besser dahin folgen.)
     
    Na, ich bin damals schon bewusst wegen der Ostsee nach Rostock gegangen, ohne die Stadt vorher gekannt zu haben. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Wenn das Wetter passt oder sonstwie Lagerkoller droht, fahren wir immer an den Strand oder die Kaikante. Aber gut, ich bin durch meinen seefahrenden Mann dem Meer sicherlich noch einmal anders verbunden als andere, die da Urlaub machen.

    Auf einen Balkon würde ich allerdings auch nicht mehr verzichten. Große Hitze mag ich zwar auch nicht, die ist bei uns aber auch sehr selten. Für alles andere Ungemach gibt es einen Sonnenschirm und eine Seitenwandmarkise ;-)
     
    Mein Blog ist momentan ganz grauenhaft. Ich mache dort nämlich so ein "ich-schreibe-auf-wie-ich-diäte" Ding, was mir nach nur wenigen Tagen schon wie ein Geheimcode vorkommt, so ein freudloses, langweiliges Leben kann nur eine Geheimagentin online stellen, um sich als uninteressanteste Person der Welt zu tarnen und zusätzlich Hochgeheimes zu kommunizieren.
     
    Achso. Schreiben Sie doch einfach über was anderes :-)

    Kommentar beantworten

    November seit 4930 Tagen

    Letzter Regen: 22. September 2019, 07:25 Uhr