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    Donnerstag, 14. März 2019

    Oberchef: Frau N., welchen Raum soll ich denn eigentlich nehmen, wenn ich aus meinem Büro ausziehe?

    Frau N: Welchen Raum möchten Sie denn nehmen?

    OC: Es wäre schon gut, wenn mein Schreibtisch reinpasst. (Anmerkung: der Schreibtisch vom Oberchef ist riesig.)

    Frau N: Sie liefen ja neulich schon mit dem Zollstock hier herum, was ist denn dabei herausgekommen?

    OC: Nichts, es saßen überall Mitarbeiter, da konnte ich nichts ausmessen.

    Frau N: Bleiben Sie doch einfach in Ihrem Büro, es besteht ja keine Notwendigkeit, umzuziehen.

    OC: Na das ist doch nicht angemessen.

    Frau N: Wer sagt das?

    OC: Ich sage das. Ich kann nicht im Ruhestand sein und das beste Büro im Haus haben.

    Frau N: Ich weiß ja nicht, ob es angemessener ist, wenn das beste Büro im Haus leer steht oder wenn ich da vier Praktikanten reinsetze, denn das muss ich tun, wenn Sie in einen anderen Raum ziehen möchten, in den Ihr Schreibtisch passt - der passt nur in einen der großen Räume, und das sind die Praktikantenbüros.

    OC: Frau N, Sie werden garantiert keine Praktikanten in mein Büro setzen, das versichere ich Ihnen!

    Frau N: Dann bleiben Sie doch einfach da drin, warum ist dieses Gespräch so kompliziert?

    OC: Ich finde, das macht einen komischen Eindruck, wenn ich diesen Raum blockiere, obwohl ich gar nicht mehr so häufig da bin.

    Frau N: Aber Sie blockieren ihn ja nicht, er wird doch nicht benötigt. Wenn Sie ihn blockieren, sage ich es Ihnen schon!

    OC: Das sagen Sie mir dann? Wie sagen Sie mir das denn dann?

    Frau N: Dann sage ich "Herr Oberchef, ich muss mit Ihnen über die Raumverteilung sprechen, wir haben einen Engpass und Sie hatten mir Anfang 2019 signalisiert, dass Sie flexibel sind."

    OC: Das ist gut!

    Frau N: (rollt mit den Augen) Schön!

    OC: Dann machen wir es so.

    Frau N: Schön!!

    OC: Nächste Woche sprechen wir dann über meinen Parkplatz! (geht weg)

     
    Will er etwa den Parkplatz den Praktikanten geben?
     
    Der Mann hat zu viel Zeit.
     
    Ich vermute, er fremdelt noch etwas mit seinen neuen Rollen.

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    Hat der Oberchef eigentlich kein Zuhause oder warum muss er im Ruhestand noch im Büro antreten?
     
    Ich freue mich ja immer sehr, etwas vom Oberchef zu lesen, genauer: Ihre Dialoge zu lesen (denn ich ahne, dass seine Dialoge mit anderen Menschen nicht annähernd so auf Augenhöhe verlaufen und unangenehmer zu lesen wären). Der neue Oberchef scheint noch zugeritten werden zu müssen, oder hat vielleicht noch nicht verstanden, wie das mit der Augenhöhe geht? – Egal, jedenfalls sind diese Blogeinträge eine wunderbare Frühstücksbegleitung, danke dafür.
     
    @geschichtenundmeer stellen Sie sich vor, Sie arbeiten seit Jahrzehnten selbstbestimmt etwas, das Sie wirklich begeistert, verbringen damit Ihre gesamte Zeit, sagen wir 70-80 Stunden pro Woche. Ich finde es naheliegend, dass da eine Vollbremsung schwer fällt.

    @kiki über den Nachfolger vom Oberchef denke ich momentan viel nach. Ich muss ihn noch studieren.

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    Ich hatte in meinem Berufsleben eine Menge Oberchefs und fand sie eigentlich alle etwas beknackt. Wie mir scheint, hat sich diese Eigenschaft fortgesetzt.
     
    Ich finde ja alle Menschen ein bisschen beknackt, aber das macht den Reiz aus.

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