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    Freitag, 6. Juni 2008
    "Ess-ich-später-Mama..."

    Wir werfen nur gut gekühlte Küchenabfälle weg.

    Ich hab mich früher immer gefragt, warum meine Mutter sowas sagt. Mittlerweile ist mir einiges klarer.

     
    Ich sage dazu inzwischen:
    "Sehen wirs als Opfer für die Götter". Oder auch: "Ich bin sicher, dass wir den gesündesten Müll von allen Parteien hier im Haus produzieren."
     
    Ist ja auch (fast) alles Bio. ;-)

    Ich frage mich oft, ob zwischen dem, was man alles ins Haus reinschleppt und dem, was man alles wieder herauschleppt, auch irgendwo ein Sinn liegt. Oder ob das so eine Sache mit "der Weg ist das Ziel" ist...
     
    Ja,
    das wirft immer wieder die großen Fragen auf, nach dem Werden und Vergehen, nach dem woher kommen wir und wohin gehen wir - und warum wird dieser verf*ckte Bio-Brokkoli in drei von fünf Fällen schneller gelb als man ihn essen kann?

    Man sollte ja meinen, dass wir es jetzt ohne Gemüsekisten-Abo besser geregelt kriegen, das gekaufte Zeug auch zu verbrauchen. Es ist auch tatsächlich schon besser geworden, aber trotzdem bleibt da noch einiges zu optimieren.
     
    Das ist lustig, denn bei mir ist es umgekehrt: durch die Gemüsekiste ist es strukturierter geworden denn es gibt schlichtweg das, was drin ist, und es wird nichts selten etwas anderes gekauft, bevor sie leer ist. Man sieht uns dann meist Sonntags abends mit erleichtertem Gesicht zum Telefon greifen, um den Pizzamann zu alarmieren. ;-)

    (Den Bio-Wein bringt der Gemüsemann praktischerweise gleich mit. An das Bier haben wir uns wegen des höheren Preises - es läppert sich bei uns ja - noch nicht herangewagt...)
     
    Dem Sachzwang,
    nur das zu verbraten, was in der Kiste drin ist, mochten wir uns nicht permanent unterordnen. Ich schon gar nicht, da mein Bedarf an Gemüsen und Salaten ja ohnehin eher limitiert bis nonexistent ist.

    Aber mit dem Bio-Wein machen Sie grade ein thematisch interessantes Fass auf. Ich hab vorhin auch eine Pulle geholt, und mit etwas Glück ist sie jetzt auf Trinktemparatur runtergekühlt. Wenn auf einem Biowein "Riesling, lieblich halbtrocken" draufsteht, kann man hoffen, dass die Süße nicht auf Kühlflüssigkeit oder ähnlichem basiert. Die trockenen Weißen sind meiner Frau meistens zu wenig fruchtig, deswegen habe ich heute mal einen lieblicheren gekauft. Mal gucken...
     
    ich finde es ganz entspannend, mich bei dem Thema "was koch ich denn mal" fremdbestimmen zu lassen. Wobei dazu gesagt werden muss, dass ich die Sachen grundsätzlich alle mag.

    Beim Bio-Wein hab ich den Eindruck, dass der Kopf am nächsten Tag weniger dick ist. Allerdings betrifft mich diese Unpässlichkeit aus absolut unklaren Gründen (die ich aber gar nicht weiter hinterfragen will, denn: es ist schon ok so) seit einiger Zeit sowieso so gut wie nicht mehr.
     
    Bio-Kühlflüssigkeit?

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