• Privatbloggen an: novemberregen @ proton.me
    Donnerstag, 5. März 2026
    5. März 2026 - WmdedgT

    Alles zu WmdedgT wie immer bei Frau Brüllen.

    Ich wachte morgens ausgeschlafen und erholt nach 7h45min ununterbrochenem Schlaf auf. Gestern war ich nämlich abends schwimmen und erst gegen 22 Uhr zu Hause, danach kippte ich ins Bett und dann war schon der nächste Tag. An Träume kann ich mich nicht erinnern. Ich trödelte im Morgenablauf ein wenig herum, denn zum ersten Mal in dieser Woche hatte ich keine frühen Termine, vielleicht trödelte ich aber auch gar nicht, denn ich kam früher als an allen anderen Tagen im Büro an, obwohl ich mich gar nicht beeilt hatte, im Gegenteil. Vielleicht läuft bei mir einfach immer alles am besten, wenn ich es im eigenen Tempo mache und nicht nach der Uhr.

    Heute war der Chef vor seiner nächsten längeren Abwesenheit noch für einen guten halben Tag da, also versuchte ich auf alles, was noch anstand oder zu antizipieren war eine Unterschrift zu bekommen und das gelang auch. Irritierenderweise begegneten wir uns dabei aber nicht. Ich lief ständig mit Papier in sein Büro und er war nicht darin, später war ich dann irgendwo anders und bei meiner Rückkehr lagen die unterschriebenen Papiere auf meinem Tisch, er hatte sie vorbeigebracht, das lief vier Mal so. Und sogar bei einem Meeting, an dem wir beide teilnahmen, trafen wir nicht aufeinander. Ich war anfangs da, musste dann aber wegen einer dringlichen anderen Problematik den Raum verlassen. Er hingegen kam nicht wie geplant aus einem anderen Termin, so dass er erst eintraf, als ich schon wieder gegangen war.

    Obwohl ich das Meeting früher verließ, konnte ich noch Essen abgreifen: ein halber Wrap mit Krabben oder sowas und eine Bowl mit diversem Gemüse und Hühnchen, außerdem ein hübsch verziertes kleines Dessert (mit Schokoblatt, roten Beeren und grünen Pistazienkrümeln). Verzehr in der Mittagspause, währenddessen Telefonate in Sachen Papa N. mit Krankenkasse, Pflegekasse, Pflegeheim, Hausverwaltung und Vermieter. Die Zeit verging rasch.

    Am Nachmittag ein Team-Meeting, das ich jetzt wöchentlich für 15 Minuten mache, um Fragen zu bündeln. Immer mal wieder rutschen wir in eine Situation, in der sämtliche Fragen des gesamten Standortes an mich gerichtet werden, auch, wenn es andere gäbe, die sie beantworten könnten. Meine Theorie ist, dass dieses Phänomen vermehrt in Zeiten emotionaler Unsicherheit auftritt. Aktuell ist eine solche Phase und ich muss gegensteuern, denn sonst drehe ich vollends durch.

    Meine zeitintensiven Projekte entwickeln sich derweil munter weiter. Die ASA-Prüfung ist überstanden, vom Steuerprüfer habe ich lange nicht gehört, zwei von drei Stellen sind besetzt, zwei Mietvertragsangebote liegen vor. Es wird sich demnächst alles sortieren, was gut ist, denn ich möchte jetzt wirklich, wirklich den Urlaub nehmen, den ich seit Weihnachten jetzt schon dreimal verschoben habe.

    Damit mir auch privat - neben den Angelegenheiten, die eine Heimunterbringung und Wohnungsauflösung so mit sich bringen - nicht langweilig wird, habe ich am Sonntag aus einer spontanen (enorm schlechten) Laune heraus meine Google-Infrastruktur aufgelöst, also: die Mailkonten und Kalender zu Proton verlegt, die Cloud zu Jottacloud. Natürlich gibt es nachlaufend jetzt noch einiges aufzuräumen, doch ich muss sagen: es waren nach der (ca. 90-minütigen) Entscheidungsfindung nur ein paar Klicks. Das hatte ich mir wirklich aufwändiger vorgestellt, immerhin hatte ich alles, mein ganzes Leben, bei Google und sogar mal einen Alias namens "Google-Girl". Am Ende war es dann eine toxische Beziehung. Sie ist vorbei. Und seitdem ist in meinen Mailkonten eine wunderbare Ruhe eingekehrt, es ist ja alles noch frisch und frei von sämtlichem Spam. Fühlt sich wirklich gut an. Vielleicht gehe ich bald zum Friseur und mache mir eine neue Frisur.

    Jedenfalls habe ich jetzt unterwegs immer eine gute Beschäftigung - ich prüfe in den alten Konten eingehende Mails und ändere bei den Anbietern entweder Mailadresse und Passwort oder lösche das Account.

    Irgendwann - es war bereits dunkel doch der Himmel leuchtet jetzt abends immer schon ein wenig - verließ ich das Büro und fuhr nach Hause, nicht ohne vorher noch einen Stop in der Drogerie zu machen und Creme für "reife Haut" zu kaufen.

    Die ersten 30 Jahre meines Lebens verwendete ich ja für alles die Niveacreme in der blauen Dose, dann wurde sie mir zu "okklusiv" (ein Wort, das ich im Zusammenhang mit Creme ganz neu gelernt habe) und ich wechselte zu einem anderen Drogerieprodukt, das als "leichte Basispflege" ausgewiesen war. Und nun plötzlich juckt und spannt meine Haut immer mal, das erwähnte ich am Wochenende in einem Gespräch mit Schanuf und sie sagte - in der Essenz, ihre Worte waren ganz anders - "Du hast jetzt alte Haut und musst halt eine Creme dafür kaufen".

    Also tat ich das gleich am Montag. Um das Problem für immer zu lösen nahm ich gleich die Creme für ganz alte, sorry, reife Haut, also das Maximalprodukt, was auch sofort jedes Jucken und Spannen beseitigte und nach dem Schwimmen und nachts durchaus okay ist, tagsüber aber jetzt doch noch ein bisschen zu viel des Guten. Deshalb ging ich heute noch einmal zurück und kaufte die Variante für mittelalte (=anspruchsvolle) Haut, eine Stufe drunter, vielleicht muss ich dann mit 70 nochmal neu überlegen. Naja da habe ich hoffentlich mehr Zeit als jetzt gerade.

    Morgen probiere ich also die Creme für anspruchsvolle Haut, wobei ich meine Haut nie als anspruchsvoll wahrgenommen habe, sie hat mich eigentlich nie sonderlich beschäftigt außer bei Sonne. Ich hätte lieber eine Creme für anspruchslose Haut gekauft oder vielleicht für fröhliche Haut. Kosmetik ist immer allzu problemorientiert, finde ich. Lange gab es ja auch nur Shampoo für Problemhaare - für splissiges, brüchiges, trockenes, fettiges, dünnes Haar und so weiter. Also nur Shampoo für Leute, die ihre Körperteile dissen. Das muss man sich mal vorstellen, was für ein Fuck-up! Ich fand mein Haar immer super und wechselte daher sofort zur "Prachtvoll"-Serie von Guhl, als ich sie entdeckte.

    Zurück zum Thema, das ja der Tagesablauf ist. Zu Hause bereitete ich Nudeln mit einer Tomaten-Zucchini-Bohnensoße zu, als alles fertig war, hatte ich Appetit auf Nudeln pur, also aß ich das. Die Soße hält sich ja. Und dann saß ich im Sessel und klärte ein Rätsel auf, das mich seit morgens beschäftigt hatte, als ich im Kalender sah, dass ich Sonntag eine Verabredung zum Buchclub habe. Nämlich lesen wir gerade ein Buch, das mir sehr gut gefällt und es taten sich für mich gleich zwei Probleme auf: zum einen werde ich am Sonntag zur geplanten Buchclubzeit noch auf der Autobahn sein und zum anderen konnte ich mich partout nicht mehr daran erinnern, wie das Buch zu Ende ging. Also an gar nichts, meine Erinnerung bricht mittendrin ab. Ich beruhigte mich mit dem Gedanken, dass ich ja wirklich aktuell viel um die Ohren habe und das Ende vom Buch deshalb vergessen habe. So war es aber, wie ich vorhin feststellte nicht. Sondern ich habe das Buch gar nicht beendet, eine Stunde Lesezeit liegt noch vor mir. Was mich freut, denn so ein nicht erinnerliches Ende wäre bei einem guten Buch doch sehr schade gewesen! Jetzt habe ich nur noch das Probem, dass ich am Sonntag gar keine Zeit habe für den Buchclub, aber vielleicht kann ich telefonisch aus dme Auto teilnehmen.

    (Kommentare)

    November seit 7286 Tagen

    Letzter Regen: 05. März 2026, 23:26 Uhr