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    Mittwoch, 25. Mai 2016
    Just my 2 cents

    Kassiererin: 3,67 Euro!

    4 kleine Jungs: geben eine Handvoll Kleingeld

    Kassiererin: Das sind nur 3,65 Euro!

    4 kleine Jungs: (gucken groß)

    Kassiererin: Was sind denn 99 Cent und 1,89 Euro?

    Junge 1: 2,88 Euro?

    Kassiererin: Ist das eine Frage oder eine Antwort?

    Junge 1: Eine Antwort.

    Kassiererin: Aha. Dann sag das auch wie eine Antwort. Und dazu 79 Cent?

    Junge 1: (überlegt)

    Kassiererin: Na Du bist ja kein Mathe-As!

    Junge 2: 3,67 Euro.

    Kassiererin: Und warum sind das hier nur 3,65 Euro?

    Junge 2: Oh. Da haben wir uns vertan.

    Kassiererin: Dann krieg ich jetzt wohl noch 2 Cent!

    Junge 1: Aber wir haben nur das (zeigt auf das Kleingeld)

    Kassiererin: Na. Und jetzt?!

    Frau N: Jetzt geb ich Ihnen 2 Cent und dann machen wir alle wieder das, wozu wir hier sind. Wir Sachen einkaufen, Sie kassieren.

    Kassiererin kassiert, Jungs gehen weg.

    Frau dahinter: Das finde ich jetzt nicht in Ordnung!

    Frau N: (bezahlt)

    Frau dahinter: He, Sie! Das finde ich jetzt nicht in Ordnung!

    Frau N: Ja, das hab ich gehört.

    Frau dahinter: Ja und was sagen Sie dazu?

    Frau N: Im besten Falle gar nichts.

    Frau dahinter: Dass Sie den Kindern da einfach 2 Cent geben. Das ist nicht in Ordnung! Das waren auch alles nur Süßigkeiten!

    Frau N: Mhm.

    Frau dahinter: Ja können Sie auch antworten, wenn ich Sie anspreche?! Ich finde das nicht in Ordnung!

    Frau N: Ja, das ist bei mir angekommen, danke für Ihr Feedback.

    Frau dahinter: Die müssen das auch mal lernen, dass man nicht ALLES haben kann! So geht das im Leben nicht. Man kriegt nicht immer alles geschenkt!

    Frau N: Möchten Sie auch 2 Cent von mir?

    Frau dahinter: Also das ist ja eine Unverschämtheit! (regt sich fürchterlich auf)

    Frau N: (geht schulterzuckend weg)

    Dienstag, 24. Mai 2016
    Müde, müde, müde

    Ich frage mich jetzt,, was anstrengender ist: einen cholerischen Anfall haben oder einen unterdrücken.

    Montag, 23. Mai 2016
    Vierersitz

    Im Vierersitz der Bahn heute neben mir eine Frau und gegenüber ein Mann, grob mein Alter, ein bisschen zerzaust und leise sprach er mit sich selbst die ganze Zeit, nur wenn er hochschaute und die Blicke sich trafen fiel man ihm irgendwie in die Augen. Schwer zu erklären. Nicht vereinahmend, auch nicht unbedingt unangenehm aber doch sehr rückhaltlos. Blaue Augen, relativ kleine Pupillen, er kratzte sich unablässig an einem Finger, vielleicht auch Drogen oder irgendwelche Medikamente, ich weiß es nicht, aber zapp, schon wieder in die Augen gefallen, keine Barriere darin. Verwirrend.

    Dann kam eine weitere Frau zu uns, mittelgroß, mittelschlank, kurze schwarze Locken, unauffällige Gesichtszüge, trotzdem total präsent, alle schauten sie an, während sie sich hinsetzte und sie nahm ein Buch heraus und wir schauten sie weiter an und sie begann zu lesen und wir schauten sie weiter an und dann sagte die andere Frau: "S? Kennst du mich nicht mehr?" Die Lockenfrau blinzelte, die andere erklärte, woher sie sich kannten (beruflich) und gab ihr die Hand, die Lockenfrau erinnerte sich und nahm die Hand ihn ihre beiden Hände und wandte sich zu und sie begannen ein Gespräch. Und das dabei so irritierende war: die beiden Frauen unterschieden sich nicht großartig in Kleidung oder Figur, die "weitere Frau" war vielleicht sogar eher die konventionell hübschere und definitiv die, die im Gespräch die interessanteren Sachen sagte, aber trotzdem war es unmöglich, sie irgendwie wahrzunehmen, ich weiß jetzt schon nicht mehr, wie sie aussah oder in welchem Tonfall sie sprach, weil die Lockenfrau so unglaublich präsent war, als wäre ein Scheinwerfer über ihr installiert und alle anderen versinken im Schatten.

    Sobald ich von der Lockenfrau wegschaute, fiel ich wieder in die Augen des Selbstgesprächlers, hangelte mich dann an der Präsenz der Lockenfrau wieder hervor, nur um dann wie ein Magnet an ihr zu kleben, mich mühsam zu lösen und wieder in die Augen des anderen zu fallen. Eigentlich wollte ich ja lesen. Ich war ziemlich froh, als ich aussteigen musste - selten so anstrengend Bahn gefahren. Das mit der mentalen Abrenzung von völlig Fremden übe ich noch.



    (Wichtig: bis 6.6. nichts mehr über Vierersitze schreiben. Viel zu schwierig zu malen...)

    Sonntag, 22. Mai 2016
    Kein Einzelzimmer

    Nicht nur hatte ich kein Einzelzimmer, sondern wachte heute morgen auch noch neben einer Frau auf, von der ich noch nichtmals den Namen wusste. Die D. hatte keine Lust gehabt, sich mit irgendwelche Befindlichkeiten der Mitreisenden auseinanderzusetzen und die Zimmerschlüssel einfach einmal gut durchgemischt. Und da meine Zimmernachbarin sehr früh schon schlafen ging, hatte ich sie noch gar nicht kennengelernt.

    Dem vorangegangen war ein Tag, an dem alle Beteiligten mehrmals so sehr gelacht haben, bis jegliches Make-up komplett ruiniert war. Am Ende musste man nur noch verschiedene Wörter sagen oder Geräusche machen und alle lagen hysterisch lachend am Boden.

    Ich weiß nicht, ob es am Alter liegt- zwischen mir und der D liegen gut 10 Jahre - aber die Truppe der D. ist wirklich speziell: die verbiegen sich für nichts und niemanden mehr, aber haben dabei eine enorme Großzügigkeit und Menschenliebe. Und das ist ein großes Glück - an denen kommt nämlich niemand mehr vorbei, außer, sie lassen es zu.

    Vielleicht nehmen sie mich ja beim nächsten Ausflug wieder mit.


    Samstag, 21. Mai 2016
    Out of town

    Ich mache heute einen kleinen Ausflug mit ein paar Freundinnen.

    November seit 4985 Tagen

    Letzter Regen: 16. November 2019, 21:15 Uhr