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    Mittwoch, 14. März 2007
    Fragmente

    • Plötzlich, am frühen abend, ein jäher aber umso heftigerer Sympathiemoment für Faust.
    • Die immer wieder überraschende Erkenntnis, mich - ungeplant und ungewollt - selten so deutsch (und interkulturell inkompetent) zu fühlen wie am Arbeitsplatz. Nicht in irgendeiner Form wertend, nicht an positive/negative Stereotypen geknüpft sondern ganz allgemein, als zugrundeliegende Eigenschaft. Befremdlich.
    • Seit dem Wochenende einen Ohrwurm vom Wort "sacht" in Verbindung mit heftigen ethymologischen Überlegungen zu sanft/sacht/zart.
    • These: Ein Buch, bei dem der Drang, vorwärts zu spicken nicht unüberwindbar wird, ist kein wirklich gutes Buch. Bei den allerbesten geschieht dies auch noch beim 2. und 3. Lesen.
    • Wenn jemand hier per Search Request eine "Frau im Zug" sucht, fällt mir da zumindest ein deutlich besser geeigneter Ort ein!
    • Curiosity killed the cat: Minikaltwachsstreifen als Werbegeschenk erhalten. Einfach mal ausprobiert. Also an mir, nicht anner Katz. Akuter Agressionsschub. Wer um Himmels Willen kauft sowas??
    • Chef möchte demnächst den Unterschied zwischen "eigenständig" und "eigenmächtig" besprechen. Ob das linguistisch gemeint ist?
    • Kaufrauschartig eine Vielzahl an Kleinstgeschenken fürs Kind gekauft. Schade, dass gerade keine Adventskalenderzeit ist.

    Montag, 12. März 2007
    Meer



    Mehr Meer in den Kommentaren.

    Donnerstag, 8. März 2007
    Kurzschlussfristig

    Denn ich brauch freie Sicht, ich weiss ich leb umsichtig,
    Mir ist nicht viel wichtig, nur eins folgt mir nicht.
    Ich bitt dich nicht mit mir zu gehn heißt das eine,
    Reisen ist gesund, ich hau ab und zieh Leine,
    Und ihr seht mich als Punkt, am Horizont verschwinden,
    Um ein Stück weiter hinten mich selbst zu finden...
    (Thomas D. - Rückenwind)



    Manchmal geht es einfach nirgendwo weiter. Nur Geröll und Gestrüpp. Here nis but wildernesse. In dieser Wildnis, wo nichts offensichtlich ist, nichts vorgegeben ist, ist endlich alles möglich. Denn manche Wege entstehen erst beim Gehen, direkt beim Gehen. Einen Fuß vor den anderen, wo der Fuß ist, ist der Weg. Wie ein silberblau leuchtendes Band lasse ich ihn hinter mir, für andere, für ein anderes Mal.

    Vielleicht würde sich sogar das Meer vor mir teilen, aber ganz so weit muss es gar nicht sein. Die Küste reicht schon. Noch ist hier Geröll und kein Weg, aber ich werde übers Wochenende ans Meer fahren, habe ich gerade beschlossen.

    Ich, unbedingt, allein.

    Mittwoch, 7. März 2007
    Tintinnabulum

    Beim Gründeln nach Halspastillen in der Handtasche lustige Klingelgeräusche verursacht und diese unbewusst dem Schellenkranz zugeordnet, den ich ums Fußgelenk trage. Unter der merkwürdigen schwarzen Gewandung, die möglicherweise mein Hausanzug ist. Die Glöckchen drückten nur immer so gegen den Knöchel, war etwas zu eng. Wie bitte? Ach so, das war heute Nacht im Traum. Da hatte ich den festen Vorsatz, mir endlich ein richtiges Kostüm für "derlei" (?) Gelegenheiten zuzulegen um nicht immer auf Behelfe zurückgreifen zu müssen und mich darin unwohl zu fühlen.

    Wenn ich herausgefunden habe, was in meiner Handtasche so klingelt, schaue ich bei Ebay nach einem Wohlfühl-Kostüm für jede Gelegenheit.

    Montag, 5. März 2007
    SAND

    ...steht quer über meinen Tischkalender, der auf dem Büroschreibtisch liegt. Die Handschrift ist meine. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, was ich mir damit sagen wollte.

    Sand.

    Das ist ähnlich wie mit den alten Russischklausuren. Alles meine Handschrift, Seite um Seite, hübsch gegliedert und gut benotet - mit Mühe kann ich die Schrift noch zu Lauten umbilden, aber ich versteh kein Wort.

    Sand?

    Doofer Kopf.

    Sonntag, 4. März 2007
    Wittgenstein 2.0

    Wovon man nicht reden kann, darüber muss man bloggen.

    Samstag, 3. März 2007
    Sprachprobleme

    Kann mir mal irgendjemand sagen, was "ig" heißt??

    Und - bin ich zu alt oder ist das was Regionales?

    Danke.

    Freitag, 2. März 2007
    Und dann wieder...

    die Angewohnheit mancher Leute, in allen Räumen das Licht brennen zu lassen - außer in einem, nämlich in dem, in dem sie sitzen und auf den Fernseher starren.

    Nervt mich.

    [edit:

    Auch nerven mich: Leute, die ihre Kippen und Tabletten auf dem Küchentisch liegen lassen. Ja, hier ist ein Kleinkind anwesend und nein, ich habe es nicht jede Minute am Tag unter Beobachtung.

    Kein guter Tag für Besucher heute.

    Weg, weg, alle weg!!!]

    Montag, 26. Februar 2007
    Thank you for the music

    Damals, so etwa in der 8. Klasse, hatten wir die Tische in "U-Form mit Tischen drin" stehen, und ich saß an so einem "Tisch drin" und er an dem U seitlich zu mir. Ja, das muss in der 8. Klasse gewesen sein, denn spätestens ab der 9. saß ich natürlich nur noch ganz hinten, klar, und fuhr auch im Bus nur ganz hinten und in der Bahn nur im letzten Abteil, logisch.

    Also - er war jedenfalls damals schon irre groß und hatte eine weißblonde Mähne, sah irgendwie aus wie Fuchur aus der unendlichen Geschichte, fand ich immer (habe es zum Glück nicht gesagt, meine Logorrhöe trat erst später so verstärkt auf). Spätestens jeden zweiten Montag in der zweiten Stunde fuhr er seinen (überdimensionalen) Zeigefinger aus und tippte mich damit mehrfach schmerzhaft am Schlüsselbein an, bis er meine Aufmerksamkeit hatte. "Eh - was hörst Du denn so für Musik?", fragte er dann.

    Ich hatte damals keine Antwort auf diese Frage. Ich habe heute keine Antwort auf diese Frage. Ich habe mir in meinem bisherigen Leben willentlich lediglich drei Musikmedien angeschafft, der Rest meiner (wenig umfangreichen) Musiksammlung wurde und wird mir von mehr oder minder an mir verzweifelnden Freunden geschenkt. Herzlichen Dank an dieser Stelle.

    Am Sonntag kommt er zu Besuch. Ich werde ihm dann den Soundtrack meines Lebens (gesehen bei Frau Schneeelch) erklingen lassen.

    Vorspann RHCP - Californication
    Aha?

    Aufwachsen: Dire Straits - Walk of Life

    Kommt hin. War alles sehr beschwingt.

    Schulzeit: Grönemeyer - Bochum
    Naja. Wer wohnt schon in Düsseldorf...

    Verlieben: Dire Straits - Romeo and Juliet

    You promised me everything, you promised me thick and thin...
    Hach, wie "ramontisch" (c)Chauvi

    Das 1. Mal: Sportfreunde Stiller - '54 '74 '90 2010

    Jetzt halten mich die Stamm-U-Bahn-Fahrer für noch irrer als bisher, denn ich hab mich die ganze Fahrt nicht mehr eingekriegt.
    Wir haben nicht die größte Spielkultur, sind nicht grad filigran, doch wir haben Träume und Visionen und in der Hinterhand nen Masterplan.
    *kicher*. Ja. Wir haben viel gelacht.

    Schluss machen: Siouxsie and the Banshees - Ornaments of Gold

    To warm my soul from the growing cold.
    Genau.

    Abschlussball: Deep Purple - Smoke on the water
    Ja. Das lief da auch.
    We ended up at the grand hotel
    It was empty cold and bare
    But with the rolling truck stones thing just outside
    Making our music there
    With a few red lights and a few old beds
    We make a place to sweat
    No matter what we get out of this
    I know well never forget
    Smoke on the water, fire in the sk
    y

    Leben: Billy Idol - White Wedding

    Aha. It's a nice day to start again.

    Nervenzusammenbruch: Huracan Paquito - Princesa del Tiempo
    Hm. Nee. Das ist was anderes. Oder vielleicht doch. Aber dann ist das ne lange Geschichte.

    Autofahren: Police - Message in a bottle
    Passt. I'm sending SOS to the world.

    Flashback: Guns 'n Roses - Knockin' on Heaven's Door

    Definitiv. Was ist mit Flashback gemeint? Themenwechsel.

    Wieder zusammenkommem: Heroes del Silencio - Maldito Duende
    ...que no me arrepiento de lo de ayer.

    Hochzeit: Metallica - Nothing else matters
    Keine Worte nötig.

    Erstes Kind: Police - Every breath you take

    Also das ist schon ein bisschen übertrieben!

    Endkampf: Lightning Seeds/Baddiel/Skinner - Three Lions (Football's coming home), '98er Version

    *kecker*
    It could have been all
    Songs in the street
    It was nearly complete
    It was nearly so sweet


    Todesszene: Dire Straits (schon wieder??) - Money for Nothing
    Da kann ich mir keinen Reim drauf machen.

    Beerdigung: Genesis - Carpet Crawlers
    Theres only one direction in the faces that I see;
    Its upward to the ceiling, where the chambers said to be.
    Like the forest fight for sunlight, that takes root in every tree.
    They are pulled up by the magnet, believing theyre free.
    The carpet crawlers heed their callers:
    Weve got to get in to get out
    Weve got to get in to get out
    Weve got to get in to get out.

    Skurril.

    Abspann: Guns 'n Roses - Don't Cry
    Ah. Dramatisch. Man wird es wohl überleben.

    Sonntag, 25. Februar 2007
    Weitere Experimente

    Ob man - wenn man eine größere Anzahl an Spiegeleiern relativ zeitgleich benötigt - diese in einer gut gefetteten Muffinform im Backofen zubereiten kann? Backeier, sozusagen?

    Erfahrungswerte, jemand?

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