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    Mittwoch, 13. Januar 2010
    3-2-1-kaputt

    Ich hab einen Kinderfahrradsitz ersteigert, gebraucht, der blitzschnell noch vor Zahlung geliefert wurde, jedoch schlampig verpackt (nur in Noppenfolie) und daher kaputt. Nicht unbrauchbar kaputt, aber ein optischer Schaden und einer an der Halterung, der ein fatales Sicherheitsproblem wäre, wenn ich nicht noch genau so eine Halterung vom alten Sitz am Rad hätte. Ich neige dazu, ihn zu behalten, weil das Kind sich diesen (nicht mehr neu erhältlichen) nunmal ausgesucht hat und mir die Optik auch schnuppe ist.

    Der Kaufpreis war gering (13 Euro, 7 Versand), der Verkäufer schlägt einen Preisnachlass vor. Ich soll was sagen.

    Was sag ich denn da? Einerseits denke ich, 13 Euro, meine Güte, da lohnt sich das mailen ja kaum. Andererseits denk ich, wieso kann der Typ - gewerblich! - das Ding nicht ordentlich verpacken?

    Was rät die werte Leserschaft?

     
    Da der Schaden ja offenbar mit dem Versand und der schlechten Verpackung zusammenhing, würde ich vorschlagen, die Versandkosten entweder ganz wegzulassen oder zu halbieren.
     
    Versandkosten halbieren finde ich gut, insbesondere weil die 7 Euro für "Verpackung und Versand" sind und die Verpackung ja halt doof war. Allerdings hab ich an dem morgen überwiesen, kurz bevor der Sitz kam, und 3,50 zurück überweisen lassen find ich, hm, so unangemessen aufwendig. Hm hm.

    Ach ich glaub ich lass das einfach. Insgesamt war das Ding ein Schnäppchen und der Typ ist ja auch gesprächsbereit, es ist doch eigentlich alles gut.
     
    Hm, aber war denn der ganze Beitrag hier nicht sogar noch aufwändiger als eine schlichte Überweisung? Außerdem muss doch der Verkäufer überweisen und nicht Sie. Hm.

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    Olla, freundliche Grüße aus dem Pott.

    Also, es gibt bei den großen Versandhändlern eine Regel: Max 20% vom Warenwert. In Ihrem Fall also 2,60€. Bleiben ergo 10,40 + Versand.


    Würde ich machen und nun weiter im Leben.
     
    und sie sind in der naehe und wollen nicht mit mir kaffee trinken? finden sie das vernuenftig?
     
    Dabei haben Sie so leckeren Kaffee... }:-)
     
    Weiter im Leben, Herr Cabman, erst wenn das Ding montiert ist. Das ist nämlich der eigentliche Stress an der Sache ;-)
     
    Aber nicht Deiner... };-)

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    2,60 nachlass finde ich zu wenig. ich wuerde behalten (sonst aergern) und versuchen, die versandkosten zurueckzubekommen.
     
    Das mit den Versandkosten finde ich dann aber recht viel - er muss die ja trotzdem zahlen, sprich, der Sitz ging dann für 6 Euro (statt 13) weg. Das ist weniger als die Hälfte - dafür, dass ich ihn ja letztendlich doch wie geplant nutze ist das etwas viel. Zumal die Dinger im Sommer normalerweise für über 40 den Besitzer wechseln...

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    Ich würde das einfach in die Bewertung schreiben. "Nicht optimal verpackt" oder so. Genau dafür gibt es die Bewertung doch.
     
    Sowas sollte man nur in die Bewertung schreiben, wenn der Verkäufer nicht gesprächsbereit ist.
     
    Ach so läuft das, ok, kenne mich da nicht so aus. Hatte kurz an irgendwie sowas gedacht als ich das schrieb. Habe das irgendwo schon mal gehört, so von wegen das es irgendwie anscheinend eine Art Kodex gibt, was man in die Bewertungen schreibt. Ich persönlich finde das bescheuert. Ich finde, das sollte ihm doch eine Lehre sein. Hätte Frau N jetzt kein Ersatzteil gehabt, hätte sie das Ding direkt in die Tonne kloppen können oder sich bei der Post anstellen um es wieder wegzuschicken. Na ja, sie hatte das Ersatzteil ja ;-)
     
    Kodizes sind mir gemeinhin wurscht, aber Lehren erteilen entspricht genauso wenig meinem Naturell. Hätte ich kein Ersatzteil gehabt, wäre der Sitz per Kurier zurückgegangen (auch das wurde angeboten - aber ich will ihn ja nunmal behalten!).
    Ich habe positiv bewertet und in den Text geschrieben, dass auf einen Transportschaden unkompliziert reagiert wurde. Ich denke, das entspricht der Sachlage. Ich würde dort ja auch wieder kaufen.

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    theoretisch finde ich auch die Halbierung der Versandkosten agebracht. Aber die 3 Euro hin und her zu überweisen ist dann doch übertrieben. Und da er den Fehler ja einsieht (und es ja nicht in seinem Interesse war, er gewinnt mit der schlampigen Verpackung ja nichts), finde ich, es sollte auch als hinfällig behandelt werden.
     
    Also, wenn ein Gewerbetreibender schon Nachlass anbietet, dann darf man das ruhig annehmen!

    Es ist ein einfaches für Ihn, Ihnen einen Teilbetrag zurück zu überweisen.

    Aber mir scheint eher, Sie brauchen oder wollen das das Geld nicht. Schön für den Verkäufer.

    Verstehe ich irgendwie nicht...
     
    Ich versuche, mich zu erklären.

    Ich hatte ursprünglich damit gerechnet, mehr als das Doppelte für den Sitz zu bezahlen. Der Preis war unerwartet niedrig. Trotz des Transportschadens ist der Sitz für mich genau so wie geplant nutzbar, ich habe keinerlei Verlust.

    Warum soll ich mich nicht einfach weiter an dem günstigen Preis und an der schnellen Lieferung freuen und den Rest gut sein lassen?

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    Schon aus pädagogischen Gründen würde ich auf einen Preisnachlass bestehen. Sie wollen doch nicht, dass der Kerl so weiter macht?! Also, Versandkosten komplett und 3 Euro vom Sitz sehr empört zurückverlangen.
     
    Frau Grasdackel, da sehense mal, wie unterschiedlich man ist. Ich habe keinerlei pädagogische Bestrebungen fremden Leuten gegenüber. Ich krittele nur an denen herum, an denen mir liegt ;-)
     
    Och, Frau Novemberregen, ich kann Sie sehr gut verstehen. Mir würde ich in einem vergleichbaren Fall die gleiche Frage stellen. Da er aber den 'Fehler' einsieht und nachgerade reumütig ist, würde ich die Sache auf sich beruhen lassen. Möglich, dass man mich belächelt/ belächeln würde, dennoch hat das Wort 'verzeihen' eine Bedeutung für mich. Klingt pathetisch, aber im Kern scheint es mir in diesem Fall genau darum zu gehen. - Anderen eine Lehre zu erteilen, sie zu erziehen oder die Gerechtigkeit über das Augenmaß zu stellen... erscheint mir bisweilen... nun, jedenfalls würde ich die Sache auf sich beruhen lassen. Herzlichst, Ihr O.
     
    Naja, Frau N., dann lassen Sie sich als Kundin halt erziehen. Defekte Lieferung, kein Schadensersatz in Anspruch nehmen und trotzdem prompte positive Bewertung abgeben. Jawoll.
    Hätten Sie Ihre Leserschaft auch nicht fragen brauchen, wenn für Sie eh feststand, nichts zu tun. Da fühlt man sich ja mißbraucht.
     
    Ich hab Sie schon gebraucht, Frau Grasdackel, weil es für mich eben vorher noch nicht feststand. Ich musste mir erst eine Meinung bilden. Wenn es Sie enttäuscht, dass sich meine Meinungsfindung nicht über einen längeren Zeitraum zieht und am Ende ein Ergebnis herauskommt, das von der Einschätzung vieler anderer abweicht, tut mir das leid, ändert aber nichts. Trotzdem vielen Dank für Ihre Einschätzung der Situation.
     
    Sehen Sie, jetzt haben Sie mich doch noch zum Lachen gebracht, das hatte mir bei dieser Geschichte irgendwie gefehlt.
     
    Dann bin ich jetzt auch wieder glücklich ;-)
     
    haben sich jetzt alle wieder lieb?! *zwinker*
     
    Alles ist gut ;-)

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