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    Dienstag, 13. Juni 2017

    Unglaublich, wie eine Person allein (also ich) so müde sein kann, von Nichts im Grunde. Da habe ich letzte Nacht ausgezeichnet geschlafen und dann heute einfach von 11 Uhr bis 14:30 Uhr nochmal, tief und fest.

    Die einzigen, die hier noch mehr schlafen, sind die Katzen. Die schlafen nur noch. Heute sogar aneinandergekuschelt, das machen sie sonst nie. Der Kater im Halbschatten, je zwei Beine baumelten die verschiedenen Seiten der Sofalehne hinab, die Katze auf einem Deckenstapel daneben, in der Sonne, alle vier Pfoten ausgestreckt und unter dem Bauch des Katers vergraben. Ich hätte das gern fotografiert, aber ich bin ja auch gleich wieder eingeschlafen.

    Vielleicht ist hier auch was im Wasser.

    Montag, 12. Juni 2017

    Heute auch wieder sehr, sehr viel gelernt, hätte ich allerdings lieber gar nicht so genau wissen wollen.

    Jetzt bin ich echt müde.

    Sonntag, 11. Juni 2017
    Blogging on Demand - Was hast du als letztes gelernt

    Diese Frage fand ich besonders spannend, deshalb habe ich sie bis zuletzt aufgehoben, um noch ein bisschen länger darüber nachdenken zu können.

    Ganz konkret zuletzt habe ich heute die Namen der Golfstaaten, ihre Lage und ganz grob ihre Rahmendaten gelernt. Damit kannte ich mich nämlich bis vorhin noch nicht so richtig aus, jetzt aber schon und für mich ist es einfacher, Zeitungsartikel zu den Regionen zu verstehen, wenn ich ungefähr weiß, was wo und wie ist, deshalb habe ich das nachgeschaut.

    Auch heute habe ich ganz generell die Struktur der Serie "Dr. Who" verstanden, da fragen Sie sich vielleicht, wozu das gut sein soll, fragen Sie einfach nochmal, wenn Sie bei Günther Jauch auf dem Stuhl sitzen und es eine Frage dazu gibt und Sie mich anrufen.

    Und wie man das englische Wort "usurer" ausspricht habe ich heute gelernt. Man kann sich da im Englischen ja nie so sicher sein, und diesem Wort bin ich (bewusst) bisher tatsächlich nur auf Papier begegnet, das fiel mir heute auf, also habe ich das auch nachgeschaut.

    Ich finde, ich lerne jeden Tag Neues. Manchmal sind es Kleinigkeiten, über die ich mich häufig aber mehr freue als über große Erkenntnisse. Ganz begeistert habe ich zum Beispiel in der letzen Zeit zwei neue Wörter gelernt, also in Sprachen, in denen ich nicht ständig damit rechne, mir unbekannten Wörtern zu begegnen. Das eine war "Petrichor", auf Twitter gelernt. Das andere "foam peanut", in einem Buch gelernt. Und einen Begriff: Generation Snowflake. Kannte ich auch noch nicht.

    Sehr, sehr viel Neues lerne ich auch immer im Büro. Vielleicht gehe ich deshalb recht gern dorthin. Ich befasse mich dort so ungefähr die Hälfte meiner Zeit mit Fragestellungen, von denen ich nicht die geringste Ahnung habe, aber ich habe Zugriff auf ein Netz aus Fachleuten aus verschiedenen Ländern - Steuer- und Finanz- und Sozialversicherungsexperten, Anwälte, Immigration Services und so weiter so dass ich das, was ich wissen muss, an den verschiedenen Stellen einsammeln, zusammenfügen und aufbereiten kann. Das sind fast nie Angelegenheiten, die für mich privat irgendeine Relevanz haben. Aber ich liebe es zu verstehen, wie Dinge funktionieren.

    Samstag, 10. Juni 2017
    Blogging on Demand - Papier

    Frau Kaltmamsell wollte gern wissen, wie ich mit meinen privaten Papieren umgehe.

    Ich habe natürlich säuberlich beschriftete Ordner für Dinge wie "Versicherung", "Geld", "Wohung" etc. im Schrank. Nur benutze ich die seit ungefähr 10 Jahren nicht mehr.

    Aber zurück zum Ausgangspunkt - wie kommt Papier in die Wohnung. Da gibt es den Fall "Briefkasten" und den Fall "man schleppt es ein". Briefkasten ist einfach. Ich sortiere sofort unten am Haus. Was ich nicht brauche (98%) werfe ich sofort in den Müll, den Rest stecke ich in meine Tasche und befasse mich damit, wenn ich das nächste Mal in einer Telefonwarteschleife hänge (kein Scherz). Meist sind es ja Rechnungen, die nur rasch überwiesen werden müssen. Oder es sind Dinge, die aufbewahrt werden müssen.

    Für Dinge, die aufbewahrt werden müssen, habe ich eine Kiste/Karton/Mappe - was sich gerade am Jahresanfang gefunden hat. Ende letzten Jahres bekam ich mal was aus dem Büro in so einem Ding nach Hause geliefert und habe diese Verpackung weiterverwendet - ich muss sagen, das ist das optimale Aufbewahrungsdings, denn es ist größer als A4, man kann also alles einfach hineinwerfen. Außen drauf schreibe ich die Jahreszahl. Da werfe ich dann wirklich alles hinein (auch kein Scherz). Die Kiste des aktuellen Jahres steht im Büro, denn dort verbringe ich sagenhaft viel Zeit in Telefonwarteschleifen.

    Wenn dann im nächsten Jahr die Steuererklärung fällig ist, schaue ich einmal alles durch. Ich suche das, was für die Steuer wichtig ist, heraus und nehme außerdem die Sachen raus, die ansonsten irgendwie mal von größerer Bedeutung sein könnten (Sozialversicherungsmeldung zum Beispiel, Kaufrechnung vom Auto, Zeugnisse und so). Alles andere bleibt drin, der Karton wird 5 Jahre aufbewahrt und wird dann vernichtet.

    Die wichtigen Sachen packe ich in einen Briefumschlag und schreibe die Jahreszahl und "wichtig" darauf. Meine Illusion ist immer, das sich diese Sachen eines Tages in die Ordner im Schrank hefte. Kam aber in den letzten 8 Jahren nicht vor, ich habe also 8 A4-Briefumschläge mit "wichtig" zu Hause im Schrank liegen, auf den beschrifteten Ordnern. Damit kann ich auch gut leben.

    Ganz ehrlich habe ich in den letzten Jahren so gut wie nie - ich würde behaupten, seltener als 1x pro Jahr - irgendwas aus einer 5-Jahres-Kisten oder aus den "Wichtig"-Umschlägen noch benötigt. Das bestärkt mich in meiner Ansicht, dass das geordnete Abheften absolute Zeitverschwendung wäre. Die Kiste von einem Jahr durchzuschauen dauert maximal 15 Minuten. Jedes Papier genau anzuschauen und in den richtigen Ordner zu heften dauert über das Jahr - fragen Sie mich nicht, ich weiß es nicht, aber ich vermute sehr, länger als 15 Minuten.

    Ich nenne dieses Verfahren übrigens "chronologische Ablage".




    Nachtrag zur Papiernesterfrage: auf dem Küchentisch sammelt sich ab und an ein kleiner Stapel, den ich gerade in Gebrauch habe - der aktuelle Gesangsstundensongtext, ein Zeitungsartikel, den ich noch lesen will, eine Karte, die ich noch schreiben will. So etwas. Und auf dem Küchenblock ist manchmal ein kleines Nest von Herrn N. Andere aktuelle Dinge wie Konzertkarten, der Schulspeiseplan und so weiter hängen am Kühlschrank.

    Freitag, 9. Juni 2017
    Blogging on Demand - Wäsche

    Weil mir im Moment überhaupt gar nichts einfällt, habe ich (mal wieder) auf Twitter gefragt, worüber ich bloß bloggen könnte. Vorgeschlagen wurden drei fesselnde Themen: was ich als letztes neu gelernt habe, wie ich Wäsche mache und wie ich mein privates Papierzeugs verwalte. Machen wir also wieder ein bisschen Blogging on Demand.

    Heute: Wäsche. Weil Wochenende ist und ich wasche ja ausschließlich am Wochenende.

    Das ist so, seit ich letzten Herbst befand, dass mir so einiges viel zu anstrengend ist. Ständig irgendwas Waschen zum Beispiel. Natürlich ist es nicht so, dass ich jetzt insgesamt weniger waschen würde, die Menge ist gleich. Aber das Waschen breitet sich nicht mehr aus wie eine gruselige alienhafte Masse, die aus einem Raumschiff heraus einen Dachboden kontaminiert hat und von da aus unaufhaltsam den gesamten Planeten überzieht.

    Ich bin ja sowieso eine große Freundin davon, Dingen eine Zeit zuzuweisen. In der Art von "darüber mache ich mir jetzt von 19:00 - 19:23 Sorgen und danach lese ich ein Buch". Oder dass ich im Büro zwischen 10 und 11 Uhr die unangenehmen Dinge erledige. Und so mache ich eben nur noch am Wochenende Wäsche. Das gibt mir das Gefühl, alles im Griff zu haben.

    Der Restfamilie wurde das kommuniziert, natürlich steht es auch jedem frei, ganz nach Belieben Dinge selbst zu waschen, das kommt auch häufiger vor aber damit befasse ich mich dann nicht. Ich wasche - je nach Wochenendplänen - zwischen Freitagabend und Sonntagnachmittag, meistens sind es 4-6 Maschinen (60°, empfindliches Zeug dunkel, empfindliches Zeug hell, 2x unempfindliches Zeug/Sportklamotten, ggf. noch separat Bettwäsche/Decken/Katzenzeug). Ich benutze ausschließlich Kurzprogramme - so richtigen Dreck haben wir hier selten, da muss nichts 2,5 Stunden und länger herumgewaschen werden.

    Dann wird alles aufgehängt (auf zwei Wäscheständer und teilweise auf Bügel / an die Türen), Dienstags ist dann alles trocken, also jedenfalls zu 90% im Jahr, nämlich entweder durch Heizung oder durch Balkonwärme, es gibt nur ein paar seltene Zwischenwochen, in denen die Heizung schon aus ist und es ansonsten noch nicht warm genug ist, da hat man dann halt vorübergehend mal etwas weniger anzuziehen.

    Ich lege dienstags Wäsche zusammen bzw. weise das Zusammenlegen an (wobei ich meine Büroklamotten ausschließlich selbst zusammenlege, das muss man mit der richtigen Mischung aus Entschlossenheit und Exaktheit tun, da ich ja aus Prinzip nicht bügele). Dienstags hat niemand in der Familie einen fixen Abendtermin, daher passt das gut. Und noch besser passt es, weil mittwochs ja geputzt wird. Da sind dann die Wäscheständer wieder verräumt und das Staubaufwirbeln durch das Zusammenlegen ist vorbei, es wird geputzt und Mittwoch bis mindestens Freitagabend sind dann haushaltstechnisch die allerbesten Tage der Welt.

    Sehen Sie, so ist das. Wirkt aufgeschrieben etwas zwanghaft, aber funktioniert für mich sehr gut.

    November seit 4114 Tagen

    Letzter Regen: 29. Juni 2017, 06:37 Uhr