"Sich binden lassen von einer Pflicht von dem Augenblick an, da man sie ahnt, ist Teil jener Integrität, die allein zur Verantwortung berechtigt."
Es gibt Tage, da hat man nichts zu sagen.
Und dann gibt es Tage, da hat es einem einfach nur die Sprache verschlagen.
Mir fielen vor einer Woche meine alten Tagebücher in die Hand, die ich dann als Abendunterhaltung während der langweiligeren Fußballspiele (gerade geht mir glaub ich die Grammatik flöten...) gelesen habe. Es ergab ein ganz merkwürdiges Gefühl der inneren Spaltung - einerseits emotional alles exakt nachfühlen zu können und andererseits aus der heutigen Perspektive objektiv(er) zu einer ganz anderen Einschätzung als mit 16/17 Jahren zu kommen.
Und sich genau daran zu erinnern, wie es war, an die eigene Unfehlbarkeit zu glauben.
Meine Güte, Googlemail hat echt einen Hang zur Dramatik... und meine Spam Mails als Konversationen zu bezeichnen, ist dann doch recht pathetisch.
Wie auch immer - mir ist warm und langweilig...
Seit einigen Tagen versuche ich erfolglos, mir ganz legal ein Lied aus dem Internet herunterzuladen. Also tatsächlich mit bezahlen und so.
Ok, als bekennender Fußballfan gebe ich zu, dass es sich um "Football's coming home" handelt und ich das Stück brauche, um es bei jedem mir gefälligen WM-Tor im Büro abzuspielen und meine Kollegen in den Wahnsinn zu treiben (das zählt nicht als kommerzielle Nutzung, gell?). Momentan sieht es aber nicht so aus, als würde das Unterfangen vor WM-Ende noch gelingen.
Beim ersten Versuch scheiterte es daran, der Shop meines Vertrauens (bzw. all diejenigen, die ich ausprobiert habe, bis mir die Lust verging) verlangt, dass auf dem Computer Windows und der Mediaplayer installiert sind. Dies ist bei mir nicht der Fall, wobei ich dennoch nicht verstehe, wieso mich das am Download hindern sollte, denn jegliche Datein kann ich auch wunderbar mit einem anderen Betriebssystem herunterladen, und wie ich das Ganze dann abspiele, sollte doch eigentlich mein ureigenstes Problem sein. Ist es aber nicht. Nun denn. Dass dieser Shop überhaupt erstmal die Software auf meinem Rechner ungefragt überprüft wundert mich ehrlich gesagt nicht, auch wenn mir lieber wäre, es würde mich wundern.
Der zweite Versuch vom Büro aus (mit Windows und Mediaplayer, wunderbar) scheiterte dann daran, dass der Download nur innerhalb Deutschlands gestattet ist. Und obwohl sich mein Büro tatsächlich mitten in Deutschland befindet, läuft der Rechner über einen amerikanischen Server und ist somit im Netz nicht als "deutsch" gekennzeichnet. Nix deutsch, nix download.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es wesentlich leichter ist, das Ganze ohne zu bezahlen zu erledigen...
Da man aber ja seinen Stolz hat, kommt das natürlich jetzt auch nicht mehr in Frage. Bleibt nur, statt dessen selbst zu singen. Die Sache mit dem "in den Wahnsinn treiben" nimmt damit auch eine ganz andere Dimension an...
Da ist so ein junger Mann Mitte des 15. Jahrhunderts Lehrling in einer Färberei. Er wird als ziemlich tölpelhaft und unbeschwert dargestellt, wobei sich im Laufe des Buches herausstellt, dass er das gar nicht ist. Gott sei Dank, denn sonst wäre das alles ziemlich langweilig.
Dieser junge Mann (Claes heißt er übrigens, später Nicholas oder auch Niccolò), nutzt einige Gelegenheiten, die er vorfindet, und schafft sich andere, die er nicht vorfindet, und schafft sich so eine gewisse Stellung in der Gesellschaft und trägt wesentlich dazu bei, dass die Färberei expandiert.
Jo, so ist das. Nicht uninteressant, aber so richtig mitreißend auch nicht...
irrsinnige Kopfschmerzen, und die letzte Paracetamol ist mir beim Öffnen gerade in den (gut gefüllten weil gerade Ekelzeug aus dem Kühlschrank ausgemistet) Mülleimer gefallen.
Such ich die jetzt daraus oder leide ich vor mich hin??
Am Wochenende kam sie zu Besuch. Etwa drei Jahre lang haben wir uns fast jeden Tag gesehen, und wenn es nur ein schnelles Bier am Abend war. Eine Zeit lang hat sie bei mir gewohnt, am Wochenende haben wir grundsätzlich zusammen gekocht. Ausgegangen sind wir miteinander selten, eher jeder einzeln und haben hinterher drüber gequatscht und gelacht. Dann ist sie weggezogen und ich hatte auch viel um die Ohren und plötzlich waren 1,5 Jahre um.
Ich habe mir vorher nicht viel dabei gedacht. Kurz bevor sie da war, hat sie angerufen und ich hab aus dem Fenster geschaut und sie sah noch aus wie immer. Etwas schicker vielleicht. Aber nicht wesentlich anders.
Als sie die Treppe hochkam, war mir leicht mulmig - war ja schließlich doch eine lange Zeit und telefoniert hatten wir auch nur 2-3 Mal in all den Monaten, gemailt etwa ebenso oft. Bei der Begrüßung dann aber jegliche Scheu wie weggeblasen und alles war wie früher.
Dann erstmal Kaffee getrunken und erzählt, was gerade so anlag. Es war nicht nötig, die ganzen Monate "aufzuarbeiten" sondern wir konnten einfach da anknüpfen, wo wir aufgehört hatten, ohne dass irgendwas gefehlt hätte.
Dann musste ich nochmal ins Büro und sie hat in der Zeit eingekauft und gekocht. Dazu gab es dann den Wein und es wurde eine lange Nacht. Auch daran hat sich nichts geändert.
Das ganze Wochenende emotional völlig "zu Hause" gewesen, es gab wirklich keinen Punkt, an dem zwischen uns bewusst geworden wäre, dass sich in diesen 1,5 Jahren letztendlich das ganze Leben verändert hat. Dass ich eben nicht mehr die Studentenbude habe und nur mir selbst gegenüber verantwortlich bin (und mich auch dementsprechend verhalte). Dass ich - so sehr es mir manchmal Angst macht - jetzt eine gar-nicht-Studentenbude gekauft habe, eine kleine Tochter habe, verheiratet bin und einen "ernstzunehmenden" Job habe. Und das alles in 1,5 Jahren.
Ist es möglich, persönlich derart unverändert zu bleiben, wenn die Rahmenbedingungen komplett gekippt werden? Oder bin ich so ein guter Schauspieler, dass ich es selbst nicht merke?
Ich bin gespannt, wann ich sie wiedersehe. Zum Abschied gab es keine Zusagen oder Versprechungen, weil wir ja beide gut genug wissen, wie wenig Zeit tatsächlich bleibt, wenn jeder sein Leben lebt. Und dass derartige Lippenbekenntnisse eigentlich auch nicht notwendig ist. Wenn wir uns wieder treffen, werden wir wieder nahtlos anknüpfen können. Oder wenn nicht, haben wir auch nichts verloren.
Ich hoffe mal, dass man "ecstacy" auch so schreibt. Das ist ein Roman über das Leben von Michelangelo. Eigentlich wollte ich das noch gar nicht lesen (weil ich erst einige andere Bücher zu Ende lesen wollte), aber ich habe drin geblättert und bin gleich hängen geblieben. Gutes Zeichen, sind immerhin über 700 Seiten, da sollte es mal besser interessant sein.
Dieses Buch habe ich vor ca. zwei Wochen angefangen. Merkwürdigerweise bin ich über die ersten 20 Seiten noch nicht hinaus gekommen. Merkwürdig ist das, weil ich das Buch schon einmal vor mehreren Jahren gelesen habe und es damals sehr gut fand. Wobei mir die Einzelheiten entfallen sind. Aber es geht um die Artus-Sage.
Was ich besonders merkwürdig finde: ich finde das Buch recht "schwierig", von der Sprache her. Aber sollte mein Englisch vor ca. 15 Jahren besser gewesen sein? Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Vielleicht verwechsele ich das Buch auch einfach mit einem anderen. Aber wieso steht es dann so zerlesen bei mir im Regal?
bei House of Niccolo derselben Autorin angelangt bin.
Dazu habe ich allerdings noch keine Meinung.
Ab der Hälfte ging es dann, und hinterher wurde das Buch noch richtig gut! Erstaunlich. Das letzte Viertel hat wahnsinnig Spaß gemacht, ich wusste nicht, ob ich (hysterisch) lachen oder heulen sollte.
Von den "inverts" hätte ich gern mehr gelesen... diese ganze Trilipush-Geschichte ist ein richtig schöner Gag :-)
Eventuell werde ich das Buch irgendwann nochmal lesen. Mal sehen. Wenn ich über die ersten lahmen 150 Seiten hinweg komme...
Irgendwie hab ich mich durchgearbeitet, aber mein Lieblingsbuch wird das nicht. Ok, es ist immer noch besser als die meisten anderen Bücher, die ich kenne, aber von dem letzten Band einer Serie erwartet man ja immer nochmal etwas ganz besonders. Tja, aber für mich persönlich ist Checkmate der schwächste Band der Serie. Schade. Da geht es nun die ganze Zeit um diese Herkunftsgeschichte, die mich nicht wirklich interessiert, und dann kommt noch die Lovestory dazu, die mich auch nicht soooooo sehr interessiert. Und die ich teilweise auch noch sehr unglaubwürdig finde.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir so langsam dann doch ein bisschen der Überblick über die Einzelheiten abhanden gekommen ist.
Oder ich bin für diesen Band noch zu jung ;-) Ich lese den in 10 Jahren nochmal.
Das war dann mal wieder ganz was anderes. Überlebt hat der den vorherigen Band ja. Wobei man sich fragt, was von ihm überlebt hat. Irgendwie ist die "Seele" weg. Insofern ist das Buch relativ entspannend, weil emotional unauffühlend. Aber auch traurig, weil man ab und an daran denkt, was er verloren hat. Gerade im Vergleich zu Game of the Kings. Und beinah hätte er einen Freund gefunden.
