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    Montag, 22. Januar 2007
    Um Himmels Willen!

    Wie komme ich denn dazu??

    You are The High Priestess

    Science, Wisdom, Knowledge, Education.

    The High Priestess is the card of knowledge, instinctual, supernatural, secret knowledge. She holds scrolls of arcane information that she might, or might not reveal to you. The moon crown on her head as well as the crescent by her foot indicates her willingness to illuminate what you otherwise might not see, reveal the secrets you need to know. The High Priestess is also associated with the moon however and can also indicate change or fluxuation, particularily when it comes to your moods.

    What Tarot Card are You?
    Take the Test to Find Out.

    Bei Frau Schlüsselkind gefunden.

    Anruf

    Oh, der Leuchter ist fertig.

    Ob ich mich da nochmal hintraue...?

    Sonntag, 21. Januar 2007
    Ah jetzt ja!

    Seit einer guten Woche wundere ich mich über den merkwürdigen Zustand meiner Haare. Hatte schon die Witterung im Verdacht, mir diese unfreiwilligen Dreadlocks zu bescheren. Heute kehrte dann nach längerem Schnupfen der Geruchssinn zurück und siehe da - das Zeug in dem Plastikfläschchen aus der Reisetasche war gar nicht das Shampoo, sondern die Handwaschpaste...

    Freitag, 19. Januar 2007
    Ausgangssperre...

    für die nächsten vier Wochen. Herrje, ich kratze schon bei dem Gedanken daran an der Tür.

    Das Schlafverhalten des kleinen Novemberregentröfpchens ist so unerträglich geworden, dass nun "Maßnahmen" ergriffen werden. Konsequenz und Regelmäßigkeit lauten (hoffentlich) die Schlüsselworte, und so fallen Abendvergnügungen, die mit dem Schlafengehenplan kollidieren, in nächster Zeit flach. Als Testzeitraum ist ein Monat angesetzt.

    Konkret bedeutet das, hier wird in den nächsten Wochen entweder extrem viel geschrieben oder auch gar nichts, was dann der Fall wäre, wenn mir dieser ungewohnte Lebenswandel ein neues Hobby bescheren sollte...

    Dienstag, 16. Januar 2007
    Fehlende Verknüpfung

    Mit welcher Hirnhälfte stimmt denn was nicht, wenn man am rechten Ohr absolut gar nicht in der Lage ist, einen Clip-on Kopfhörer zu befestigen, wenn man nicht die linke Hand einmal quer über den Kopf führt, damit links und rechts wieder auf derselben Seite wie beim linken Ohr sind??

    Kochen, mal wieder

    Hat jemand hier eine Ahnung, wie man Tamagotchi Topinambur schmackhaft zubereiten kann? Mein Ergebnis bisher schmeckte entweder nach nichts, nach Plastik oder nach schlecht zubereiteter Artischocke. Drei Knollen sind noch übrig. Vorschläge bitte.

    Sonntag, 14. Januar 2007
    Sommer

    Heute sangen die Vögelchen durch das gekippte Küchenfenster und die Sonne schien in so einem Winkel hinein, wie ich es kenne, von früher, ganz unzusammenhängend mit dem Hier und Jetzt:

    Es ist ein warmer Sommerabend und ich renne barfuß die Straße entlang, vom Spielplatz nach Hause, der Asphalt ist warm an den Fußsohlen, wenn er kühler wurde wussten wir immer, der Sommer geht zu Ende, aber jetzt ist er noch warm und beim Laufen macht der Aufprall der Fersen auf dem Asphalt "bumm-bumm" im Kiefer, die Haare sind vom Schwimmen und der Sonne verklettet, Papa wird sie nach dem Baden auskämmen, in der Brust ist ein trockener Reizhusten von zu viel geschlucktem Wasser und zu viel Sonne. Ich laufe nach Hause, die Kirchturmuhr schlägt acht, ich recke mich an die Klingel, drehe mich noch einmal zum Spielplatz um der unter den Kastanien in der Abendsonne liegt, dann summt es, die Tür geht auf, bumm-bumm über den kühlen Steinboden und dann bumm-bumm die ebenfalls kühlen Treppen hoch bis ich den Teppich unter den Füßen fühle.

    Eine Umarmung und ein Glas Wasser in der Küche, Mama hat schon das Badewasser eingelassen, Papa sitzt im Wohnzimmer und sieht fern. Husch in die Badewanne mit riesigem Schaumberg, die Beine sind braun und unter dem Schorf am Knie, den ich abknibbele, ist die Haut lustig weiß, ich tauche unter und kratze den Sand vom Strandbad von der Kopfhaut. Mama bringt mir ein Käsebrot und eine geschnibbelte Banane an die Badewanne und erst als die Finger und Zehen schrumpelig sind, klettere ich heraus und lasse mich von Mama trocken rubbeln. Schnell in den Schlafanzug und auf Papas Schoß im Wohnzimmer, die Sonne scheint noch durch die helle Jalousie und während Papa mit einem Kamm die Haare entklettet drehe und winde ich mich um immer wieder einen Blick auf den Fernseher zu erhaschen, auf Mama in der Küche, auf die umherlaufenden großen Schwestern.

    Hier bricht die Erinnerung ab, aber sie hinterlässt ein tiefes Glücksgefühl, kitzelt einen kleinen Hoffnungsfunken hervor, hier doch gerade einen Teil meiner Mitte entdeckt zu haben und hinterlässt die feste Überzeugung, dass jegliches Chaos, jegliches Zweifeln, jegliche Verirrungen mir eigentlich, tief im Grunde meines Herzens, nichts, aber auch gar nichts anhaben können.

    Sonntag, 14. Januar 2007
    All-time fav

    Chants rise in terror, free round the oaken beams
    Flickering firelight portraying the grisly scene
    Warriors advance, prepare for the nightmare foe
    Futile their sacrifice as even their hearts must know








    Meine Güte, sehen die alle aus, ist mein erster Gedanke, der verzweifelt all die anderen Gedanken zurückzudrängen versucht, die nach vorn wirbeln, die ich mit dem Lied verbinde.

    Ich bin fast wortlos, habe es gerade zum ersten Mal "live" gesehen, denn als ich damals dort herumhampelte wo ich nicht hingehörte und in einem Pub auf die Band traf, die sich später am Abend zu einem Gig entschloss, wurde mir vom Sänger auf mein penetrantes Drängeln hin mitgeteilt: "I don't remember the fucking words".

    Nun denn, er möge sie in den Kommentaren nachlesen...

    Freitag, 12. Januar 2007
    Also echt...

    Search request: frau beisst

    Kommt vor. Mal mit, mal ohne Grund.

    Search request: frau gehängt

    Damit will ich nichts zu tun haben.

    Search request: mir gelingt nichts

    Das hab ich nie gesagt, also wirklich! Ganz bestimmt nicht!!!

    Und auch an diejenigen, die hier immer wieder nach den verschiedensten Verkehrsschildern suchen, sage ich noch einmal nachdrücklich, dass sich kein solches in meinem Besitz befindet!

    [edit 14.1.07:

    Search request: novemberregen gehängt

    He, den nehme ich übel. Wer war das? Raus mit der Sprache!]

    Donnerstag, 11. Januar 2007

    Einfach mal ganz kommentarlos. Ist kein Hoax.

    Mittwoch, 10. Januar 2007
    Kopfhörer-Kenner vor!

    Ab heute werde ich die Ohrstöpsel-Inkompatibilität meiner Ohren akzeptieren und benötige daher nun einen Kopfhörer mit sonem Bügel.

    Hat jemand einen Vorschlag? Guter Klang ist die Hauptsache. Nicht allzu affiges Aussehen wäre wünschenswert. Bestellbar per Internet ein deutliches Plus, sind doch Elektro-Läden eine 1-A-Migränequelle.

    Bitte Hilfe. Ich kenne mich mit sowas nicht aus und will es auch nicht. Will nur Musik hören. Danke.

    Sonntag, 7. Januar 2007
    Neujahrswunsch

    Die Sonne scheint und zum ersten Mal seit 6 Jahren habe ich Heimweh, ich will nach Hause, ich habe hier keine Vergangenheit, keine Straßen, durch die ich schlendern kann und die wahlweise mit heiteren oder melancholischen Erinnerungen gefüllt sind, das fehlt mir, das fehlt mir so sehr. Ich will, dass wieder alles so ist, wie es mal war, und bei näherer Überlegung, welche Zeit genau ich mir zurückwünsche, stelle ich fest, dass es sie nicht gibt, diese Zeit, dass es eine Illusion ist, zusammengesetzt aus Fragmenten einzelner Lebensphasen, und es wird sie nie geben. Das macht es einerseits besser, denn ich habe nichts verloren, aber andererseits auch schlimmer, denn ich kann nichts wiederfinden, letztendlich suche ich meine Mitte und die habe ich bislang nie gefunden.

    Silvester doch mit den falschen Leuten verbracht denn ich bin neidisch auf sie, auf meine Freundin, die diese Mitte gefunden hat oder schon immer hatte. Sie geht von A nach B wo ich endlos zwischen C und Z eiere. Ich nenne das gern langweilig oder eingeschränkt, aber eingeschränkt ist sie nicht, sie hat sich lediglich zwischen den vielen Möglichkeiten, die sie hat und sieht, entschieden, und langweilig ist sie auch nicht, sie ist gelassen, und nach dieser Gelassenheit sehne ich mich.

    Ist man bei ihr zu Besuch, ist eine Leckerei vorbereitet, Geburtstagskarten kommen pünklich am Festtag an, die Wohnung ist jahreszeitlich angemessen dekoriert. Alles ist an seinem Platz, physisch wie psychisch. Man mag das spießig nennen, aber ganz ehrlich, wer freut sich nicht über einen frischen Kuchen, über einen Geburtstagsgruß und über einen freien Sitzplatz auf der Couch? Ganz tief drinnen bin ich ein ordnungsliebender Mensch - ich zweifle an so vielen, ich will nicht noch an dem Aufenthaltsort meines Schlüsselbundes zweifeln müssen denke ich, als ich zum dritten Mal auf eine heruntergefallene Spaghetti trete und voll Schrecken einen Riss im Parkett vermute. Sie hätte die Nudel schon längst aufgehoben, ohne endlos darüber nachzudenken natürlich, und gerade deshalb hebe ich sie nicht auf, ich will sie nicht nach endlosem Geeiere aufheben sondern spontan weil es meinem Naturell entspricht im Lot zu sein und heruntergefallene Nudeln umgehend aufzuheben, oder sonst gar nicht, so.

    Und ich vermisse sie so und verfluche die vertane Zeit, denn ich hätte sie viel früher kennen lernen können. Erst kurz vor meinem Wegzug haben wir unsere Gemeinsamkeiten entdeckt, die gemeinsame Liebe zu Dingen, die sonst wenige interessieren, das fehlende Gegenstück gefunden, für ein paar Monate zumindest. Eigentlich kenne ich sie schon ewig und habe sie nur nicht bemerkt, weil sie mir so langweilig und normal erschien und keiner verstand, wieso die beiden ein Paar waren, was er an ihr fand, aber jetzt weiß ich es, oh jetzt weiß ich es. Seit 20 Jahren sind sie zusammen, das ist in unserem Alter absolut lächerlich, wirklich, absurd regelrecht, aber sie hat sich entschieden, von A nach B, wozu endlos ausprobieren wenn man doch weiß was man will. Ich war immer das Relikt aus den wilden Tagen ihres Mannes, ein häufiger Gast mehr für ihn als für sie, mit dem man am späten Abend betrunken versackt, von "früher" spricht und fragt, was "die anderen" so machen, über den man mit großer Toleranz ob der wechselhaft angeschleppten merkwürdigen Gestalten die Augen verdreht.

    Ich hätte so gern für 2007 Urlaub von mir, einen Kopf, der irgendwie anders tickt, der nicht alles auf einmal will, der eine Mitte finden, Prioritäten setzen kann, von A nach B, das mag eingeschränkt sein, aber C bis Z bringen nichts, wenn für nichts wirklich Zeit bleibt und alles in einem unsäglichen Chaos versinkt.

    November seit 7243 Tagen

    Letzter Regen: 06. Januar 2026, 22:39 Uhr