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Dienstag, 3. März 2015
Blogging November - 1217

Weiter ging es - und zwar überraschend erfreulich!

11 – entspricht ziemlich gut dem, was ich suche, allerdings hätte auch die Hälfte der Berufserfahrung und das dann zu einem günstigeren Preis ausgereicht. Hmpf. Geht aber so gerade noch. Vielleicht. Lade ich ein.

12 – sprengt alle Budgets. Absage.

13 – alles an dieser Bewerbung deutet auf einen Menschen hin, der enorm anstrengend ist. Das beginnt bei Formulierungen im Anschreiben, setzt sich im Lebenslauf fort und klingt auch bei den Zeugnissen durch. Finger weg, Absage.

14 – arbeitet seit 20 Jahren in einem nicht ansatzweise verwandten Bereich. Ich verstehe die Wechselmotivation, aber ich suche jemanden, der mitarbeitet, nicht jemanden, den ich erstmal umschule. Absage.

15 – Person ursprünglich aus einem anderen Bereich, die seit ein paar Jahren durch Kurse, Seminare, Fernstudien in die Richtung geht, die ich suche. Hat vor einem Jahr den Sprung gemacht und ist jetzt in einer befristeten Stelle (Elternzeitvertretung). Bewerbung ist schlüssig, ich bewundere die Motivation, die dahinter steckt. Lade ich ein.

16 – Sehr weitreichende einschlägige Berufserfahrung (direkte Konkurrenz), sehr gute Zeugnisse, für die angedachte Position damit viel zu teuer. Aber jemand, zu dem ich gerne Kontakt halten würde, denn ich habe ja manchal auch andere Möglichkeiten. Anruf.

17 – Bewerbung wie ein Verkehrsunfall. Nach dem Anschreiben nur noch durchgeblättert. Absage. (Diese Bewerberin war übrigens auch die einzige, die vorab angerufen hat, um etwas zu fragen. Was sie fragen wollte, hatte sie allerdings vergessen. Bis eben hoffte ich noch, sie ware immerhin so klug gewesen, einen ausgedachten Namen am Telefon zu nennen. War sie aber nicht.)

18 – (Für mich) irrelevantes Studium ohne Abschluss, seit 4 Jahren eine gute Stelle in (für mich) relevantem Bereich. Unterlagen passen. Am oberen Ende dessen, was ich finanziell angemessen finde. Lade ich ein.

19 – Passt insgesamt nicht so richtig, wie ein Schuh, der drückt. Warten.

20 – Bewerbung auf Italienisch, Absender spricht kein Deutsch. Absage.

Montag, 2. März 2015
Blogging November - 1216

Neue Bewerbungsrunde und vermutlich nicht die letzte für dieses Jahr, denn Personen haben ja die unglaublichsten Ideen: Familien gründen, ins Ausland siedeln, nochmal studieren oder einfach in einem anderen Rapunzelturm arbeiten, das ist schon alles schlimm genug, und dann geht auch manchmal niemand und ich brauche trotzdem wen, all das scheint dieses Jahr irgendwann einzutreffen. Zu meinem gesteigerten Missfallen.

Generell sind Personalabteilungen ja immer die Bösen, insofern habe ich mich bemüht, wenigstens ein bisschen gut zu sein und in den zwei Wochen, in denen ich mich wegen diverser Krankheitsfälle (Kind, ich, direkte Kollegen) mit den Unterlagen kein bisschen auseinandersetzen konnte, immerhin Eingangsbestätigungen verschickt. Und heute war der große Tag, an dem ich zum ersten Mal den auf etwa 30 cm angewachsenen Stapel sichten konnte, mit den folgenden Ergebnissen:

1 - gleich ein schwieriger Fall. Diplom in einem völlig unverwandten Bereich, mit dem ich nullkommanix anfangen kann, und keine relevante Berufserfahrung. Dafür optisch und formal eine Bewerbung, wie man sie sich wünscht, und interessantes Drumherum. Absurd niedriger Gehaltswunsch, damit könnte ich dem Oberchef die Quereinsteigerangelegenheit schmackhaft machen, aber die Kollegen würden mich lynchen, die haben nämlich keine Lust mehr auf Grundlagenvermittlung. Abwarten.

2 - anderes Diplom, genauso irrelevant, aber mit immerhin etwas Erfahrung im gesuchten Bereich, aber dafür umso mehr mit der Frage im Kopf: was will diese Person bei mir?! Abwarten.

3 - jemand, der ganz klar nicht gut Deutsch kann. Absage.

4 - jemand, der gut passen könnte. Leider ist die Bewerbung unvollständig und gerade von den interessanten Stationen gibt es keine Unterlagen. Nachfragen.

5 - Bewerbung mit Bildchen. Eine Person, die aus einer anderen Richtung kommt und vor mehreren Jahren umgeschult hat. Viele Bemühungen, Kurse, Zertifikate etc. Jemand, der sich ganz offensichtlich Mühe macht. Die Frage ist, ob das reicht, besonders bei den Sprachkenntnissen. Abwarten.

6 - keinerlei passende Qualifikation. Absage.

7 - keinerlei passende Qualifikation. Absage.

8 - hat früher im gesuchten Bereich gearbeitet, macht aber seit 15 Jahren etwas anderes. Überzeugt nicht, Sprachkenntnisse zweifelhaft, wohnt außerdem sehr weit weg - die Mühe lohnt nicht. Absage.

9 - jemand, der das definitiv alles kann und viel Erfahrung hat. Warum ausgerechnet diese Person es für gut hält, mich im Brief zu duzen, ist mir schleierhaft. Liegt auch deutlich über meinem Budget, das gecastete Profil sagt "erste Berufserfahrung". Abwarten, man weiß nie, was noch kommt aber Tendenz zu Nein.

10 - eine Qualifikation, die super passt. Aber damit lange keinen Tritt gefunden und nur sehr kurze Beschäftigungen mit merkwürdigen Zeugnissen. Wirklich ganz extrem merkwürdigen. Nicht einfach nur schlecht, sondern unverschämt. Name falsch geschrieben, Stempfel falschrum drauf, abweichende Daten, solche Dinge. Wie kann das sein? Eins, okay. Viele? Wie das?! Ein Rätsel, aber keins, dem ich auf den Grund gehen kann. Wenn es in 10 ähnlichen Anstellungen nicht geklappt hat, wird das bei mir auch nicht klappen, ich habe ja auch nicht das Land, wo Milch und Honig fließt, im Angebot. Absage.


So. Das waren die ersten 10. Die nächsten, wenn ich wieder dazu komme.

Sonntag, 1. März 2015
Blogging November - 1215

Der Februar war schwierig, was nicht so verwunderlich ist. Februare finde ich meistens schwierig; umso besser, dass sie vergleichsweise kurz sind.

Zuerst einmal ist festzuhalten: kein Buch gelesen diesen Februar. Es war einfach keine Zeit dazu. Dafür viel neue Musik auf mein Musikabspieldings bekommen.

Auf der Freizeitseite gab es drei Wochenendreisen, einmal Friseur, drei Abendverabredungen, ein Frühstück und drei leider abgesagte Verabredungen wegen schlimm krankem Kind und wegen selbst krank.

An zwei Tagen Ausfall der Kinderbetreuung am Nachmittag, an weiteren zwei Tagen weder Schule noch Betreuung, dazu drei halbe und zwei ganze Tage krankes Kind und einmal zu Hause bleiben wegen Ableser-für-alles-Besuch. Dies als Sahnehäubchen auf der Jobsituation: Im Büro ist nämlich nicht etwa nach wie vor viel los, sondern alles noch mehr, mittlerweile nämlich so viel, dass es dann auch komplett egal ist. Es ist noch nicht einmal mehr möglich, so zu tun, als wäre das noch unter Kontrolle. Nur Feuerlöschen ist noch möglich, insofern zumindest in diesem Punkt Entspannung, denn: ist jetzt ja auch egal.

Danke, Februar, geht schon. Auf den März bin ich gespannt.

Samstag, 28. Februar 2015
Blogging November - 1214

Nachdem die erste Tageshälfte sich unverhofft überwiegend auf der Autobahn in zahlreichen Staus abspielte, war die zweite deutlich ansprechender, und zwar - neben der guten Gesellschaft - insbesondere durch:

den Kuchen!



Und: das respektierte Ottolenghi-Huhn mit Berberitzenreis und Salat:

Freitag, 27. Februar 2015
Blogging November - 1213

Die letzten vier Nachmittage begann ich ab etwa 15 Uhr zu fiebern, nicht sonderlich hoch, aber mit starker Erschöpfung und Gliederschmerzen - Symptom für viele sehr lebensbedrohliche Krankheiten, wie ich mir ergoogelt habe, aber natürlich auch nicht wirklich verwunderlich, wenn man eine halbe Woche ein Kind mit quasi Killervirus gepflegt und neben einem verrotzten Kopf auch schlimmen Husten hat. Jedenfalls führte dieses Krankheitsbild bei mir dazu, dass ich in der ersten Tageshälfte (bis um "kleinen Feierabend") keinerlei Zeit hatte, irgendetwas zu essen (weil ich ja den gesamten Tag in diese paar fieberfreien Stunden stopfen musste) und danach keine Kraft mehr, etwas zuzubereiten. Zusätzlich insgesamt keinen Appetit, weil ich ja nichts schmecke.

Heute entdeckte ich dann, dass ich durchaus gut Chai Tee schmecken kann und außerdem einen sehr bestimmten Kiwi-Ananas-Minz-Smoothie, den es ausschließlich in einem Frankfurter Feinkostladen gibt. Leider gab es dort heute auch nur genau einen dieser Smoothies. Ich war zuerst an der Reihe und verlangte nach ihm, hinter mir sprach eine Frau: "Nein! Das ist meiner!" Warum das so sein sollte, erkundigte ich mich. "Nun", sagte die Frau, "ich werde bald 35, ich brauche den für meine Haut, und außerdem bekomme ich eine Erkältung!" In Erwiderung hustete ich einmal bellend durch den Laden und mein Alter wollte dann niemand mehr wissen. So investierte ich ein Tagesbudget für eine mittelgroße Familie in zwei halblitergroße Getränke und war den Tag über glücklich.

Nun wird diese Phase auch wieder ein Ende finden müssen, nicht nur aus finanziellen Gründen, und das wird am Wochenende geschehen. Das Wochenende geht nämlich so:

Wir werden morgen aufwachen und nach Düsseldorf reisen, wo wir mit meinen Eltern Geburtstagskaffee trinken - Mama und Papa N. sind unangefochtene Meister der Effizienz und so gelingt es ihnen immer einmal wieder - zum Beispiel auch in diesem Jahr - ihre beiden Geburtstage auf ein Wochenende zu legen. Also Samstag erst einmal Geburtstagskaffee I. Abends sind wir bei Familie Herzbruch und werden dort etwas speisen, das ich als Hähnchen mit Haselnuss und Berberitzen in Erinnerung habe, ich kann mich auch täuschen, ist auch egal, es wird köstlich sein. Wir fahren danach zu Mama und Papa N. zurück, wo wir vermutlich zu weiteren Getränken und abendlichen Snacks genötigt werden.

Am Sonntag findet ein Geburtstagsfrühstück mit "Bescherung" für beide Geburtstagskinder statt. An dieses Anschließen wird sich Essen gehen anlässlich beider Geburtstage. Vom Essen zurück gibt es schließlich Geburtsagskaffee II. Dann treten wir die Heimreise an, vielleicht stoppen wir an der ersten Tankstelle kurz und pumpen noch etwas Luft in die Reifen des Autos.

Die nächste Woche über ernähren wir uns von den mitgebrachten Carepaketen und danach, davon gehe ich sehr aus, bin ich gestärkt genug, um wieder einem normalen Alltag nachzugehen.

November seit 3266 Tagen

Letzter Regen: 04. März 2015, 14:48 Uhr