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Dienstag, 25. November 2014
Blogging November - (nachgeholte 1118)

Wie der Personalberater mir

- erst eine Scheinselbständige andrehen will
- dann eine falsche Art Vertrag schickt
- dann einen Vertrag mit sehr suspekter Klausel schickt
- dann einen Vertrag mit falscher Stundenzahl schickt

und dann beleidigt ist, weil ich so kompliziert bin, sowas hätte er ja noch nie erlebt und ich müsse ihm doch auch mal ein bisschen vertrauen!!

Montag, 24. November 2014
Blogging November - 1120

Ich sage mal so: während Mademoiselle heute ihre Geigenstunde hatte, wollte ich alle höchst wichtigen Dinge, an die ich in den nächsten 7 Tagen noch denken muss, aufschreiben. Aber die 25 Minuten Unterricht reichten nicht dafür aus. Insofern muss ich auch weiterhin den Kopf extrem gerade halten und dabei hoffen, dass kein Informationsbruchstückchen bei einer unbedachten Bewegung herausfällt.

Morgen früh - ich sage das jedem, den ich sehe und schreibe es überall auf in der Hoffnung, dass es etwas nützt - muss ich z.B. unbedingt daran denken, NICHT in Büro zu fahren sondern zur Defi-Schulung. NICHT in Büro. Vielleicht könnte man mich morgen gegen 8:00 Uhr darauf hinweisen? Das wäre sehr hilfreich.

Sonntag, 23. November 2014
Blogging November - 1119

Also, ich weiß ja nicht, was Sie letzte Nacht gemacht haben. Ich fuhr gegen halb 3 Uhr mit drei Kindern (10, 10, 12) im Taxi umher, die Kinder saßen hinten und redeten un-un-ter-bro-chen über Star Wars und Star Trek (Unterschiede, Parallelen, Bewertung). Der Fahrer und ich hingegen schwiegen gepflegt, und als die Thematik auf der Rückbank das Rechtssystem in Harry Potter V und VII in Bezug zum dem in Mittelerde setzte, stieg zumindest ich auch gedanktlich endgültig aus.

Zu Hause angekommen (ca. 3 Uhr) fragten die Kinder, ob sie noch eine Folge The Big Bang Theory schauen könnten, und zwar die, in der Sheldon Leonard in Bezug auf Dumbledores Tod spoilert. Ich sagte "Was ihr macht ist mir völlig egal, ich gehe jetzt jedenfalls schlafen" und verabschiedete mich nun auch körperlich.

Gegen 4 Uhr, glaube ich, kam dann ein kleiner Eisklumpen zu mir ins Bett gekrabbelt.

Samstag, 22. November 2014
Blogging November - 1117

Ich denke, das Geburtstagskind wird jetzt keine Zeit mehr haben, ins Internet zu schauen, so dass ich auf der sicheren Seite bin, die heutige Tagesbeschäftigung schon jetzt zu zeigen:

Freitag, 21. November 2014
Blogging November -1116

Im Supermarkt mit angeschlossener Bäckerei.


Bäckereifrau: Das ist hier aber kein Einpacktisch!

Frau N: Nein, das ist hier ein Stehcafé, nicht wahr?

Bäckereifrau: Ja! Und warum packense dann hier ein?

Frau N: Weil ich gleich etwas in Ihrem Stehcafé kaufen möchte und dazu brauche ich meine Geldbörse und die ist irgendwo hier in der Tasche.

Bäckereifrau: Das könnense auch draußen machen

Frau N: Ja, das kann ich. Das möchte ich aber nicht und deshalb mache ich es hier.

Bäckereifrau: Unverschämt. Und wenn jetzt Kundschaft kommt, stehen Sie da im Weg.

Frau N: Nur bin ich ja die einzige Kundin hier im ganzen Supermarkt und in diesem Kaff ist um diese Uhrzeit auch niemand mehr unterwegs. Ich denke, bis weitere Kundenströme über die Landstraße angereist sind, bin ich fertig.

Bäckereifrau: (guckt verkniffen)

Frau N: Eine Laugenstange bitte.

Bäckereifrau: Jetz denken Sie ich verkauf Ihnen was!

Frau N: Ja.

Bäckereifrau: Ich verkauf Ihnen einfach nichts.

Frau N: Doch, bestimmt. Eine Laugenstange.

Bäckereifrau: (guckt verkniffen)

Frau N: Wir machen es ganz einfach. Ich lege das Geld hierhin. Sie geben mir die Laugenstange, alternativ komme ich rum und nehme sie mir.

Bäckereifrau: Sie nehmen hier garnix!! (packt die Stange schnell ein, reicht sie über die Theke und schmollt)


Völlig verrückt. Alle völlig verrückt, auch in diesem Kaff. Nächstes Mal lese ich wieder im Auto vor der Turnhalle - die Weihnachtsbeleuchtung wurde gerade installiert, so dass die Lichtverhältnisse nächste Woche ausreichend sein sollten.

Donnerstag, 20. November 2014
Blogging November - 1115

Oberchef: ...und meine Sorge ist, dass Sie eines Tages in so ein großes, anonymes Unternehmen wechseln, wo alles genormt und geordnet ist mit kleinteiligen Hierarchien, in so eine große, graue Personalabteilung, wo Sie sich ganz furchtbar langweilen werden!

Frau N: Aber warum sollte ich das tun?

Oberchef: Weil dann irgendwer mit einem Angebot um die Ecke kommt.

Frau N: Das kann natürlich sein.

Oberchef: Aber dann kommen Sie erstmal zu mir und wir sehen, was wir machen können, bevor Sie sich so ins Unglück stürzen.

Frau N: (lachschnaubt)

Oberchef: Oder wenn Sie wer ärgert hier. Dann kommen Sie auch zu mir.

Frau N: Danke, aber der einzige, mit dem ich nicht selbst fertig werde, sind ja Sie.

Oberchef: Aber ich ärgere Sie ja nicht. Ich schule Sie!



(womit hab ich das verdient...)

Mittwoch, 19. November 2014
Blogging November - 1114

Die mögliche Krankheitsvertreung III kam zu einem unauffälligen Zeitpunkt. Im Gespräch wirkte sie souverän, interessiert und zupackend. Die Grundqualifikation ist fachfremd, sie hat aber viele Jahre Erfahrung im gesuchten Bereich gesammelt. Sie gestaltete das Gespräch mit, hatte Fragen und hakte nach, wenn unser Antworten nicht klar genug waren. Irgendwann wechselte sie von sich aus ins Englische, "because you'll certainly want to know if I am fluent in English".

Für mich passt sie von allen am besten, die Kolleginnen stimmten zu, das Angebot ging eine Stunde später raus. Wenn sie zusagt, werde ich den Oberchef auf das äußere Erscheinungsbild psychologisch vorbereiten müssen.

Dienstag, 18. November 2014
Blogging November - 1113

Die mögliche Krankheitsvertretung II kam eine halbe Stunde zu früh, womit der kosmische Ausgleich wieder hergestellt wäre. Es gab einen konfusen Moment. Die Empfangskraft war nicht da, wo sie hingehörte, daher rief mich jemand vom Sicherheitsdienst an, meine Besucherin stünde vor der Tür herum, ich konnte aber gerade noch nicht vom Schreibtisch weg und schickte daher eine Kollegin, die musste auch noch wohin und schickte die dritte im Bunde, die aber 5 Minuten später noch am Telefon war, also rannte ich los und als ich im Empfangsbereich ankam, waren meine beiden Kolleginnen da aber sonst keiner. Weder Sicherheit noch Empfangskraft und auch keine Bewerberin. Wir hühnerten verwirrt herum, da kam die Bewerberin aus der Toilette, was wir aber nicht wussten, da die Bewerbung ohne Foto war, es folgte also noch ein größerer Moment der Verwirrung und die arme Frau wirkte insgesamt etwas konsterniert.

Fachlich passte es wieder gut, dieses Mal stimmten auch die Sprachkenntnisse, die Kolleginnen würden mit dieser Person auch Kaffee trinken, wobei ich denke, das sollten sie vielleicht lieber lassen, wenn sie an dem Tag dann noch irgendwas arbeiten wollten - die Dame war nämlich höchst mitteilsam. Am Ende trauten wir uns alle nicht mehr, Fragen zu stellen, um nicht noch eine viertelstündige Antwort zu provozieren. Das alles wohlformuliert und sympathisch, aber eben doch sehr wenig zackig.

Fazit bisher: Nummer 2 lieber als Nummer eins, aber die Einarbeitung würde ich nicht machen wollen.

Montag, 17. November 2014
Blogging November - 1112

Mögliche Krankheitsvertretung I war heute da, leider eine halbe Stunde zu spät, da sie den Verkehr falsch engeschätzt hatte.

Die mit-interviewenden Kolleginnen und ich waren uns einig, dass sie die Angelegenheiten sicherlich als Vertretung angemessen hinbekommen würde, für langfristige Aussichten ist ihr Englisch aber definitiv zu schwach. Zusätzlich sagten die Kolleginnen, die Dame wäre niemand, mit dem sie dann gerne zwischendurch mal einen Kaffee trinken würden. Das muss ja auch nicht sein, allerdings habe ich auch an der einen oder anderen Stelle gestockt, nämlich immer dann, wenn das Wort "Arschloch" fiel. Da bin ich empfindlich - Worte, die ich bei meinem Kind ermahne, haben meiner Meinung nach in Vorstellungsgesprächen nichts zu suchen, auch nicht in Bezug auf den ehemaligen Chef.

Ich denke, das wird eher nichts, aber warten wir mal morgen und übermorgen ab. Es geht zwar besser, aber es geht - das weiß ich aus Erfahrung - auch viel, viel schlimmer.

Sonntag, 16. November 2014
Blogging November - 1111

Papa N: Ich hab Vanillekipferl gemacht. Willst du mal probieren?

Frau N: Ich mach doch immer die Vanillekipferl.

Papa N: Ich mache die etwas anders. Probier mal.

Frau N: Zeig mal - hm, die sehen aus wie Buttergebäck.

Papa N: Das sind Vanillekipferl.

Frau N: Ah. (probiert)

Papa N: Und?

Frau N: Hm, schmeckt eigentlich wie Buttergebäck mit Zitrone dran.

Papa N: Das sind aber Vanillekipferl!

Frau N: Hast Du da Mandeln drin oder Nüsse? Ich nehme immer Mandeln.

Papa N: Das habe ich weggelassen.

Frau N: Ah.

Papa N: Und das mit dem Zucker habe ich auch anders gemacht. Den hab ich vor dem Backen draufgestreut, dann hält der besser.

Frau N: Ah. Und da ist Zitrone dran, oder

Papa N: Zitronenschale.

Frau N: Und wieso um alles in der Welt sollten das jetzt Vanillekiperl sein?

Papa N: Sie sind in Kipferlform!

Mama N: Aber nur das erste Blech. Dann hatte er keine Lust mehr und hat den Teig in Würfel geschnitten.



Wir haben dieses Jahr also würfelförmige Vanillekipferl aus Buttergebäckteig.

November seit 3168 Tagen

Letzter Regen: 25. November 2014, 22:58 Uhr