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    Freitag, 11. August 2017

    Frage: Übersehe ich was?

    Situation:

    Bein.v2 soll möglichst oft Beugen-Strecken. Das kann man daheim auf dem Sofa machen, ist aber sehr langweilig. Alternativ kann man z. B. auch Radfahren. Fährt man ein paar Kilometer, hat man das Bein natürlich bedeutend häufiger gebeugt-gestreckt als man je Motivation auf dem Sofa aufbringen würde.

    Allerdings habe ich in meinen durch Keine-Lust-zum-Bloggen gewonnenen 10 - 15 Minuten täglich auch keine Lust zum Radfahren. Durchaus gewillt bin ich aber, den Arbeitsweg per Rad zurückzulegen, das ist nicht arg weit, 8 oder 9 km eine Strecke, es kommt aber natürlich auch da schon einiges an Beugen-Strecken zusammen.

    Nur scheint es ja ab jetzt immer zu regnen. Worüber ich mich generell nicht beschweren will. Bislang war ich aber Schönwetterinsbüroradlerin, was damit zu tun hat, dass es meiner Bürorolle nicht entspricht, als nasse Ratte aufzutreten.

    Ich habe mir nun überlegt, dass ich ja einfach Bürokleidung in eine wasserdichte Tasche packen kann (Umkleidemöglichkeit gibt es), auf das Schminken zu Hause verzichte (sehr gerne!), mir irgendwas Sportkleidungsartiges anziehe, das sich bei Nässe nicht so vollsaugt und halt auch bei Regen fahre und mich dann dort umziehe/schminke. Gut, die Haare sind dann nicht super, aber immerhin sind sie jetzt knapp lang genug für Hochstecken. Wobei ich auch mindestens eine Person kenne, die ein Glätteisen im Büro aufbewahrt (aber das ist mir dann wieder zu anstrengend, mehr als 5 Minuten wollte ich in die Herrichtung nicht investieren). Kurz gesagt: Dann wäre der Weg doch auch bei Sintflut kein Problem.

    Oder übersehe ich da was?

    Dienstag, 8. August 2017

    Bitte wundern Sie sich nicht, wenn es hier etwas ruhiger wird, ich habe gerade mehr Spaß an anderen Dingen (das ist jetzt nicht das Fernsehen schuld!).

    Kann natürlich auch sein, dass das morgen schon wieder anders ist. Jedenfalls müssen Sie nicht denken, ich hätte mir eine fürchterliche Knieverletzung zugezogen oder sowas, nur weil hier ab und an mal nichts steht.

    Montag, 7. August 2017

    Jetzt ist es passiert, ich habe mich ans Fernsehen gewöhnt!

    Sonntag, 6. August 2017

    Heute geschah etwas sehr schönes. Nämlich räumte ich die Spülmaschine aus (okay, wir sind noch nicht ganz da - kommt noch, das Schöne), ich räumte also vor mich hin, die Teller nach oben, die Gläser weiter nach unten, dann ein Glas, das man eigentlich nie braucht, ganz nach oben, auf den Zehenspitzen, und dachte dabei so beiläufig-verwundert: "Hm, was ist mein Bein so merkwürdig unbeweglich?!"

    Das war das Schöne - es ist vermutlich erklärungsbedürftig:

    Seit knapp zwei Monaten bin ich mir zu jedem einzelnen Moment des Tages (und auch meist im Traum) absolut bewusst, dass mein Knie kaputt ist. Zum einen ist das im Kopf deutlich vermerkt, zum anderen weist Bein.v2 auch ununterbrochen darauf hin. Bei jeder Bewegung, egal ob im Sitzen oder Stehen oder Liegen oder Gehen schallt es "Vorsicht!", "Aua!", "Moment, das geht nicht!", "Langsamer!", "Uiuiui das wackelt!", "Ohgott!!", "Ey!". Bei jeder einzelnen Bewegung. Es gibt keinen Moment, in dem Bein.v2 nicht präsent ist. Beziehungsweise: es gab keinen Moment, in dem Bein.v2 nicht präsent war. Denn vorhin war es ja kurz vergessen. Beim Spülmaschine ausräumen. Wie lang weiß ich nicht - beim Besteckkorb (den räume ich immer zuerst aus) war ich noch vorsichtig bei der Drehung.

    Aber irgendwo zwischen Tellern, Töpfen und eben bis zu dem Glas, das man eigentlich nie braucht, war für einen Moment alles gut.

    Samstag, 5. August 2017
    WmdedgT 8/2017

    (Was WmdedgT ist und die übrigen Beiträge dazu steht hier bei Frau Brüllen.)

    Mein Plan war, heute wirklich nichts zu machen, denn die letzte Woche war etwas anstrengend. Aus keinem speziellen Grund, außer dass der Alltag mit Bein.v2 generell etwas anstrengend ist und ich dann noch aus unerfindlichen Gründen schlecht geschlafen hatte.

    Das Nichtstun begann sehr vielversprechend: bis etwa 13 Uhr saß ich auf der Couch, trank Kaffee und las Bücher und im Internet. Zwischendurch stand ich nur immer mal kurz der Katzen wegen auf und etablierte dabei eine neue Routine - bekanntlich liebt es die kleine Katze, wenn ich ihr beim Fressen zuschaue, normalerweise kauere ich dazu neben ihr auf dem Boden, das geht derzeit nicht, so dass in der Nähe der Näpfe ein Stuhl steht (das kommt mir ein bisschen so vor, wie wenn man dem Kind abgewöhnen möchte, dass ein Elternteil zur Einschlafbegleitung mit ins Gitterbettchen klettert und sich statt dessen einen Sessel holt und den jeden Abend etwas weiter wegschiebt, bis er wieder im Wohnzimmer ist...) Jedenfalls soll ich seit gestern Kniebeugen üben, laut Physiotherapeutin. Kniebeugen so richtig gehen natürlich noch nicht, aber ich soll bis zum nächsten Termin (Dienstag) so weit kommen, dass ich mich auf einen Stuhl setzen und wieder aufstehen kann, ohne mich abzustützen oder fallen zu lassen oder Schwung zu holen. Das übe ich nun immer, während die kleine Katze frisst. Und tadaaa: gestern schaffte ich noch nur den halben Weg, heute kann ich mich freihändig und kontrolliert hinsetzen. Zum Aufstehen ohne Schwung zu holen kommen wir dann morgen.

    Um 13 Uhr gab es Frühstück, daraufhin erlitt ich ganz ungeplant einen Aktivitätsflash und erspielte erst 2.600 Punkte bei Duolingo und putzte dann beide Bäder und wusch den Duschvorhang. Dann entdeckte ich noch, dass sich die Stufe zum Balkon ganz hervorragend für die Dehnübungen von Bein.v2 eignet. Und dann ging ich mit Herrn N. testen, ob ich wohl wieder Autofahren kann - kann ich.

    Also machten wir einen Großeinkauf und danach lag ich bis gerade zum Telefonieren mit dem Herrn Spiegelei, sorry, Schizophrenisten, auf dem Bett und aß dabei Pizza.

    Und jetzt muss ich dringend weiter nichts machen.

    November seit 4261 Tagen

    Letzter Regen: 22. November 2017, 15:04 Uhr