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    Sonntag, 4. November 2007
    4. November

    Schlafen, sonst nichts.

    Samstag, 3. November 2007
    3. November

    Bisher alles nichtmals halb so schlimm wie befürchtet. Merkwürdig, aber ich will nicht klagen. Warte noch auf den Haken an der Sache. Viel Zeit hat er nicht mehr, sich zu offenbaren. Gehe gleich viel Bier trinken und werde bis morgen früh um 11 nicht in der geistigen Verfassung sein, Haken wahrzunehmen. Abreise gegen 2. Ich werde nicht fahren.

    Der Erkältungszustand bewegt sich für einen Menschen wie mich, der nie krank wird, am Rande des Absurden. Die Apothekerin sagte, ich sollte nicht so einen tiefen Ausschnitt tragen. Selber trug sie einen sehr hochgeschlossenen weißen Kittel, kein Grund zum Neid, es gibt bestimmt viele Leute, die weiße Kittel in ihre Phantasien einbauen. Werde jedenfalls ab gleich auch nicht mehr in der geistigen Verfassung sein, Erkältungszustände wahrnzunehmen, so what.

    Current wordcount 3902 - noch 1098 im Minus aber ich hab gut aufgeholt. Heute eine erstmalige Sinnerfahrung bei dem ganzen (nicht übel am 2. Tag, oder?). Man hat da manchmal so Szenen, bei denen man sich denkt, uiiiii, die ist aber wichtig und bedeutsam, da sollte ich mir Mühe mit der Formulierung geben. Das ist ein klassischer Punkt, ab dem ein Text für immer ungeschrieben bleibt. Das passiert hier nicht, weil man sich denkt, uiiii, die ist jetzt zwar wichtig und bedeutsam, aber die Uhr tickt und ich hab jetzt leider keine Zeit, mich damit aufzuhalten, also weiter im Text (sic) und keine Rücksicht auf Verluste. Sinnvoller wäre das ganze noch, wenn man der Welt tatsächlich etwas mitzuteilen hätte. Aber man kann nicht alles haben. Man kann auch einfach mal komische Sachen ausprobieren und dabei kleine nur halb-sinnvolle Erkenntnisse haben.

    Jetzt aber los zum Bier.

    Freitag, 2. November 2007
    2. November

    Tag: grau wie ich es mag.
    Kollegen: alle zum Abschuss freigegeben.
    Erkältung: in die Schleimphase gegangen.
    Wordcount: 1726.
    Stunden bis zum Eintreffen bei den Schwiegereltern: ca. 7
    Wenn Sie mich vor dem Irrsinn retten wollen: Mailen Sie mir.

    Donnerstag, 1. November 2007
    1. November

    Eine bahnbrechende Erkenntnis gehabt und die richtigen Worte gefunden, in mehreren Zusammenhängen, wenn auch in manchen nicht geäußert. Es reicht manchmal, sie zu kennen, man muss sie dann nicht aussprechen. Es reicht, sie zu kennen, um ein entspanntes Gefühl bei der Sache zu haben.

    In anderer Richtung heute gnadenlos versagt, hier macht sich der Schlafmangel bemerkbar, das war schon immer so, das wird auch immer so bleiben. In einer dritten Richtung ist die Frage nach ge- oder misslungen noch offen.

    Gute Nachrichten, einige, die wichtigste ist, dass ein Besuch aus einem anderen Leben eintreffen wird, in ein paar Wochen. Erhofft aber nicht erwartet und deshalb umso schöner.

    Eine sehr merkwürdige Person in der S-Bahn kennen gelernt.

    1600 Worte zu wenig geschrieben. Das wird man morgen beheben müssen.

    Weniger gelesen als gewünscht - wird in nächster Zeit schwierig, das zu beheben.

    Weiterer Plan:
    Akut aufpassen, dass die Augen sich vor Müdigkeit nicht immer überkreuzen.
    Über Nacht die Erkältungsansätze in Nase, Ohren, Hals und Bronchien wegschlafen.
    Morgen nach den Plänen schauen und ab abends die Nerven nicht verlieren.

    YES!!!

    November.

    Dienstag, 30. Oktober 2007
    Kindergarten-Content

    Im Eingangsbereich des Kindergartens - Frau N. möchte gerade die Sachen des Kindes verstauen.

    Mademoiselle: "Mama, nicht machen, der A. hängt jetzt immer die Tasche für mich auf."
    Frau N: (fragender Blick an kleinen Jungen daneben)
    Junge: (nickt, nimmt die Kindergartentasche und hängt sie an einen Haken)
    Mademoiselle: (lächelt - dann ein kritischer Blick.) "Danke. Aber eigentlich möchte ich die Tasche lieber am ersten Haken hängen haben. Morgen machst Du das dann richtig."

    Mannmannmann. Was für eine Zicke!!

    Montag, 29. Oktober 2007
    Curiosity killed the cat.

    Zwischendrin immer wieder kleine Tropfen der Erkenntnis, die sich zu einem Regenguss entwickeln. Die Erkenntnis, nichts Besonderes zu sein. Nicht, dass die Logik dies nicht sowieso diktieren würde, aber das Ego und die Logik sind gute Freunde und so hält der eine den Mund wenn der andere spricht.

    - Willkommen auf dem Boden der Tatsachen. Oh, schon wieder auf dem Sprung? Na, wie Du meinst. Du weisst ja, ich bin immer da, du kannst jederzeit auf mir bruchlanden, schön hart und schmerzhaft. Was, noch nicht? Gut, heb ruhig nochmal ab in die nächste Runde. Ich warte.

    - Ja, ich weiss, danke für das Angebot.


    Meine Eigenschaft des Jahres 2007: Grenzenlose Naivität.


    Es läuft nicht gut. Genauer gesagt läuft es katastrophal und kann so nicht weitergehen.

    Sie schleicht durch die Gänge und ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Das Gesicht ist freudlos und die Augen stumpf. Keine Spur mehr von der alten Energie und dem mitreißenden Lachen.

    Ich weiß nicht, was passiert ist und schon gar nicht wie, könnte auch keinen Zeitpunkt beginnen, an dem es anfing. Ein schleichender Prozess war das, immer mehr Ungenauigkeiten, Nachlässigkeiten, hier ein Fehler, da einer, noch einer, mittlerweile klappt fast gar nichts mehr. Auf Nachfragen kam nichts, es hatte alles irgendeine Erklärung und einen Grund, Versehen, Missverständnis, unglücklicher Zufall, ja, das kommt vor, und je mehr nachgefragt wurde, desto mehr wuchs der Druck und desto schlimmer wurde es. Im nächsten Schritt daher die "Schonhaltung": weniger Kritik und deutliche Entlastung durch Umverteilung von Arbeit, in der Hoffnung, ihr dadurch auf die Beine zu helfen, damit sie sich einmal ordentlich fangen und stabilisieren kann. Mit dem Ergebnis, dass ich mich mittlerweile frage, was sie überhaupt noch macht - und die wenigen Dinge, die noch bleiben, sind fehlerhaft.

    Wenn wenigstens ein Einsehen da wäre, aber sämtliche Gespräche blieben fruchtlos. Unverständnis, Tränen, Wut - aber es wird immer alles wegerklärt und dazu schleichen sich reihenweise Formfehler ein: Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit und Vertrauensbrüche.

    Das geht so nicht. Es wird jetzt den finalen Warnschuss geben, in aller Deutlichkeit, und wenn das nichts bringt kann ich auch nicht mehr weiterhelfen.

    Sonntag, 28. Oktober 2007
    Szenen einer Ehe III - Organisatorisches

    Herr N., nasal: Ich geh ins Bett.
    Frau N., am Laptop: m-hm

    5 Minuten später

    Frau N. (das Schlafzimmer betretend, entsetzt): Du schläfst ja!! Ich dachte wir machen jetzt Sex!
    Herr N.: Ich bin krank!
    Frau N: Jetzt passts aber gerade nicht mit dem krank sein, das kannste wann anders machen!
    Herr N. verwirrt: Ja aber dann soll ich doch auf die Kleine aufpassen weil Du zum Sport willst...
    Frau N: Mann! Zwischen Sex-Ende und Sport-Anfang ist Dein Zeitfenster für Krankheit!
    Herr N.: Äh...

    Ich geh dann jetzt mal zum Sport.

    Freitag, 26. Oktober 2007
    Ruhepuls

    Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist dieser eigentlich recht seltene Besuch hier, zu dem ich so ein zwiespältiges Verhältnis habe, immer schon hatte. Und zum zweiten Mal in diesem Jahr, und mehr noch als beim letzten Mal, bemerke ich, wie sehr ich mich verändert habe. Wie der Zwiespalt nicht mehr an mir zerrt, sondern ich ihn einfach wahrnehmen und annehmen kann, ohne dass es mich anstrengt. Wie eine neue Leichtigkeit, die ganz echt ist, die nicht mehr damit einher geht, ein Anders-Sein zu kultivieren, weil es mit dem Gleich-Sein nicht funktioniert. Sondern die sich aus dem Gefühl ergibt, dass es ok ist, dass es gut so ist, wie es ist, und egal ob gleich oder anders. So dass ich ehrlich lächeln kann und Nuancen sehe, die es zu vertiefen lohnt.

    Als hätte ich ein paar Takte Ruhepuls gefunden. Ich weiß nicht wann und wie das passiert ist, aber es tut unendlich gut.

    Mittwoch, 24. Oktober 2007
    Wünsche

    Für mein nächstes Leben wünsche ich mir, besser nachgeben zu können. Eigentlich muss ich das ja meinen Eltern anlasten. Besser: meiner Mutter. Meine Mutter hatte früher beinahe panische Angst vor Polizisten und anderen Personen mit "Authorität". Sie nahm sich vor, ihre Kinder so zu erziehen, dass sie derartige Ängste niemals empfinden, und das ist ihr auch gelungen. Ob das so ohne weitere Einschränkung günstig und ist, sei dahingestellt.

    Gerade denke ich zum Beispiel, es wäre günstiger gewesen, dem Chef gegenüber heute mittag den Mund zu halten. Weiß aber andererseits, dass ich völlig im Recht bin und der einzige Punkt auf der Gegenseite die höhere Machtposition ist. Dass dieser Punkt jedoch ein knock-out Kriterium ist, sagen mir wiederum mein Verstand und meine Erfahrung. Leider haben beide keinerlei Durchsetzungsvermögen gegen frühkindliche Prägung, und diese legt mir nahe, in der nächsten Runde noch einmal nachzulegen statt beschwingt über die goldene Brücke zu tänzeln, zu der mich meine beiden Kollegen nervös gestikulierend dirigieren möchten.

    Unzusammenhängend, aber wo wir gerade bei Wünschen sind: Der Wunsch, ein bisschen weniger "clever" zu sein, im Sinne von 1 und 1 zusammen zählen zu können und intuitiv Verbindungen aufzudecken, schließt sich gleich darauf an. Für den Seelenfrieden.

    Weingläser

    Heute morgen dachte ich an Frau Pandora. Nämlich als ich die Weingläser vom Vorabend, die im Spülbecken warteten, extra vorsichtig säuberte um ausnahmsweise nicht das Glas am Wasserhahn zu zerschlagen. Und als ich dann entdeckte, dass das Geschirrhandtuch schon etwas abgegriffen war und daher ein ganz frisches aus dem Schrank nehmen wollte, damit es keine Flecken oder Schlieren gibt. Dabei in weiser Voraussicht das Glas abstellte, um nicht auf dem Weg zum Schrank oder beim Öffnen der Tür einen anderweitigen Unfall zu provozieren.

    Ja. Danach dachte ich nicht mehr an Frau Pandora, da dachte ich nur noch an das Glas. Bzw. daran, wo ich es bloß hingestellt haben könnte. Als ich mich nämlich mit dem frischen Geschirrtuch in der Hand wieder am Spülbecken einfand, war es verschwunden und ist bisher (das ist nun fast fünf Stunden her) nicht wieder aufgetaucht...

    Dienstag, 23. Oktober 2007

    Search Request: Sex am Wickeltisch

    Bleiben Sie locker. Ein Wickeltisch ist ein Möbel wie jedes andere auch. Wenn Sie dafür googeln müssen, haben Sie irgendwas falsch verstanden.


    Ich finde das ja Klasse und würde wahnsinnig gerne mitmachen. Zum einen natürlich, weil es im November statt findet. Und zum anderen, weil es so absolut irre und schwachsinnig ist.

    Mein persönlicher Haken an der Sache ist, dass ich noch nie Ambitionen hatte, ein Buch zu schreiben. Umso besser eigentlich, das in 30 Tagen zu erledigen. Mit meiner Tippgeschwindigkeit gäbe es auch keine Probleme. Allerdings hab ich kein Thema. Es soll ja Leute geben, die lauter Themen im Kopf haben für zukünftig zu entstehende Texte. Ich hingegen habe lauter Texte zu Themen, zu denen ich eigentlich nie etwas schreiben wollte.

    Also. Ghostwriting-Bedarf, irgendwer? Ende November ist das Ding fertig!

    November seit 7240 Tagen

    Letzter Regen: 06. Januar 2026, 22:39 Uhr