• Privatbloggen an: novemberregen @ gmail.com
  • | Twitter: @novemberregen
    Donnerstag, 4. November 2010

    Ein weiterer anstrengender Tag und es ist abzusehen, dass der Terminschub in diesem Jahr nicht mehr abreißen wird. Hm.

    Im Kindergartenviertel gibt es momentan wieder ein neues Projekt, zu dem es gehört, die Leute zu befragen, was sie alles so stört. Aus nur noch dubios nachzuvollziehenden Gründen kam es dazu, dass ich nach Beantwortung der Fragen noch die Fragebögen der vorherigen Teilnehmer in den Computer tippte. Dabei fiel mir auf, dass sich eine Vielzahl der Personen über "herumlungernde Bulgaren" beschwerte. Was mich nun absolut ratlos zurücklässt, denn ich wüsste gar nicht, woran ich Bulgaren erkenne, und offen gesagt spreche ich den befragten Personen (die ich alle mindestens vom Sehen kenne) zum einen die Kompetenz ab, herauszuhören, wie Bulgarisch klingt, zum anderen aber auch die Chuzpe, die Lungernden mit "schönes Wetter heute und, ach übrigens, welche Nationalität haben Sie?" subtil auszuspionieren. Rätselhaft.

    Das Kind hat wieder eine spektakuläre Verletzung, bei der man den Reflex verspürt, sofort das Jugendamt zu informieren. Und zwar ist nach einem Zusammenstoß mit dem Kopf eines Freundes im Kindergarten das ganze Kinn verfärbt - rot-weiß und geschwollen in der Mitte und dann in einem Umkreis von 5cm dunkelblau-rotviolett. Es kommt erschwerend hinzu, dass das Kind keine Lust mehr hat, über die Verletzung zu reden und immer, wenn wohlmeinende Fremde fragen, was denn da passiert sei, "das darf ich nicht sagen" antwortet.

    Dienstag, 2. November 2010

    Heute war's ein bisschen anstrengend - der Plan, im Büro nur Kaffee trinkend aus dem Fenster zu schauen ging jedenfalls schonmal nicht auf. Später wollte ich mit Mademoiselle eigentlich nur eine Wassersprudeldingspatrone einkaufen, dazu war es aber notwendig, sich in die Fußgängerzone zu bewegen und dort war Handwerkermarkt. So aßen wir Crepe und Popcorn, kauften spazierstockförmige Zuckerstangen und ein Bauchtanz-Outfit (für Mademoiselle, nicht für mich) mit "Gold" und Klimperzeugs, erinnerten uns, im Supermarkt seit Wochen noch bestimmte Bonbons kaufen gewollt zu haben und setzten dies in die Tat um. Das Kind fiel zweimal mit dem Fahrrad um (Schieben will gelernt sein!), wurde von Passanten wieder aufgerichtet und mit weiteren Süßigkeiten umsorgt und inspizierte aufs Genaueste einen als Statue verkleideten Menschen, um diese Tätigkeit als neues erstrebenswertes Berufsziel für sich selbst festzumachen (vorgestern wollte sie noch Astronautin werden, um im Jahr 2029 auf Apophis, dem Asteroiden, der sie seit einigen Wochen um den Nachtschlaf bringt, landen zu können). Mit 6 Jahren ist ja noch alles möglich. Wobei ich sie tatsächlich eher auf Apophis sehe als auch nur 30 Minuten reglos auf einem Podest in einer Fußgängerzone.

    Nachmittags Besuch gehabt - ich finde ja, wenn Besuch mit Kindern kommt, sollten alle Kinder gemeinsam sich grundsätzlich in einem anderen Raum aufhalten als die Erwachsenen. Das war heute schwierig umzusetzen, klappte aber natürlich ab ca. einer halben Stunde vor Aufbruch des Besuches reibungslos, so dass man nach längerem vielstimmigen "Mama ich will bei Dir sein"-Gejammer nach nur sehr kurzer Pause dann "Mama-du-bist-doof"-Gejammer vernahm. Immerhin, im Mittel stimmte es dann wieder.

    Dafür war das Abendessen gut. Ohne Rezept, aber mit Olivenöl.

    Montag, 1. November 2010

    Heute habe ich mich hauptsächlich aufgeregt. Über einen neuen Mitarbeiter, der immer grenzdebil herumgrinst, einem zu nah hinterherrennt, ständig Türen aufhalten möchte, dazu aber zu langsam ist so dass es zu Kollisionen kommt und der nach dem ersten Arbeitstag abends fleißig daheim saß und alle Leute bei Xing befreundet hat mir auf den ersten Blick noch nicht so sympathisch ist. Und über ELENA. Und über noch viel mehr, aber egal.

    In der Bahn war eine ältere Dame, die sich auch aufregte, und zwar über die Verwendung von Olivenöl in allen möglichen Rezepten in einem Kochbuch, das sie in der Hand hielt und bald auch vor meinem Gesicht wedelte. Sie möge kein Olivenöl, ließ sie mich wissen. Ich berichtete, dass ich Olivenöl zwar ok fände, aber oft neutrales Öl vorzöge. So habe meine Gastoma in Spanien beispielsweise Spiegeleier in Olivenöl gebraten, was mir nicht so recht schmecken wollte. Die alte Dame lehnte Olivenöl jedoch total und komplett ab und sagte, nun könne sie mit dem Rezeptbuch gar nichts anfangen. Ich schlug ihr vor, das Olivenöl doch einfach durch ein anderes zu ersetzen. Worüber sie sich dann jedoch fürchterlich echauffierte: man könne mit Rezepten nicht einfach machen, was man wolle. Regeln müssen eingehalten werden. Wenn es dort so steht, sei Olivenöl zu nehmen oder eben etwas ganz anderes zu kochen. "So geht es nicht, junge Frau!" Ich habe mir dann Kopfhörer aufgesetzt und die Augen zugemacht.

    Und abends hab ich wieder Rouladen gekocht, aber den weder den ominösen Knochenschinken noch sonstigen genommen und den Rotwein gegen Holundersaft getauscht. War extrem lecker, ätsch, alte Schachtel.

    Dienstag, 26. Oktober 2010

    Die Bahn hat ja heute gestreikt, nicht, dass man es sonderlich gemerkt hätte - schließlich hat es ja auch gefroren und der Berufspendler weiß: findet eine Wetteränderung statt, gibt es sowieso "Störungen im Betriebsablauf". Allerdings waren besonders viele besonders verkniffene Autofahrer unterwegs, vermutlich, weil einige Routinebahnfahrer sich mal im Umsteigen üben wollten. Wären sie mal lieber aufs Rad umgestiegen. Da hätten sie auch nicht so verkniffen gucken können, weil der kalte Wind ihnen die Mimik botox-like eingefroren hätte.

    Komische Fußgänger gab es aber auch zuhauf; so geschah es heute, dass sich zum allerersten Mal jemand mokierte, dass ich das Rad auf dem Gehweg schob, das nehme zu viel Platz weg. Ein anderer fragte, ob es wirklich nötig sei sich mit 5 Frauen und 8 Kindern in der Öffentlichkeit fortzubewegen. Man solle das anders organisieren - drei Frauen mit den Kindern daheim und die beiden anderen machen die Einkäufe. Der Mann zeterte und schimpfte und lief dabei schwungvoll geradewegs gegen eine Straßenlaterne. Die Welt ist gut und gerecht.

    Und dann war da noch eine Asiatin, die mich in sehr mühsamem, aber sehr korrektem Deutsch fragte, wo "Moneygram" sei. Ich hatte Moneygram schonmal irgendwo aus dem Augenwinkel gesehen, allerdings mangels Relevanz nicht 100%ig abgespeichert, so dass ich nur "Gehen Sie mal die Straße runter und immer auf der rechten Seite gucken" sagen konnte. "Möchten Sie mitkommen?" fragte die Asiatin höflich. Ich lehnte ab. "Kann ich mit Ihnen gehen, wir trinken Kaffee?" hakte sie weiter nach. Ich lehnte auch das ab. Irgendwo im Rhein-Main-Gebiet sitzt heute Abend eine Asiatin, die komische Dinge in ihrem DaF-Lerhbuch stehen hatte und nun die Deutschen für sehr unhöfliches Pack hält.

    Montag, 25. Oktober 2010

    Nerviger Tag. Schon morgens elektrische Haare gehabt, uninteressanten aber konzentrationsintensiven Zahlenkram im Büro erledigt, am Mittag in der Bahn beim Anblick des Kontrolleurs festgestellt, dass ich die Monatskarte nicht dabei habe und keine Lust gehabt, über die Verbindung "Vorsatz" und "Schwarzfahren" zu reden und noch weniger, ein erhöhtes Beförderungsentgelt zu zahlen, und deshalb weggerannt. In voller Wintermontur, eine Zumutung! Im Selbstversuch "Türkisch in 300 Tagen - Tag 14 - Hörverstehensübung" sehr gescheitert, weil ich die Frauen nie verstehe. Die Männer ja, die Frauen nicht. Auch nervig. Und zu Hause war das neue Nintendo-Spiel nicht in der Post und das Essen ist angebrannt. Das gibt es so gut wie nie! Ich bin schon öfter vor Kontrolleuren davongerannt, als mir das Essen angebrannt ist!

    Morgen ohne Nervkrams bitte, danke.

    Montag, 25. Oktober 2010

    Auch wenn Sie es nicht glauben werden: eine kleine "überreife" Zwiebel kann, 48 Stunden sich selbst überlassen, einen Raum mit grob überschlagen 100 Kubikmeter Luft nachhaltig kontaminieren. Wenn Sie also einmal nach einem Wochenendausflug nach Hause kommen und sie in der Küche fast der Schlag trifft, schauen Sie als erstes im Zwiebelkörbchen nach. Spart viel Arbeit. Andererseits sind bei mir nun die Schränke alle mal wieder abgezogen und auch obendrauf gewischt worden sowie sämtliche Vorräte auf aktuellem Stand.

    Samstag, 23. Oktober 2010

    3 Stunden länger als normal geschlafen, zum Mittagessen ein Weihnachtsmenü bekommen, am Nachmittag noch eine riesige Walnuss-Sahne-Torte mit Marzipankuppel, zwischendrin zwei junge, kampfsporttreibende Männer im Park überreden können, dem Kind zur Anschauung ein paar Radschläge vorzuführen und Mama versehentlich im Auto eingeschlossen - wer rechnet auch damit, dass sie noch drinsitzt, wenn sie 5 min nicht redet?!

    Montag, 11. Oktober 2010

    Heute habe ich zwei Dinge zu vermelden: ich werde eine absolut füchterliche Erkältung bekommen und ich habe Rouladen "mit alles" gemacht. Wie sich dies zu einem Erzählstrang zusammendrehen lässt, werden wir (eventuell) im Folgenden sehen.

    Heute morgen wachte ich auch und stellte fest, dass über Nacht etwas anders geworden war. Konkret gesagt: die Welt war plötzlich gefährlich und anstrengend geworden und ich hatte ihr nichts mehr entgegen zu setzen. So kam es, dass ich mich morgens in der Bürotoilette vor einer Kollegin versteckte, war mir doch der Gedanken an "Guten Morgen" oder gar Smalltalk geradezu unerträglich. Ich trödelte also in der Kabine herum, legte den warmen Kopf an die kühlen Kacheln und schloß ein wenig die Augen, um etwas später durch einen Schlag an die Schulter wieder aufzuschrecken - es handelte sich um die Tür, gegen die ich, eingeschlafen, gefallen war. Im Stehen bin ich glaube ich wirklich noch nie vorher eingeschlafen. Spätestens in diesem Moment war klar: etwas stimmt nicht. Dieser Eindruck sollte sich im Laufe des Tages mit zunehmendem Halsentzündungsgeschmack im Mund und kribbelnder Nase verdichten.

    Also, dachte ich, muss ich noch was Gutes essen, bevor ich die nächsten Tage vermutlich nichts schmecken kann. Und so beschloss ich, Rouladen mit alles zu machen, wobei "alles" selbstverständlich Rotkraut, Klöße und ansprechende Soße bedeutet. Am Wochenende las ich nämlich zwischen diesem und jenem das Buch vom Herrn Paulsen und da war ein Rouladenrezept drin. Schnell war Fleisch von glücklichen Kühen (naja, jetzt nicht mehr!) gekauft, auch frische Karotten und sogar Lemberger, der sich mir im Supermarkt sozusagen in den Weg warf. Ansonsten hätte es sicher auch ein Wein aus dem Keller getan, aber Zufällen darf man sich bekanntlich nicht verwehren. An der Wursttheke stand ich dann noch etwas ratlos, was denn Knochenschinken sei. "Hammwanich" war die Antwort. Ich frage nochmal nach, worum es sich bei diesem Produkt denn nun genau handele - ich bin nicht gut in Fleisch, fragen Sie mich was zu Käse oder Gemüse, aber nie zu Fleisch, ich bin aber gut im Alternativen finden, hätte also Knochenschinken aus dem Handgelenk ersetzen können, wenn ich nur gewusst hätte, was ihn ausmacht - und erhielt die Antwort "ich mach eigentlich nur Käs'!". Hartnäckigkeit zeichnet mich aus - ein drittes Mal setzte ich nach, ob der Dame etwa Knochenschinken auch nicht bekannt sei und sie sagte "wollnse jetzt noch was kaufen oder nich??". "Fragen Sie doch mal den Kollegen", schlug ich vor. Der Kollege sagte "Kochschinken?" und ich geriet ins Wanken. Schließlich hatte ich das Buch nicht dabei sondern nur einen Notizzettel auf einer Fahrplanrückseite. Vielleicht hatte ich mich verschrieben oder verlesen, vielleicht war Kochschinken gefragt. Vielleicht existiert gar kein Knochenschinken, was weiß ich schon über Fleisch? "Gibt es sowas, das ein Zwischending aus Kochschinken und anderem Schinken, vielleicht Knochenschinken, ist?", fragte ich. Man betrachtete mich schweigend. Ich nahm Burgunderschinken, des schönen Namens wegen.

    Letztendlich war aber auch alles gut bzw. sogar hervorragend. Und das Lorbeerblatt, das ich beim Aufräumen auf dem Küchenfußboden statt im Bräter auffand, tat der Sache keinen Abbruch. Lorbeerblatt schmeckt auch eigentlich nach nicht viel, ich habe es nämlich testgegessen um herauszufinden, welche Geschmacksnote dann später evtl. fehlen könnte. Und auch, die Möhren als Ganzes hinzuzufügen und nicht zerschnitten fand ich eine hervorragende Idee, auch wenn ich nicht sicher bin ob dies tatsächlich so gedacht oder einer meiner üblichen Rezeptverkürzungen geschuldet war.

    So gab es also eine Henkersmahlzeit vor der einsetzenden Erkältung. Und für den Fall, dass ich morgen wider Erwarten noch über Geschmackssinn verfügen sollte, sind auch noch Reste da.

    Donnerstag, 7. Oktober 2010

    Von der Veranstaltung gestern einen netten Kontakt, einen nützlichen Kontakt, viele unnütze Kontakte, ein Tütchen mit "Aufmerksamkeiten" und viel Papier mitgebracht sowie die Erkenntnis, dringend ein Aufbewahrungsdings für Visitenkarten zu benötigen. Fördert man auf der Suche nach solchen nämlich ein ähnliches Sammelsurium wie Allison aus The Breakfast Club, so wirkt das wenig professionell (bringt einen aber dennoch dann auch wieder sehr einfach mit vielen Menschen ins Gespräch, also vielleicht doch die richtige Strategie).

    Gibt es Visitenkartendingse, die nicht metallisch glänzend oder - anderes Ende des Spektrums - aus Filz sind? Leder muss auch nicht wirklich. Werde das morgen vormittag recherchieren, ich denke, das ist berufsbezogen.

    Dienstag, 5. Oktober 2010

    Eine der größeren Herausforderungen des Elterndaseins ist es, mit dem Kind Schuhe zu kaufen. Wir haben dies gestern (zugegeben: nach 6 Jahren Übung) allerdings, wie ich finde, hervorragende gemeistert, und zwar so:

    Die Vorgabe lautet Herbstschuhe und evtl. Winterschuhe in Größe 33 zu erwerben. Wir betreten das Geschäft, Mademoiselle stürmte auf blaue Wassersandalen in Größe 29 zu und rief "die da will ich!!"; noch bevor ich reagieren kann, nimmt sie mausförmige Hausschuhe in Erwachsenengröße mit dem Ausruf "nein, die!!" in die Hand.

    Ohne näher darauf einzugehen stelle ich zunächst das Gepäck, das wir an einem ganz normalen Tag nach dem Kindergarten bei uns führen (nämlich: 1 Handtasche, 1 Kindergartentasche, 1 Fahrradhelm, 1 Beutel mit Jacken die morgens notwendig waren aber nachmittags unerträglich sind, 1 Stoff-Dinosaurier) sowie ein wenig Sondergepäck (1 Beutel Kastanien und Eicheln, 1 Stück Baumrinde in den ungefähren Abmessungen 30x50cm und von ca. 4,5kg Gewicht, 1 Beutel mit schlammverschmierter Kinderkleidung) an einer geeigneten Stelle – die es natürlich nicht gibt in einem Schuhladen, also in einer nicht ganz absolut ungeeigneten Stelle – ab, um mit geübtem Griff 8 linke Kinderschuhe in mir wohlgefälliger Qualität und der korrekten Größe aus dem Regal zu ziehen und dem Kind vorzulegen.

    Das Kind sortiert umgehend die Schuhe aus, die ihm nicht gefallen (3 Stück). Die übrigen Schuhe vermesse ich mit einem eigens dafür mitgebrachten Utensil. Verläuft die Messung zufriedenstellend (in 2 Fällen nicht), zieht das Kind die Schuhe an. Schuhe, die es nicht mühelos allein anziehen oder binden kann (in diesem Falle ein vorn mit diversen Haken zu schnürender Stiefel) gehen zurück ins Regal. Zu den verbleibenden fünf Modellen wird der rechte Schuh geordert. Das Kind zieht jetzt Schuhe an, wie es Lust hat. Verschiedene, gleiche, die einen mehr, die anderen weniger. Schuhe, bei denen sich während dieses Verfahrens Problemfälle offenbaren (1x Reißverschluss hakt, 1x am Knöchel drückt was) werden aussortiert. Es verbleiben ein Paar Halbschuhe und zwei Paar Winterstiefel, so dass das Kind entscheiden kann, ob es die Halbschuhe möchte und ob es zusätzlich ein Paar der Stiefel möchte.

    Das Kind möchte, und findet zusätzlich noch Schuhe, die es mir mit den Worten „die passen voll gut zu Dir und ich kann sie dann später erben!“ ans Herz legt. Es handelt sich um pinkfarbene, paillettenbesetzte Stiletto-Halbstiefel. Es fällt mir leicht, abzulehnen.

    Während das Kind seine Schuhe bezahlt und die Verkäuferin beschwatzt, die alten Schuhe einzupacken und die neuen Halbschuhe gleich zu imprägnieren und die Schildchen zu entfernen, sowie noch die Vorzüge der Arbeit als Bäckereiverkäuferin gegenüber der Arbeit als Schuhverkäuferin erörtert, gelingt es mir, die Kinderschuhabteilung zurück in den ungefähren Ausgangszustand zu versetzten.

    Zufrieden - die eine wegen zwei Paar neuer Schuhe, die andere weil ohne Wassersandalen, Maushausschuhe oder Paillettenstilettos - gehen wir nach Hause.

    November seit 7223 Tagen

    Letzter Regen: 09. November 2025, 08:08 Uhr