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    Donnerstag, 25. September 2008
    Is doch so.

    Der Gemüsemann stellt das Zeug in der Garage ab, Herr N. ist auf Reisen und dieser hier erfüllt in keinster Weise die Erwartungen:

    Blaumann

    Was bleibt einer Frau außer Bier?

    Mittwoch, 24. September 2008

    Bis vor ein paar Jahren träumte ich häufiger, ich sei auf einer Party oder ähnlichem, jedenfalls unter teilweise bekannten und unbekannten Leuten, mit denen ich auch fleißig kommunizierte. So weit, so gut, nur trug ich dabei einen Pyjama und lag im Bett. Dies versuchte ich allerdings durch betont unbefangenes Verhalten und winklige Kommunikationsschachzüge zu vertuschen was mir - wie ich überzeugt war - auch gelang. Erholsam waren diese Nächte trotzdem nicht.

    Das fiel mir ein, als ich eben spülte und dabei aus dem Fenster in den dunklen Hof sah und erklärte, dass es nicht unordentlich ist, nein, gar nicht, sondern einfach nur bewohnt, hier wird nämlich gelebt, das ist eine Wohnung und kein Museum, und überhaupt! Genau so ist es!! War allerdings niemand da, der meiner kleinen Ansprache hätte zustimmen können. Widersprechen allerdings auch nicht, und somit ist ja dann eigentlich alles in Ordnung.

    Montag, 22. September 2008
    Erstes Rechnen

    Mademoiselle: Der A. hat heute die E. geschlagen.
    Frau N: Ah. Und dann? Hat die dann geweint?
    Mademoiselle: Nö.
    Frau N: Ah. Und was dann?
    Mademoiselle: Der A. schlägt ja immer die kleinen Kinder
    Frau N: Ah. Schlägt der dich auch?
    Mademoiselle: Nö.
    Frau N: Ah. Warum nicht? Du bist doch auch klein.
    Mademoiselle: Weil ich gesagt hab, wenn der mich schlägt, fahr ich den mit dem Fahrrad über. Vorwärts und rückwärts. Dreimal! Weil ich drei bin.
    Frau N: Ah. Aber jetzt bist Du doch vier. Fährst du den dann viermal über?
    Mademoiselle: Nö. Das wär ja gemein. Viermal ist zu viel.
    Frau N: Ah.

    [Denkpause]

    Mademoiselle: Einmal zu viel wäre das, gell Mama?

    Donnerstag, 18. September 2008

    Ts.

    Hab ich ne Besucherin da und die lobt ganz explizit den Empfang unten an der Garage. Ganz toll und mit Namen und so professionell und überhaupt wäre sie noch nirgendwo so zuvorkommend behandelt worden, seit immer.

    Ruf ich beim Chef vom Sicherheitsdienst da unten an, um das weiterzugeben. Kann man ja mal machen, wenn da jemand gute Arbeit tut.

    Sagt der zu mir ganz genervt: "Ja, Frau N. und wat wollense jetzt von mir??"

    Sag ich: "Dass Sie in ihrem Gehirn vermerken, dass da jemand gute Arbeit macht, sonst nix."

    Legt der auf.

    Ts.

    Mittwoch, 17. September 2008

    Frau N. huscht mal eben kurz vorbei ;-)

    husch

    Freitag, 12. September 2008

    Heute Nacht geträumt, ich hätte vom Hof aus Sterne geguckt. Orion zog plötzlich noch eine Kutsche und ich konnte das ganz genau erkennen. Außerdem gab es schräg über den Garagen das Sternbild Pfau (in Farbe) und über dem Haus das Sternbild Regenbogen (nicht in Farbe).

    Sehr, sehr schön war das.

    Die Zitronenlimo aus dem Penny trinke ich jetzt vor dem Schlafengehen öfters.

    Donnerstag, 11. September 2008
    (Statistiktage oder so)

    Eben auf dem Weg zum Kindergarten (2km):

    • 3x angesprochen worden, dass es viel zu gefährlich ist, ein Kind auf dem Gepäckträger zu transportieren, davon 2x mit Belehrung, dass es dafür extra Kindersitze gibt
    • 2x angesprochen worden, dass Kaugummi so früh morgens für Kinder aber nicht gesund ist (davon 1 Dame dem Fahrrad extra ein Stück hinterhergerannt!)
    • 1x angesprochen worden, dass die bunte Alugeburtstagsgirlande um den Hals das Kind sicher irgendwie piekst
    • 1x angesprochen, dass das Kind nun krank wird weil ohne Jacke viel zu frisch
    Hachja. Schlimm und saugefährlich, dieses Leben...

    (Übrigens alle Ansprechenden weiblich, geschätzt um die 50 und in Kostüm oder anderweitig schick. Was ist das mit denen? Werd ich auch so??)

    Mittwoch, 3. September 2008
    Erkenntnisvorgang, dargestellt am Beispiel Haarfö(h)n

    Manchmal dachte ich morgens: früher ging das schneller, mit dem Föhnen. Das Verfahren ist gleich geblieben: Kopf nach unten halten, Föhn drüber, ab und zu schütteln, warten bis fertich. Es ist unwahrscheinlich, dass mein Haarvolumen sich deutlich erhöht hat. Der Verdacht liegt nah, dass die Föhnleistung im Laufe der Zeit nachließ.

    Funzeliger Geruch ab und zu. Aber selten.

    Klingt der irgendwie anders?

    Immer öfter: Wenn ich das Gerät zwischendurch ausschaltete weil mir irgendwas deutlich Wichtigers als Föhnen einfiel (Nebenbemerkung: der schnurlose Föhn sollte dringend bald erfunden werden!), blockierte es beim Wiederanschalten wegen Überhitzung.

    Einmal, abends, der Gedanke: man sieht hinten gar kein orangefarbenes Leuchten mehr.

    Heute morgen im Bad: Der Föhn hat vorn so einen Volumenaufsatz. Den hab ich aber nie drauf, wegen zu krempelig, und außerdem fiel der immer ab. Heute morgen fiel auch was ab. Erster Gedanke von mit geschlossenen Augen kopfüber unter den Haaren: Volumendingensda ist doch gar nicht... Blick fällt dann auf ein silbernes Teil auf dem Badezimmerboden. Sieht aus wie das Haarnetz der Playmobilprinzessin in silber und sehr groß. Wird als rückwärtige Abdeckung des Föhns identifiziert. Darunter findet sich ein graumeliertes Läppchen, rund, so ähnlich wie ein flaches Puderschwämmchen, Farbe und Struktur ähnlich derer von Umzugsabdeckdecken. Schön weich. Bastele das Läppchen wieder dran, ist sicher wichtig, Schutzabdeckung oder so, und das Pseudo-Haarnetz auch.

    Heute morgen in der Bahn beim Musik hören und Krimi lesen: krk-klack klackklackklackklack KLONK rrattattatklack brrp. klick.
    Kennen Sie das, bei Solitair am PC, wenn man alles sortiert hat und die Karten so wegbrrrrrrrrrpen? Und dann durch die Gegend springen? So ein bisschen so. Aber eher wie ein komplizierter Türmechanismus mit vielen Bolzen, Riegeln, Kugeln. Die plötzlich alle an den richtigen Ort klacken. So dass man weiß - man weiß es. Man denkt gar nicht, vermutet nicht, überlegt nicht, man weiß. Sicher. Und zwar: "das passt". Man weiß es. Muss nicht ausprobieren. Die Tür ist auf.

    Der Föhn mal als sehr vereinfachtes Beispiel für einen Prozess, der mir immer wieder begegnet. Unmöglich, Einfluss zu nehmen. Irgendwann hat der Hobbypuzzler in meinem Kopf genug Teilchen gesammelt, wurschtelt vor sich hin (während ich mich mit etwas ganz anderem beschäftige) und schiebt mir dann ein fertiges Bild vor die Augen von dem ich nichts zu ahnen glaubte und das ich auch nicht immer überhaupt sehen möchte. Kann ich doch nun heute nachmittag eine dicke, graue Staub-und-igitt-Schicht von einem darunter vermuteten dünnen Fließ des Föhns kratzen. Statt mich irgendwann einfach gelinde zu wundern, warum der nicht mehr funktioniert, und einen neuen zu kaufen.

    (Ich kann natürlich trotzdem einen neuen kaufen. Aber nicht mit derselben Unbefangenheit, denn ich weiß ja, ich könnte den alten entstauben. So ist das meistens. Wissen ist schlecht für den Seelenfrieden.)

    Montag, 1. September 2008

    Passt doch:

    passt doch

    Und da ist auch ganz schön viel drin.

    (Erwähnte ich schon, dass ich mal für zwei Wochen auf einem Campingplatz war, auf dem sämtliche Mülleimer, wenn man etwas hineinwarf, mit Rudi-Carrell-Akzent "Pappiiiiieeer hiiiiieeer" anstimmten? Sehr laut? Nein? Es war aber so.)

    Papieeerhiiieer

    Halb70 muss ich werden, bis ich zum ersten Mal ein Carepaket erhalte. Und dann auch noch aus der Zone ;-)

    Carepaket

    Strafarbeit ist auch schon erledigt (was hab ich unterwegs über die Bedeutung nachgegrübelt und glaubense mal, ich bin auf Geschichten gekommen...alle zu viel zu abgefahren und geheim zum erzählen.)

    annimmst

    Achso, da war doch noch was:

    Tassen

    :-)
    :-)
    :-)

    Dankeschön!

    Freitag, 29. August 2008

    • Erster Stopp heute morgen in der Drogerie, weil mein Abdeckstift unauffindbar war. Vermutlich ein glücklicher Zufall, erwarb ich diesen Stift doch deutlich vor der Jahrtausendwende und so wäre er in der Zwischenzeit wohl eher in der Lage, Pickel hervorzurufen als zu verdecken. Trotzdem war er heute morgen "plötzlich" verschwunden und auf meiner Nase ein Pickel der von der Form (und gefühlt auch Ausdehnung) her Spanien gleicht. Nicht, dass Abdeckstifte überhaupt was nützen würden - statt einem roten Punkt hat man dann einen cremefarbenen im Gesicht. Aber wir tun einfach so als ob.

      Im ersten Gang eine Probe mit "pro age" drauf erhalten. Akut schlecht gelaunt worden (sollte es in dieser grammatischen Form geben, finde ich). Im zweiten Gang eine Probe mit "first beauty" drauf erhalten. Welch Wechselbad der Gefühle morgens um halb 8 im Drogeriemarkt. "Das ist nicht konsistent genug" gesagt. "Das ist umsonst" als Antwort erhalten. Wie treffend nur gedacht.

      Offene Fragen: Wissen die eigentlich von meinem Einkaufsstopp und Aufräum-/Pröbchenaufbrauchwahn? Brauchen alte Leute wirklich ein spezielles Deo? Findet man mit fortgeschrittenen Jahren Altrosa als Farbe für Kosmetikprodukte plötzlich schön?
    • Zweiter Stopp im Kaffeeladen mit dem einen Kollegen, ein langjähriges Ritual. Es rührt aus der Zeit, als ich seine Sekretärin war und er mit seiner Wichtigkeit nicht bis ins Büro abwarten konnte, oder ab und an mit einer jungen Frau die seine Worte aufmerksam notiert in der Öffentlichkeit gesehen werden wollte, man weiß es nicht, also kann man getrost davon ausgehen, dass beides nicht stimmt und er einfach nur nett sein wollte. Mit diversen Positionswechseln entwickelte sich der Freitagskaffee zum Austausch von Informationen, die keinen was angehen. Was vermutlich bald ein Ende findet, wenn er im Herbst den lang erwarteten Sprung unter die richtig-was-zu-sagen-Haber schafft. Oder vielleicht auch nicht, denn schließlich ist er einer der skrupellosesten Menschen, denen ich je begegnet bin.
    • Dritter Stopp, heute nachmittag, beim Schuster - dort war ich gestern zum ersten Mal Jahrtausend und an diesem Wohnort. Manchmal passts ja: am Abend fragte mich dann jemand, ob ich in der Nähe jemanden wüsste, und ich konnte alles freihändig aufsagen: Name, Adresse, kürzester Weg dorthin, Öffnungszeiten. Gelte in der Nachbarschaft nun als die Koryphäe in Schusterfragen. Was für ein wahnwitzig simpler Zufall den eigentlich Ahnungslosen manchmal so unglaublich kompetent wirken lässt. Das darf man nie vergessen, denn es ist vermutlich in 99% aller Fälle so. Dass der Zeitpunkt stimmen muss.

      Heute Nacht hab ich sogar geträumt, von dem Schuster. Bzw. von vielen Schuhmachereien in vielen Städten, die alle aufgesucht werden mussten.
    • Vierter Stopp, nur gedanklich, in London. Weil Bad O. so früh am Morgen atmosphärisch so sehr an London erinnert. Mit den Baustellen überall, schiefen Gehwegen, den verbretterten Fenstern, verplakatierten Wänden und dem Geruch nach Curry überall. London früh um halb 5 an einem Sommermorgen, wenn man die Nacht einem Überlandbus verbracht hat. Das ist keinesfalls negativ gemeint, ich mochte das immer sehr.

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    Letzter Regen: 06. Januar 2026, 22:39 Uhr