Sonntag, 27. Juli 2014
Blogging November - 1000
Ich habe da leider nichts vorbereitet.



Immerhin kann ich berichten, wie die Sache mit dem Geburtstagsgeschenk für Frau Herzbruch ausging. Wir schenken uns gegenseitig ja gern Erlebnisse, und sie schwankte längere Zeit zwischen Geschenk Nr. 3 und Geschenk Nr. 4, fand für dieses Dilemma aber eine gleichsam kluge wie elegante Lösung: sie wählte für sich Geschenk 3 und behielt den gebastelten Gutschein für Geschenk 4, um ihn mir im November zum Geburtstag zu schenken, so dass wir letztenlich beide Dinge unternehmen werden.


Ansonsten bemühe ich mich nun, da der Sommer fast zu Ende ist (das behaupte ich jetzt einfach - man mag sagen, dass das laut Kalender noch etwas dauert, aber ich sage: da kommt nicht mehr viel!), etwas langsamer zu machen. Also: herunterfahren. Es war ziemlich viel los in den letzten Monaten, mit Prüfungen, einem Riesenberg an Überstunden und anderem Gedöns - es ist ein Gefühl, als wäre ich heißgelaufen und mental ständig leicht außer Atem. Ich stelle mir einen entspannten Herbst vor mit wenig Terminen und einigen unverplanten Zeiten, so dass genug Raum ist, mich auf das, was ich mir vornehme, zu freuen und schöne Dinge, die ich erlebt habe, nachhallen zu lassen - das kam bisher in diesem Jahr mangels Zeit etwas zu kurz.

Mal sehen, wie das klappt.

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Samstag, 26. Juli 2014
Blogging November - 999
Unterwegs und Akku leer. Kann man nix machen.

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Freitag, 25. Juli 2014
Blogging November - 998
Mailverkehr im Büro.

Frau N:

"I'm looking for the lease for Mr. Apple's apartment in Kirchgasse 3. Can't find it and don't know why. Do you have this?"


Geschätzer Kollege:
"Doc ID 55457"


Frau N:
"OK, this says "Lease Alple Kirschgase", this is why I couldn't find it. Can you please change it to "Lease Apple Kirchgasse", so I can locate the contract via street or landlord.


Geschätzter Kollege:
"You can find it if you search for 'lease'."


Frau N:
"Yes, this one and it's 1,000,000 colleagues. Please change the name.


Geschätzer Kollege:
"I was instructed by our superiors to save it like this."


Frau N:
"I can't imagine why they would instruct you make three typos in the title. Mind you, I'm not saying they didn't, just that this seems even weirder than what they usually do."


Geschätzer Kollege:
"This is impertinent. I think I am going to talk to Oberchef."


Jetzt bin ich ja mal höchst gespannt!

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Donnerstag, 24. Juli 2014
Blogging November - 997
Wie das Internet weiß, hatte Frau Herzbruch neulich Geburtstag und - das wusste das Internet vermutlich bisher noch nicht - am Wochenende habe ich das Vergnügen, ihr persönlich zu gratulieren und bei dieser Gelegenheit - idealerweise - auch ein Geschenk zu übergeben.

Das weiß ich seit etwa einem halben Jahr.

Seit genauso lange fällt mir aber leider auch überhaupt kein passendes Geschenk ein. Ich dachte viel darüber nach, schob dann mangels Einfällen aber immer wieder auf, bis mir gestern klar wurde, dass angesichts meiner sonstigen Pläne mittlerweile die einzige Möglichkeit, die Angelegenheit noch rechtzeitig abzwickeln, eine Geschenkbestellung über Frau Herzbruchs eigenes Amazon-Prime Konto mit Versand direkt an ihre Adresse darstellt. Das fand ich spaßig, aber irgendwie auch blöd.

Offenbar fühlte sich mein Gehirn nun aber herausgefordert und ließ sich über Nacht gleich 4 (vier!) Geschenke einfallen. Und nun weiß ich nicht, welches ich nehmen soll (nein, alle vier kommt nicht in Frage).

Eins dieser Geschenke ist recyclet. Ich habe es bereits schon einmal zu einem Geburtstag verschenkt und es wurde - es gab Auswahl - abgelehnt. Nach wie vor bin ich aber von der Qualität dieses Geschenkes absolut überzeugt und ziehe es daher erneut in Betracht!

Ein anderes dieser Geschenke wird am Wochenende auch meine Mutter bekommen. Ich fände es lustig, Frau Herzbruch und meiner Mutter dasselbe zu schenken. Ich denke, es könnte auch beiden gleich gut gefallen.

Das nächste Geschenk wird für Frau Herzbruch eine Herausforderung darstellen, und während ich mir sicher bin, dass sie sie meistern würde, bin ich unsicher, ob sie sie annehmen möchte. Ich selbst bin bei diesem Geschenk auch höchst zwiegespalten: ich finde es interessant, aber möglicherweise stellt es sich auch als total doof heraus. Vielleicht ist es noch schlimmer als das Krimi-Dinner, das Frau Herzbruch mir mal schenkte?

Und das letzte Geschenk ist total normal.

Vielleicht fällt mir ja heute Nacht ein, für welches der vier Geschenke ich mich entscheiden möchte.

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Mittwoch, 23. Juli 2014
Blogging November - 996
Wenn Kind und Gastkind - letzteres übrigens mit Gipsbein - wider ausdrückliches Verbot im Wohnzimmer Kunstturnen betreiben und dabei einen Tisch komplett umwerfen, auf dem sich der gerade seit einer Woche neue Laptop befindet, dann darf man auch mal im Affekt so laut brüllen, dass beide heulen, nicht wahr?

Orrrr!


(Man sollte meinen, mit einem Gipsbeinkind und einem, das morgens Triathlon machte, sollte ein ruhiger Nachmittag als gesichert gelten. Puzzle, Brettspiele oder so. Fernsehen vielleicht! Weit gefehlt...)

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Dienstag, 22. Juli 2014
Blogging November - 995
Darf ich Se heute ausnahmsweise hier herüber bitten? Für zwei verschiedene Einträge ist es mir zu sommerlich.

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Montag, 21. Juli 2014
Blogging November - 994
In der Cafeteria des Bürogebäudes, die ich mit einem Mitnehmkaffee aus einem anderen Etablissement betrete, da ich mir ein belegtes Brot kaufen möchte.


Frau N: Ein Brot mit Radieschen zum Mitnehmen bitte.

Cafeteriafrau: Gab es das bei Starbucks nicht?

Frau N: Nein.

Cafeteriafrau: Das war eine rhetorische Frage!

Frau N: (guckt angestrengt)

Cafeteriafrau: Sie müssen gar nicht so gucken! Ich habe Sie in den letzten Wochen schon mindestens dreimal genau deswegen angesprochen!

Frau N: Öfter, deshalb gucke ich ja so. Meine Geduld ist auch irgendwann einmal erschöpft.

Cafeteriafrau: Wir haben hier auch guten Kaffee!!

Frau N: Sicher. Aber manchmal schaffe ich es nicht mehr bis hier hoch, dann brauche ich schon unterwegs einen.

Cafeteriafrau: Das ist doch Unsinn!!

Frau N: Ja. Das stimmt. Und eigentlich noch nicht mal das, es war der Versuch, einen Streit mit Ihnen zu vermeiden und einfach einen Schritt zur Seite zu machen.

Cafeteriafrau: Ich seh das nicht gerne, wenn Sie hier mit fremden Kaffee hereinlaufen!

Frau N: Offensichtlich, ja, aber was glauben Sie, was passiert, wenn Sie das immer wieder sagen? Sie denken nicht wirklich, das ich dann irgendwann ihren Kaffee kaufe, oder? Das wird nicht passieren. Allenfalls kaufe ich auch mein Radieschenbrot nicht mehr hier. Vermutlich aber nicht einmal das, eher wird es so sein, dass wir einfach beide jeden Morgen schlechte Laune bekommen wenn wir einander sehen. Wozu soll das gut sein?

Cafeteriafrau: Ist ja gut.

Frau N: Und außerdem: Ihr Kaffee schmeckt mir nicht. Ich habe ihn schon probiert und ich mag ihn nicht. Und die Becher sind mir zu klein und zusätzlich sind sie nie ganz voll. Und die Schlange ist mir zu lang, die Leute drängeln mir zu sehr und die Bedienung ist mir zu langsam.

Cafeteriafrau: Ist ja gut!

Frau N: Und wenn Sie ansonsten noch irgendetwas dazu wissen möchten, dann fragen Sie mich jetzt. Ich beantworte Ihnen jetzt alle Fragen zu mir und dem Kaffee, und danach möchte ich nie wieder mit Ihnen über Kaffee sprechen. Nie wieder. Haben sie mich verstanden?!

Cafeteriafrau: Ja, es ist ja gut!!

Frau N: Wunderbar.


So. Ich denke, das ist geklärt.

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Sonntag, 20. Juli 2014
Blogging November - 993
Frau Fragmente (jetzt ist es schon so weit gekommen, dass man sie auf Twitter verlinkt statt mit dem Blog, das ist doch kein Zustand!) hat gefragt, was ich a) an dem Buch "The Bone Season" nicht gut fand und besser machen würde und b) wenn ich ein Buch schreiben würde, wovon es handeln könnte.

Diese Fragen lassen sich gut in einem Aufwasch erledigen.

Erstens zu "The Bone Season". Das Problem ist ganz gut damit zusammengefasst, dass ich mich schon jetzt nicht mehr an dieses Buch erinnern kann. Und wenn ich nachschaue, was ich im Februar darüber geschrieben habe, erinnere ich mich wieder an die Geschichte, aber keine einzige Person springt mir ins Gedächtnis. Ich beschrieb damals: "Die Figuren relativ flach, hölzerne Dialoge, alles sehr statisch."

Was würde ich anders machen? Versuchen wir es mal so herum: Geschichten gibt es viele. Eigentlich steckt in allem eine Geschichte, häufig sogar eine gute. Aber man muss sie erzählen können, oder vielleicht: erzählen wollen. Es reicht nicht, dass das Material gut ist, es reicht nicht, die Geschichte einfach so hinzustellen, wie sie ist. Wir wollen ja bei einem Roman keinen Bericht, sondern ein Story. Für mich gehört dazu, dass ich Personen lieben oder hassen kann, bewundern oder verachten, und dazu muss es sein, als steckte ich in ihnen drin, ich muss wissen, was sie denken und wie sie in Situationen gehandelt hätten, die gar nicht im Buch vorkommen.

Dann ist es meine Überzeugung, dass gute Erzählungen einen Kick haben, oder einen Stachel, weh tun, wie auch immer man es ausdrücken möchte. Belanglosigkeiten gehen in Büchern nur, wenn sie der Story dienen, ansonsten interessieren sie mich nicht. Mich interessiert das, was nahe geht, was hinter der Fassade ist, womit man getroffen wird. Wenn ich ein Buch lese, habe ich den Anspruch, an irgendeiner Stelle plötzlich zu lachen oder eine Träne im Augenwinkel haben, oder "Oh" zu denken. Es muss treffen, und zwar von innen. Aus dem Fenster gucken, den Blick von außen, kann ich selbst.

Was ich gerne lese, welche Bücher ich gut finde, ist deshalb auf einer Ebene eine sehr private Angelegenheit, denn was mich da berührt, sagt natürlich einiges über mich selbst aus. Ganz ehrlich - wenn wir Leute fragen, was sie gerne lesen, oder wenn nach dem Lieblingsbuch gefragt wird, geht es nicht ausschließlich darum, für sich selbst die nächste Lektüre aufgrund von Empfehlungen auszuwählen. Es geht darum, sich ein Bild von der Person zu machen.

Wenn ich ein Buch schreiben würde, dann vermutlich ein Jugendbuch, ich finde, Jugendbücher werden unterschätzt, besonders, wie formend das Genre ist. Tatsächlich habe ich - als Jugendliche - diverse Jugendbücher angefangen, aber keins wirklich weit ausgearbeitet.

Ich werde aber in Wirklichkeit vermutlich nie ein Buch schreiben, ich habe nämlich keinen langen Atem. Ich bin jemand für den Entwurf, für den Plan, für die Organisation. Ich bin niemand für die Umsetzung. Außerdem habe ich selten Lust, etwas, das ich bereits gedacht habe, noch zu sagen (war in der Schule immer ein Problem) oder aufzuschreiben, das langweilt mich, denn ich weiß es ja schon! Weshalb ich zum Beispiel auch Blogpostings einfach runterschreibe und nicht überarbeite oder "reifen lasse", es ist einfach das, was mir im Moment des Schreibens durch den Kopf geht. Bücher muss man aber überarbeiten, man muss sie schleifen und - nur als ein Beispiel - das ganze überflüssige Zeugs, mit dem man sich der Stelle, die weh tut, langsam angenähert hat, entfernen. Ich finde, dazu braucht man neben einem langen Atem auch eine gewisse Leidensfähigkeit. Und das alles für - wie ich finde - nichts, denn für mich kommt ja keine neue Geschichte dabei heraus!

Deshalb lese ich einfach lieber die Bücher anderer Leute.

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Samstag, 19. Juli 2014
Blogging November - 992
Sommer. Wie ich ihn hasse! Zum Glück ist das jährliche Theater aber jetzt bald vorbei - erfahrungsgemäß sind ab August zumindest die Nächte wieder kühler und das ist ja immerhin etwas. Sowieso sind auch schon die Brombeeren reif, die Kastanien ziemlich gut gewachsen und die Blätter an den Bäumen nicht mehr saftig-grün, sondern angetrocknet und die Tage werden ja auch schon wieder kürzer.

Mein absoluter Horrorsommer war im Jahr 2003 - da habe ich gut drei Monate keinen Tropfen Regen gesehen. Geregnet hat es zwar schon ab und zu - Gewitter hauptsächlich - aber eben nie dort, wo ich gerade war. Wo ich war, hatte es nachts 39 Grad in Dachgeschosswohnungen und nach jedem Wetterbericht wusste ich nicht, ob ich weinen oder irgendwas kaputtschlagen soll. Ging aber beides nicht - für Kaputtschlagen zu warm, für Weinen zu trocken. Von diesem Sommer 2003 bin ich traumatisiert, Sommer ist für mich etwas, das man (möglichst mit Contenance) hinter sich bringen muss, um in Ruhe weiterleben zu können.

Deshalb betrachte ich die Zeichen des nahenden Herbstes mit Wohlwollen. Es gibt nämlich nichts auf der Welt, das mir bei 10 Grad weniger nicht deutlich mehr Spaß machen würde.

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Freitag, 18. Juli 2014
Blogging November - 991
Heute zu Ende gelesen:
Jasper Fforde: The Well of Lost Plots.

Vorweg: dass es so lange gedauert hat, dieses Buch zu lesen, lag nicht am Buch sondern an mir und dem, was ich außer Lesen mache.

Das Buch war gut. Manchmal kam es mir etwas ausgefranst vor - ausgefranst im Gegensatz zu rund - aber das kann auch daran gelegen haben, dass ich manchmal eine Woche oder länger gar nicht zum Lesen kam. Gefallen hat es mir, weil es viele gute Ideen gab - lustige, ausgefallene und auch abgefahrene.

Nicht so gut gefiel mir das Ende, das geht mir zu Hauruck, so als hätte der Autor eine verfahrene Situation vorgefunden, die Lust verloren und dann alles schnell mit dem Holzhammer aufgelöst. Statt die Fäden zusammenzuziehen, wird sozusagen ein weißes Kaninchen aus dem Hut gezaubert, und das gleich zweimal hintereinader - das gefällt mir nicht.

Gibt es wohl schon einen vierten Band der Serie? Ich weiß es nicht, aber ich glaube, auch wenn, würde ich erst einmal pausieren.

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