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    Donnerstag, 9. April 2026
    9. April 2026 - 12. Arbeitstag vor Urlaub

    Mein erster ausgehender Anruf des Tages ging gleich morgens an Hausverwaltung und Vermieter des Büroturms. Das war so, weil meine vier letzten Eingehenden Anrufe vom Sicherheitsleitstand kamen um irgendwas mit 0 Uhr, 2 Uhr, 4 Uhr und 5 Uhr. Wir haben alle großes Glück, dass ich einen gesegneten Schlaf habe und nach so einem Anruf in wenigen Minuten wieder tief und fest schlafe. Ansonsten läge die Welt heute in Schutt und Asche. Unfassbar genervt war ich trotzdem, zumal der Anrufer sich noch bizarre Gründe herbeiformulierte.

    Es ist so, dass die Türen im Turm seit Monaten nicht korrekt schließen. Meiner Ansicht nach liegt das zum einen an zahlreichen Baustellen in anderen Etagen, in denen Türen aufgekeilt werden (Verstoß gegen die Brandschutzordnung) und zum anderen an versäumter Pflege von Türschließern, Dichtungen etc. Laut Auskunft der Hausverwaltung können das keinesfalls die Gründe für das anhaltende Problem sein, was die wirklichen Gründe sind, ist jedoch unbekannt.

    Ich verlangte jedenfalls bei meinem ausgehenden Anruf des Tages, dass das Problem jetzt sofort ohne weitere Verzögerung gelöst werden muss bzw. alternativ vor jeder Tür eine Wachperson stehen muss, die sie immer, wenn jemand durchgegangen ist, fest zuzieht. Das ist für mich auch okay. Wenn ich heute Nacht wieder einen Anruf (oder mehrere) bekommen sollte, ließ ich wissen, würden wir morgen wieder sprechen und dann ganz sicher nicht so freundlich wie heute. Wobei es natürlich nicht die Lösung ist, dass mich einfach niemand mehr anruft bei einem Sicherheitsvorfall. Die Lösung ist, dass keiner passiert.

    Ich bin gespannt!

    Die neue Mitarbeiterin, die Torte und alkoholfreien Sekt mitbrachte, sagte heute, sie würde gerne mal zum Karaoke gehen. Ob irgendwann die versteckte Kamera um die Ecke kommt?

    Eine andere Mitarbeiterin rief mich an, um sich zu beklagen, dass andere so viele Tippfehler machen die sie dann ausräumen muss. Ich empfahl ihr, mit diesen Personen zu sprechen statt mir mir. Das tat sie wohl, denn etwas später riefen mich Personen an, die sich gekränkt fühlten, weil man ihnen gesagt habe, sie sollten auf ihre Orthografie achten. Ächz. Dann gab es noch einen Anruf einer Mitarbeiterin die sagte, der Handwerker (der an den Türen schraubte) würde gar nicht gut riechen, es sei außerordentlich belastend und wie sie damit umgehen solle. Hier konnte ich wieder meinen bewährten Satz „Ich habe darauf keine Antwort“ sagen.

    Am Abend war ich ermattet, ließ das Rad stehen und fuhr mit der Bahn nach Hause. Unterwegs wurde ich etwas schüttelfrostig, zu Hause nach einem halben Liter Wasser und mit einer Wärmflasche im Rücken war aber alles wieder bestens, so dass ich mit Herrn N noch den neuen Balkontisch zusammenbaute und am Geländer befestigte. Es fehlten zwei kleine Muttern. Die fand ich aber in der Dose mit Eisenwaren, die Papa N mir zum Auszug geschenkt hatte. Ich war sehr froh und beschloss in diesem Moment, aus Papa Ns Keller, den wir nächstes Wochenende ausräumen werden, entgegen meiner bisherigen Absicht nun doch alle Dosen mit Nägeln, Schrauben, Muttern, Dübeln etc mitzunehmen. Ich werde mein ganzes, hoffentlich noch langes Leben, dann so etwas nicht mehr einkaufen müssen. Und M vermutlich auch nicht.

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