• Privatbloggen an: novemberregen @ gmail.com
  • | Twitter: @novemberregen
    Montag, 9. Dezember 2019

    Ich wachte auf mit dem Gefühl, nachts mindestens 10x aus irgendeinem Grund durch die Wohnung gelaufen zu sein. Genau erinnern kann ich mich aber an nichts. Sah auch alles normal aus.

    Im Büro fand ich eine Mail vor, die den Startschuss zu den Jahresendgesprächen gibt. Aus irgendeinem Grund muss das weltweit koordiniert werden. Der Grund hat damit zu tun, dass dann alle irgendwelche Bewertungen/Beurteilgungen in irgendwelche Systeme einklöppeln, was ich aber für unser Büro abgeschafft habe, weil es hier keinen Sinn ergibt. Also sind unsere Jahresendgespräche ein Treffen, bei dem man das Jahr nochmal Revue passieren lassen kann, gerne bei einem Heißgetränk und bei dem von mir jedenfalls nichts Überraschendes kommt - was von den anderen kommt weiß ich natürlich vorher nicht. Mit diesen Gesprächen - und mit Treffen mit BewerberInnen - werde ich nun die Wochen bis Jahresende (also bis zum 19., ab dann habe ich Urlaub) verbringen. Ich werde also enorm viel sprechen und ungefähr 30 Personen sehr gut zuhören, versuchen, sie zu verstehen und mich in ihre Denkweise zu denken. Bin schon jetzt etwas angestrengt und wünsche mich zu meinem Budget mit den stummen Zahlen zurück.

    Sonst war es ein ruhiger Tag, abgesehen von den 5 Minuten, in denen ich erst feststellte, dass ein wirklich sehr vertrauliches Dokument, das nur ein Kollege aus New York und ich sehen sollten, von einer Kollegin im Dateimanagementsystem ausgecheckt war. Auch schon seit über einer Woche, was nahelegte, dass es sich um irgendeinen Systemfehler handelte, aber trotzdem um einen mittelmäßig beunruhigenden. Die IT fand dann heraus, dass insgesamt 5 Kolleginnen Zugriff auf das Dokument haben. Keine davon sollte den haben. Sehr irritierend. Ich kann es mir gerade noch vorstellen, dass ich in einem Zustand gelinder Verwirrung mausrutsche und einen Anwender versehentlich hinzufüge, aber 5 Personen mit ganz unterschiedlichen Anfangsbuchstben, die auch keiner logischen Gruppe zugeordnet werden können (also: verschiedene Bereiche) doch eher nicht. Zum Glück war es aber recht egal, eben weil das Dokument so vertraulich ist, hatte ich es noch zusätzlich zugriffsgeschützt, so dass es sich auch nur auf dem Rechner von zwei Personen (eben dem Kollegen aus New York und mir) öffnen lässt. Bisher fand ich das immer sehr unnötig und habe es nur getan, weil es halt so angeordnet ist. All hail dem unbekannten Anordner, ich danke ihm von Herzen und werde nie mehr über diese zusätzlichen Klicks jammern (oder halt erst in 2-3 Jahren wieder, wenn ich den Schreck vergessen habe).

    Dann war heute noch der alte Oberchef im Büro:

    Oberchef: Frau N., schöne Weihnachten, ab heute habe ich Urlaub!

    Frau N: Sie haben immer Urlaub, Sie sind in Rente!

    Oberchef: Das hätte ich vorher auch nicht gedacht, dass mir Ihre Flapsigkeit mal fehlt!


    Den Nachmittag verbrachte ich mit viel Nachdenken und Aktualisierung meiner Notizen für die Jahresendgespräche - ich hatte ungefähr im September das letzte Mal nachgefasst, ein paar Dinge wäre ich gern gründlicher angegangen. Nunja, ist wie es ist, ich bin noch nicht ganz durch aber schätze, etwa 50% des Geplanten/Angedachten konnten wir umsetzen und 30% haben sich von selbst erledigt, bleiben 20% an Fehlgeschlagenem, Verschludertem, zeitlich nicht Geschafftem.

    Kurzer Einkauf nach Feierabend, dann kochte ich eine sehr leckere Suppe aus gebackenem Blumenkohl, gebackenen Karotten, Hummus und Mandeln. Dazu frisch aufgebackenes Brot mit Butter, sehr gut alles.

    DOzember-Erledigung: Paket pünktlich zur Post gebracht und eine Überweisung getätigt.

     
     
    :-)

    Kommentar beantworten

    November seit 5048 Tagen

    Letzter Regen: 17. Januar 2020, 11:26 Uhr