• Privatbloggen an: novemberregen @ proton.me
    Mittwoch, 6. Dezember 2006
    Gerade

    Riesenstapel Dokumente sortiert. Über 40 Stapel strategisch auf dem Fußboden verteilt. Dringendes Frischluftbedürfnis entwickelt. Fenster geöffnet.

    Sowas sieht man sonst nur im Film...

    Lachen oder heulen??

    Dienstag, 5. Dezember 2006
    Welches Essen wann und wo

    Frau Gutemine möchte alles von mir wissen!! Zunächst habe ich einen ziemlichen Schrecken bekommen und befürchtet, in den Keller gehen und ein paar Leichen exhumieren zu müssen. Aber dann fing sie doch erstmal ganz harmlos an und wollte nur wissen, welche Gerichte ich mit folgenden Orten und Begebenheiten verbinde:

    Freibad: trockenes Brötchen und später dann Pommes mit einem ganz merkwürdigen Ketchup...

    Skihütte: Müsli

    Urlaub:
    Früher, mit den Eltern: Blaubeerpfannkuchen. Im Urlaub allein: Brot mit Senf

    Bei Mutti:
    Blumenkohl mit heller Soße und Frikadellen und auf jeden Fall und immer Nachtisch. Quark nämlich, mit Obst.

    Bei Krankheit: Erdbeeren - egal ob Saison oder nicht, wenn Prinzesschen krank war hat Papa immer Erdbeeren herangeschafft :-)

    Liebeskummer: Nichts

    Unterwegs:
    Käsebrötchen

    Restaurant: Indisch

    Als Kind:
    Erbsen aus der Dose und sonst sehr, sehr wenig

    Niemals: Öh. Da bin ich vorsichtig. Man könnte ja was verpassen. Niemals gibt es nicht. (An Eltern von Kindern die nur Erbsen aus der Dose essen - nur Mut, Sie sehen, das kann sich ändern, ganz von selbst.)

    Immer gerne:
    Häppchen jeder Art. Mundfertiges Obst, Pralinen, kleine Schweinereien wie diese köööööstlichen Oliven in Knoblauch und Chili, die zu Hause nach mir rufen...

    Überraschend gut: Gute Dinge überraschen mich selten *optimist bin*

    Überraschend schlecht
    : Biersuppe. (Was für eine Verschwendung...)

    Für immer mein absolutes Lieblingsessen:
    Ach, so absolut... Pasta mit gegrillten Zwiebeln, Tomaten und Olivenöl.

    Das beste Restaurant,in dem ich war:
    Da gibt es sehr viele, aber ein sehr nettes, in dem ich in letzter Zeit war, ist dieses.

    Ich werfe das Stöckchen an den Herrn Büffel weiter. Ich weiß zwar nicht, ob er hier liest, aber ich muss seit seinen Daunenjackenschneemännern ständig an ihn denken.

    [edit: hatte eine Rubrik vergessen, deshalb steht es jetzt nochmal als neu drin...]

    Sonntag, 3. Dezember 2006

    Nie wieder Alkohol.

    Freitag, 1. Dezember 2006
    Weitere (Grätchen)-Fragen

    Bekanntlich gibt es ja keine dummen Fragen, also immer raus damit...

    Warum mein Blackberry in der leeren Gelomyrtolschachtel steckt, kann ich mir beinahe noch erklären - haben doch Schachtel und Holster ein nahezu identisches Format. Und ich habe ja gestern nacht kein Licht angemacht, ich glaube, um die Familie nicht zu wecken.

    Wo die Gelomyrtolkapseln sind? Äh. Nicht im Blackberry-Holster jedenfalls...

    Aber wie kommt ein hartgekochtes Ei in meine Jackentasche?? Übrigens, wenn man ahnungslos in ein hartgekochtes Ei mit zerbrochener Schale in einer Jackentasche greift, fühlt es sich so an, als habe man ein kleines Vögelchen umfasst und ihm sämtliche Knochen gebrochen. Glaube ich - habe ich natürlich noch nie getan, das mit dem Vögelchen.

    Und eine letzte Frage noch. Die wird wohl auch ungeklärt bleiben. Wieso werden zwei paar Kindersöckchen mit acht (8!!!) Metallklammern und vier von diesen Plastikdingern zusammengelinkt? Falls hier zufällig jemand aus der Kindersöckchenverpackngsindustrie lesen sollte - ich glaube nicht, dass das der Fall ist, aber man weiß ja nie, schließlich lesen hier auch täglich Menschen nach, die die Antwort auf die Frage "was soll ich kochen?" suchen. Nebenbei bemerkt und als kleine Anregung an diese Damen und Herren - ich beziehe eine Gemüsekiste, da kocht man das, was gerade drin ist. Aber zurück zu den Socken: Über die Kombination Metallklammern und Kleinkinder muss ich gar nicht sagen, stimmt's? Und die Plastikdinger sehen doch aus wie Gräten, oder? Genau. Und so wirken sie auch, wenn ein Kind sie verschluckt. Eltern möchten sowas nicht im Haus haben. Und wie jeder weiß, pflegt die eine Hälfte dieser Plastikgräten auch stets durch die halbe Wohnung zu springen, wenn man die Socken wüst auseinanderrreißt das Plastikstück sorgfältig durchschneidet. Keine Mutter rutscht gern auf Knieen über den schmutzigen Fußboden, um die fehlende Hälfte vor den oralen Gelüsten des Nachwuchses zu sichern. Und schon gar keine Mutter, die am Vorabend arg feiern war und dennoch um 7 Uhr morgens aufgestanden ist. Offen gesagt, das Geräusch von Sockenplastikgräten auf Parkett führt bei uns feiergeschädigten Müttern zu akutem Kontrollverlust. Merken Sie sich das bitte! Eine einfache Papierbanderole wäre möglicherweise eine Alternative. Vielen Dank.

    Rätselhaft.

    Ich könnte schwören, dass ich auf meinem gestrigen Streifzug durchs Vergnügen in einem Schaufenster einen Adventskalender mit der Werbung "Jetzt 8 Tüchen mehr!!!" sah. Kann mich aber ums Verrecken nicht mehr erinnern, wo das gewesen sein mag. Nicht, dass ich das geträumt oder im Fernsehen gesehen habe? Habe ich gestern noch fern gesehen?? Fragen über Fragen. Gestern fand ich das auch gar nicht merkwürdig. Jetzt schon.

    Montag, 27. November 2006
    Nicht wunschlos

    "Ich möchte noch ein bisschen raus" seile ich mich vom Familienkaffee, zu dem ich hinterrücks eingeladen befohlen wurde, ab. Die Schwiegermutter und die angeheirateten Tanten schauen ein wenig pikiert, ist es doch so schön kuschelig warm drinnen und draußen wird es schon dunkel, und wir sitzen doch hier so nett. Schließlich werde ich mit dem Auftrag, mir doch noch ein hübsches Geburtstagsgeschenk zu kaufen, entlassen.

    Obwohl erst Spätnachmittag ist draußen schon schwarze Nacht, nur oben am Himmel eine blasse Mondsichel. Ich schlendere eine Weile durch das Viertel und schaue durch die erleuchteten Fenster der schönen Altbauwohnungen, vielleicht finde ich ja ein paar Anregungen für Stuck, Lampen und Vorhänge. Schade, dass kein Schnee liegt, aber das Laub aufwirbeln macht auch Spaß.

    Dann erklingt Musik, die mich wie eine Faust in den Magen trifft. Ich bleibe stehen und starre ins Dunkle. Eine halbe Straße weiter steht ein dicker Mann mit Einkaufswägelchen und singt russische Lieder, aus dem Wägelchen ertönt Begleitmusik. Ich verstehe kein Wort aber ich kann nicht weitergehen und es ist anstrengend, nicht auf der Stelle in Tränen auszubrechen.

    Nach einiger Zeit kann ich mich genug sammeln, um mein Münzgeld aus der Tasche zu kramen und es dem Mann mit seinem Wägelchen in die Mütze zu werfen. Der Sänger, ein älterer bauchiger Herr, küsst mir die Hand und murmelt etwas auf Russisch, von dem ich nur das Wort "spasibo" verstehe. Artig fließt in meinem Kopf die Floskel "nje sa schto" aus tiefen Hirnwindungen direkt in den Mund und wird artikuliert. Das Gesicht des Sängers erhellt sich, er nimmt meine Hand zwischen seine und spricht auf mich ein. Ich verstehe nur jedes fünfte Wort, genieße aber den Klang der Sprache. Ich glaube, das Wort "Kakao" zu hören und bemerke, dass ich bereits in das gegenüberliegende Cafe geschoben werde. Ich radebreche etwas von "ja nje ponjala" und "njemnoga russki", aber da sitzen wir schon beim Kakao und er spricht und spricht und spricht. Ich versuche gar nicht mehr, zu verstehen sondern lausche der Sprache wie Musik. Etwa eine halbe Stunde später verabschiedet sich der Sänger mit einer kräftigen Umarmung von mir.

    Ich befinde, dass ich nun wieder über genügend Contenance für eine Fortsetzung des erzwungenen Familienkaffees verfüge und mache mich auf den Rückweg in die unglaubliche Enge einer weitläufigen Wohnung. Ohne einen handfesten Nutzen in Form gekaufter Ware für meinen Ausflug vorweisen zu können werde ich gefragt, was ich bloß die ganze Zeit getan habe. Meine Auskunft, ich hätte mit einem russischen Straßenmusikanten Kakao getrunken wird kurz als offensichtlicher Scherz belacht und dann beiseite gelegt für die wirklich wichtige Frage, was ich mir denn nun zum Geburtstag wünsche. Nichts, was ihr mir geben könntet, lautet meine wahrheitsgemäße Antwort.

    Freitag, 24. November 2006
    Schnipp, schnapp...

    Da Starschnitte ja recht in sind zur Zeit, möchte ich mich auch mal beteiligen:


    Dieses Gestrüpp wird allerdings morgen gestutzt, worauf ich mich seeeeehr freue, denn es ist gar nicht so einfach, Zeit für sowas zu finden.

    Als nächstes gibt es dann irgendwann ein Bild von meinem Fuß in seiner neuen geringelten Zehensocke :-)

    Donnerstag, 23. November 2006
    Zum in die Tischkante beißen!

    • Ich hasse es, wenn in der Bahn ein Kontrolleur kommt, denn meine 7,5 Minuten Bahnfahrzeit brauche ich um mich zu schminken und die Tageszeitung zu überfliegen.
    • Ich hasse es, wenn sich bei der langen Schlange in der Post jemand vordrängt, weil ich den Kinderwagen nicht in die zu Enge Lücke quetschen will und deshalb etwas abwarte, bevor ich weiterschiebe, denn mit quengelnden Kindern in einer Endlosschlange zu stehen ist ganz ehrlich noch nerviger als allein.
    • Ich hasse es, wenn ich um 5 ins Büro komme und kein Kaffee da ist, denn ich brauche den.
    • Ich hasse es, wenn ich bei Amazon einen Gutschein bestelle der "sofort" kommen soll und eine knappe Stunde später ist noch nichts da.

    Mittwoch, 22. November 2006
    Zu gut...

    So, da spreche ich ihm auf den AB dass er sich am Abend wenn alle weg sind mal melden soll, weil ich eine Info für ihn habe, die ich nicht schreiben will (bin ja lernfähig), und er mailt ja, super, danke, unbedingt Worum es geht müsste er wissen, wenn er mal in den Kalender schaut und darauf, was anstand, bevor er sich sein Knie kaputtgefallen hat. Und dann weiß er auch, dass ich mich damit recht weit aus dem Fenster lehne, obwohl ich gar nix davon hab, obwohl nur er und sein Team was davon haben werden. Und verdient haben sie es auch nicht.
    Ja, und ruft er dann zur vereinbarten Zeit an? Nein. Und ich warte noch eine halbe Stunde länger. Aber dann gehe ich doch nach Hause und bekomme jetzt eine Mail, dass er es vergessen hat, und ob das nicht warten kann.

    Naja, von mir aus. Dann halt nicht.

    Montag, 20. November 2006
    ?

    Jever oder Flens??

    edit:
    Wo wir einmal dabei sind:
    Baguette oder Ciabatta??

    Dienstag, 14. November 2006
    Alles muss raus

    "Böse, böse Menschen" murmele ich vor mich hin, während ich auf dem U-Bahnsteig stehe. Eigentlich murmelte das jemand anders, in meinem Kopf, an den ich gerade dachte und ihn in einer bestimmten Situation sah, so dass es irgendwie passte. Tatsächlich kamen die Worte aber aus meinem Mund und die Situation passte ganz und gar nicht. Die Frau neben mir sah mich aus dem Augenwinkel an und schob sich etwas weiter von mir weg. Meine Güte, wieso stehe ich hier und murmele? Die Situation ist so absurd, dass ich laut lachen muss. Die Frau geht ans andere Ende des Bahnsteigs. Jetzt hilft nur noch die Flucht nach vorn. Das Schild an der Rolltreppe hat mich schon immer gestört. "Die Fahrtreppe ist kein Spielplatz für Kinder. Turnen auf den Handläufen verboten" lese ich laut und kommentiere "jaaaa, da seh ich gleich eine Tante Bernhardine vor mir, die mit straff auf dem Atombusen sitzendem jadegrünen Polyesterfeinstrickpulli ihren dicken Finger ausstreckt und mit einem "ts" in der Stimme 'die Fahrtreppe ist kein Spielplatz, Kinder" tadelt. Überhaupt, Fahrtreppe. Und Turnen! Ich bitte Sie!!" Dann vertiefe ich mich in die Zeitschrift "Eltern", die ich für Momente, in denen ich Urlaub von mir brauche, bei mir führe. In der neuesten Ausgabe steht, dass man keinesfalls Parfüm, Pralinen, Socken oder Schwerter zu Weihnachtenverschenken sollte. Das ist einfallslos. Darüber ärgere ich mich, dann ich habe mir Parfüm, Pralinen und Socken gewünscht. Ein Schwert brauche ich tatsächlich nicht, wobei ich "einfallslos" in diesem Zusammenhang nicht für den idealen Ausdruck halte. Auch den gestrickten Fläschchenwärmer für 15, 90 Euro brauche ich nicht, den dasselbe Magazin einige Seiten später als geeignetes Weihnachtsgeschenk anpreist. Ich hätte dann aber doch lieber die Pralinen.

    Bei Geschenken fällt mir dann auch noch etwas ein, das raus muss. Das bislang xxx (hier darf jeder einen passenden Superlativ einsetzen, mir fällt keiner ein) Geschenk des Jahres 2006 war eine Plastiktasche mit Abbildung zweier Engel, die meine Schwiegermutter mir vor einigen Wochen lächelnd überreichte. Ich bin nicht so der Engel-Typ. Ob ich ein Plastiktaschen-Typ bin, möchte ich jetzt nicht ad hoc entscheiden. Jedenfalls findet sich bei mir ansonsten kein Gebrauchsgegenstand, auf dem Engel abgebildet wären. Halt, falsch, ich besitze eine Tasse mit Engeln. Die hat mir aber auch die Schwiegermutter geschenkt. Gerade kommt mir in den Sinn, ob die Gabe von Engelsabbildungen möglicherweise einem bestimmten Zweck dienen soll. Bis vor kurzem, ungefähr bis vor 2,5 Jahren, erhielt ich nämlich meist gerahmte Bildchen von Babys und Kleinkindern von meiner Schwiegermutter. Interessanterweise wird mir heute zur Last gelegt, in nur unzureichendem Maße selbst gerahmte Bilder von Babys und Kleinkindern zu verteilen. Ein bisschen wie früher der Heiligenbildchentausch nach dem Kommunionsunterricht. Womit wir fast wieder bei den Engeln sind.

    Raus muss manchmal auch Ärger. Ich habe heute eine Hälfte einer Flügeltür kaputt geknallt. Das ist nicht schön.

    Ich stelle fest, dass es mir zunehmend schwerer fällt, mit Idioten zurecht zu kommen. Das bezieht sich jetzt nicht auf die Flügeltür, sondern auf... - lassen wir das. Für den Advent nehme ich mir vor, mich in der Tugend der Güte zu üben. Das meine ich ernst. Bis dahin sind es aber noch 18 Tage oder so...

    mmmh...

    ich muss grad mal weiblicher werden ;-)

    Edit:
    Ok, das reicht an rosa (kirsch-oder erdbeerjoghurt) Brille für den Rest des Jahres. Ist ja nicht auszuhalten. Back to normal.

    Darum gings:

    November seit 7348 Tagen

    Letzter Regen: 04. Mai 2026, 22:46 Uhr