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    Dienstag, 10. April 2007
    Testzeugs

    Da ich ja kein Auto habe um mich über mein Autokennzeichen darstellen zu können und von diesem Geburtstagstypenzeugs ernsthaft beleidigt wurde und damit die Bekanntgabe des Ergebnisses verweigere, hier etwas anderes:


    You Are 84% Open Minded

    You are so open minded that your brain may have fallen out!
    Well, not really. But you may be confused on where you stand.
    You don't have a judgemental bone in your body, and you're very accepting.
    You enjoy the best of every life philosophy, even if you sometimes contradict yourself.

    Merkwürdigerweise beleidigt mich das gar nicht. "You are so open-minded that your brain may have fallen out!". Haha. Den Eindruck habe ich auch manchmal, ehrlich.

    Freitag, 6. April 2007

    Kopf ist leer.
    Mal was anderes. Ungewohnt, aber nicht unangenehm.

    (Bischn langweilig vielleicht)

    Geschmackserlebnis

    Helles Hefe und Kohlrabi. Hm, hm. Gar nicht mal sooo schlecht.

    Mittwoch, 4. April 2007
    Habemus Telefon

    Eine Mail vom Arbeitsplatz ("This e-mail is sent by a law firm blabla...") und sie haben das Ersatzteil per Postexpress und Einschreiben innerhalb von 12 Stunden zu mir geschafft.

    Feiglinge!

    Dienstag, 3. April 2007
    Positiv denken II

    Gerade festgestellt, dass sich in einem Makro ein Fehler eingeschlichen hat und seit unbestimmter Zeit berufliche Faxe mit meiner Privattelefonnummer rausgehen.

    Gut, dass das Telefon nicht geht!

    Montag, 2. April 2007
    Dementi

    Alle Empfehlungen und Äußerungen der Zufriedenheit meinen Telefonanbieter betreffend, die ich hier oder andernorts jemals veröffentlicht haben sollte, nehme ich hiermit zurück und behaupte das Gegenteil. Ich versichere nunmehr, dass dieser Anbieter mich in den letzten zwei Wochen von seiner absoluten Inkompetenz nachhaltig überzeugt hat.

    Sonntag, 1. April 2007

    Search request: Nasendusche Kleinkind

    Vergessen Sie's!!!

    Putz-Stream

    Das gedankentötende Staubsaugergelärme gegen das fast schon meditative Fegen mit dem Besen. hwwwschssd, hwwwwschssd (ein bisschen wie die starken Raucher nach der halbjährlichen Evakuierungsübung im Büro, 25. Stock, *gnihi*)

    Besen ist überhaupt auch das schönere Wort. Staub-Sauger... ich bitte Sie! Besen, schon vor dem 8. Jahrhundert belegt und geht wohl auf einen Begriff für Wurzel zurück. Althochdeutsche bes(a)mo. Im Schottischen übrigens besom, interessanterweise aber nicht erstaunlicherweise. Auch für eine Frau zu gebrauchen. Man schenke mir mal ein T-Shirt mit diesem Aufdruck.

    Samstag, 31. März 2007
    Argumente pro Bärlauchsuppe

    1. Wird vom Kind widerspruchslos verzehrt (da für Spinat gehalten).
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    Das war's. Mehr kommt hier nicht mehr.

    Here Be Dragons - Sharon Kay Penman

    Rezension für Frau Fishy.

    Manchmal bin ich froh, wenn ein Buch zu Ende ist. Das ist dann kein schlechtes Buch - dann hätte ich es nicht so weit gelesen. Es ist dann meist ein anstrengendes Buch.

    Here Be Dragons
    beschreibt die Geschichte von England und Wales im ausgehenden 12 / Anfang 13. Jahrhundert. Protagonisten sind Llewelyn ("Llywelyn I of Wales") einerseits und Joanna (Joan - uneheliche Tochter von John, d.h. John Lackland, jüngerer Bruder von Richard Löwenherz). Die beiden werden erst einzeln vorgestellt - die Erzählstränge werden dann nach ca. 150 Seiten verknüpft und beschreiben weiter die kontinuierlichen Spannungen zwischen England und Wales aus zweierlei Sicht bis hin zur vorläufigen Konsolidierung Llewelyns Macht. Das Buch ist, soweit ich das beurteilen kann, historisch sehr detailgetreu. Jedem, der sich mit der politischen Situation in England/Wales im 12./13. Jahrhundert beschäftigen möchte, sei es wärmstens ans Herz gelegt. Insbesondere die andere Perspektive auf König John habe ich sehr geschätzt.

    Allerdings lese ein Buch, um mich darin zu verlieren. Das klappt hier nicht, was meiner Ansicht nach an der Fülle der Details liegt. Ständig finden Sprünge in Ort und Zeit statt, um ein Gesamtbild der Situation zu geben. Ständig wird hier und da noch jemand namentlich erwähnt, weil er in der Geschichte (aber nicht in der Story!) eine Rolle spielt.

    Das Buch hat einige sehr, sehr gute Momente, was es umso ärgerlicher macht, dass die Autorin diese nicht weiter ausarbeitet oder enger verknüpft. Viele Personen werden liebevoll eingeführt und charakterisiert - um hinterher nie wieder aufzutauchen. Ich hatte x Mal das Gefühl "aaah, jetzt geht es los" - nur um drei Seiten weiter wieder zwei Jahre nach vorn und über eine Grenze katapultiert zu werden.

    Einen historischen Roman zu schreiben, ist immer eine Gratwanderung zwischen Erzählen und Berichten. Here be Dragons kippt für meinen Geschmack zu oft Richtung Berichten. Kein schlechtes Buch, aber ein anstrengendes.

    Donnerstag, 29. März 2007
    Huch!

    Urlaubsantrag auf den Tisch bekommen mit der Begründung "weil da Harry Potter rauskommt und ich das sofort Tag und Nacht lesen muss".

    Hihi. Gleich genehmigt.

    Mittwoch, 28. März 2007
    So ein bisschen mulmig...

    ist mir ja schon, wenn ich sehe, wie sich da jemand fleißig rückwärts durch meine Einträge liest.

    Andererseits - man hat es ja nicht anders gewollt.

    Viel Vergnügen, liebe(r) "wer auch immer"... über Kommentare freue ich mich :-)

    Dienstag, 27. März 2007
    Parallelwelten

    Da stehe ich auf der gänseblümchenübersähten Wiese neben dem Spielplatz und die Handlungsstränge driften auseinander.

    Während ich besänftigende Worte an die Freundin richte, läuft in meinem Kopf ein Film ab in dem ich den gelben Kinderfahrradhelm auf ihr silbernes Wagendach donnere, immer und immer wieder. Während ich beruhigend auf die Kinder einrede und kleine Späße mache, brülle ich bis meine Stimme überschlägt. Während ich dem einen Kind sein Kuscheltier und dem anderen eine Schokonuss ins verklebte Händchen drücke, trete ich mit den Füßen auf die Speichen des Laufrades bis sie brechen und schleudere die M&Ms über den ganzen Spielplatz. Während ich sanft die Tränchen der beiden abwische und die Sitzgurte festziehe, trete ich Dellen in die Stoßstange und spucke Gift und Galle.

    Wie mit einem straffen Gummiband verbunden, die beiden Handlungsstränge. Fast körperlich die Anstrengung sie auseinander zu halten. Immer wieder ein kurzer Moment, in dem sie gefährlich nah zusammenschnellen, mich sich verwickelnd zu zermalmen drohen und nur durch höchste Konzentration wieder in Sicherheitsabstand gestemmt werden.

    Ein kurzer Moment völliger Ruhe, eine Millisekunde, wie das Auge des Sturms. "Wie weit kann Selbstkontrolle gehen?" fragt mich eine spöttisch lachende Stimme in meinem Kopf.

    Die Gesichtshaut spannt. Ein Nerv zuckt in der Augenbraue. Mit brennenden Augen und spröden Lippen lächele ich, die Haare wie zerrauft, ohne sie berührt zu haben.

    Eine zuschlagende Wagentür und ein startender Motor. Ich sinke auf der Gänseblümchenwiese zwischen verstreuten Schokonüssen - rot, gelb, grün - auf die Kniee. Ich stehe auf der Gänseblümchenwiese zwischen verstreuten Schokonüssen - rot, gelb, grün -, der Rücken und die Schultern so gerade, dass es schmerzt.

    Ich stecke mir eine grüne Schokonuss in den Mund und zerbeiße sie. Die Handlungsstränge verbinden sich.

    Dr. Jekyll und Mr. Hyde mustern sich abschätzend, zermalmen eine Schokonuss zwischen den Backenzähnen und schließen Frieden. Vorerst.

    November seit 7237 Tagen

    Letzter Regen: 06. Januar 2026, 22:39 Uhr