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    Sonntag, 1. Januar 2012
    Blogging November - 62

    Samstag, 31. Dezember 2011
    Blogging November - 61

    Freitag, 30. Dezember 2011
    Blogging November - 60

    Donnerstag, 29. Dezember 2011
    Blogging November - 59

    Donnerstag, 29. Dezember 2011
    Blogging November - 58

    Die Tage zwischen den Jahren sind so entspannt wie lange nicht. Vermutlich liegt es unter anderem daran, dass das Kind nun in einem Alter ist, in dem es sich für Filme interessiert, die auch Erwachsene gut aushalten können.

    Was bisher fehlt ist der Anruf meiner Mutter, dass zwischen den Jahren keine Wäsche zu waschen sei, sonst würde man das ganze Jahr waschen. Ich vermute da ja eine ganz umgekehrte Kausalität: wer das ganze Jahr viel Wäsche hat, muss eben auch zwischen den Jahren waschen. Das interessiert Mama aber nicht. Und auch nicht, dass man ja eigentlich sagt, es würde sonst ein Unglück geschehen und nichts mit weiterer Wäsche. Wobei viel Wäsche das Jahr über schon auch sehr nervig ist. Das Unglück des kleinen Mannes, sozusagen.

    Ansonsten ist der Kühlschrank den Möglichkeiten entsprechend leer gegessen, der neue Kalender hängt und - auch wenn ich es vor einigen Tagen noch nicht für möglich gehalten hätte - wächst die Freude darauf, den Weihnachtsschmuck wieder zu verräumen und die gewohnte Ordnung wieder herzustellen. Und mit den Plätzchen reicht es jetzt auch.

    Das dann nach dem Jahreswechsel. Bis dahin hier nur Bild, kein Ton.

    Dienstag, 27. Dezember 2011
    Blogging November - 57

    Neulich habe ich versehentlich wasserfestes Augenmake-up gekauft. In der Folge musste ich kleine, ölgetränkte Tüchlein kaufen, die einzig dazu dienen, dieses wieder vom Auge zu entfernen. Da sich das Öl aus den Tüchlein in meinen Lachfalten festsetzte und dort auch am nächsten Tag dann noch zu Wasserfestes-Augenmake-up-Verschmierungen führte, musste ich ein spezielles Gesichtswaschgel kaufen, um die Ölrückstände zu entfernen. Dann brauchte ich noch eine reichhaltigere Creme für die durch das Waschgel entfettete Haut.

    Ich glaube, ich habe jetzt die Kosmetikindustrie verstanden.

    Montag, 26. Dezember 2011
    Blogging November - 56

    Es ist nicht so, dass ich nichts zu lesen hätte. Es ist viel mehr so, dass - sollte der Bücherstapel vom Nachtisch ins Bett kippen, während ich darin liege - sie vermutlich vorerst das letzte von mir gehört haben, denn ich läge begraben nicht nur unter

    Gary Larson - The complete Far Side (geschätzt 7 kg?)

    sondern auch unter:

    John Irving: The water-method man
    Dieter Moor: Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht
    Kristin Cashore: Fire
    Mariana Leky: Die Herrenausstatterin (angefangen)
    China Miéville: Embassytown (angefangen)
    Robert Gernhardt: Im Glück und anderswo (schon reingeschaut)
    Neal Stephenson: Anathem (angefangen)
    Elisabeth Herrmann: Die 7. Stunde
    Neal Stephenson: Diamond Age
    Abaelardus: Der Briefwechsel mit Heloisa (angefangen)
    Goethe: Faust I (fast durch)
    China Miéville: Perdido Street Station
    Charlie Huston: Der Prügelknabe
    Uwe Kling: Die Känguru-Chroniken
    Aleksandar Hemon: The Lazarus Project (fast durch)
    Jonathan Franzen: Die Korrekturen (in der Mitte)
    David Sedaris: Squirrel seeks chipmunk (fast durch)
    Karen Maitland: Company of Liars (angefangen)
    Franz Kafka: Tagebücher 1909-1923 (in der Mitte)
    Eckart von Hirschhausen: Glück kommt selten allein (angefangen)
    George R.R. Martin: A feast for crows
    Ernst Peter Fischer: Schrödingers Katze auf dem Mandelbrotbaum (angefangen)
    Ursula K. Le Guin: The left hand of darkness
    Lionel Shriver: the post-birthday world
    Abigail Thomas: A three dog life

    Ein typischer Fall von Entscheidungsunfähigkeit also.

    Sonntag, 25. Dezember 2011
    Blogging November - 55

    Wie Jopi Heesters hat eine Ratte vom Kind Weihnachten nicht überlebt, nur ist sie leider, naja, vielleicht auch Gott sei Dank, nicht ganz so alt geworden.

    Mit ihrem weißgrauen Fell und dem relativ breiten, platten Köpfchen hatte sie Ähnlichkeit mit einem Hai - und war auch genauso bissig. Völlig grundlos ging sie am Liebsten auf Füße los - schlich sich von hinten an, flitzte um den Fuß, biss vorn in den Zeh um genauso schnell wieder zu verschwinden. Im Frühsommer bekam sie einen Tumor und wurde operiert - die Fäden hat sie sich selbst nach 3 Tagen gezogen und so wurde ihr das Vergnügen zuteil, sich täglich mehrfach von mir die Bauchwunde mit Braunol spülen zu lassen.

    Nun kann man sich schlecht mehrfach täglich beruhigen und versorgen lassen, ohne sich näher zu kommen, und so wurde der kleine Hai doch noch sehr zutraulich, erholte sich gut und hatte ein paar schöne Wochen, bis sie einfach immer schwächer wurde. Sie schaffte es jeden Abend in ihre Lieblingshängematte und stand sofort parat, wenn man sich dem Käfig näherte, aber zwischen den guten Phasen lahmten mal die Vorderpfoten und mal die Hinterbeine, gab es kleine Krampfanfälle. Sie wurde immer weniger und genoss es, abends in der Hand zu sitzen und sich mit Banane füttern zu lassen.

    Mach es gut, kleine Ratte. Es war schön, dass wir noch deine zutrauliche Seite kennengelernt haben.

    Samstag, 24. Dezember 2011
    Blogging November - 54

    Die alljährliche weihnachtliche Fotobuchbestellung geht normalerweise immer auf den absolut letzten Drücker, sprich: 2 Minuten vor Mitternacht des letzten Bestelltages, über die Bühne. Und es ist immer gut gegangen. Dieses Jahr war ich früh dran, alles lässig mit 3 Tagen Puffer, und: die Sachen sind nicht da. Ein weiterer Beleg für die These, dass ein gutes Pferd knapp springt. Zum Glück war das nur ein Nebengeschenk.

    Gleichermaßen hat die Post seit einer Woche eine Bücherlieferung verschluckt. Versendet am 14.12. und schlichtweg nicht da. Die Sachen habe ich dann gestern nochmal im Schnellmodus mit "garantierter Lieferung am 24." bestellt. Momentan befinden sie sich bei Erfurt. Vielleicht kommt der DHL pünktlich zur Bescherung? Ganz ehrlich, Paketzusteller möchte ich auch nicht sein. Gibt man dem Herrn dann Trinkgeld, oder haut der einem das um die Ohren?

    Das sind aber ja alles nur kleine Aussetzer. Insgesamt ist alles gut und ich bin zuversichtlich, dass die Feiertage entspannt werden. Und dasselbe wünsche ich Ihnen auch.

    Freitag, 23. Dezember 2011
    Blogging November - 53

    Es mag der Eindruck entstehen, dass ich von einer vertrackten Gesprächssituation in die nächste stolpere. Manchmal ist es aber auch wirklich nicht einfach.

    Mademoiselle hat in der Schule eine neue Freundin gefunden. Die Mutter des Kindes kommt aus einem spanischsprachigen Land in Südamerika (das ist nicht Kryptik sondern ich weiß nicht aus welchem, ich höre nur, dass es Südamerika ist), der Vater aus Deutschland. Die Familie spricht oft untereinander Spanisch. Soweit, so gut. Nun geht man aber ja nicht gleich, wenn man jemanden kennen lernt, der eine anders Sprache spricht, hin und sagt: "Hey, übrigens, die Sprache kann ich auch!" Die Mutter spricht gut verständlich Deutsch, es gab für mich bisher überhaupt keinen Anlass, mit ihr Spanisch zu sprechen.

    In letzter Zeit habe ich dann aber ab und an etwas verstanden, das ganz offensichtlich nicht für meine Ohren bestimmt war. Wenn, sagen wir mal, nicht ganz präzise übersetzt wurde. Diese Höflichkeitsdinge, Sie wissen schon. Wenn nach der Schulweihnachtsfeier die Frage aufkommt, ob man noch gemeinsam einen Glühwein trinken geht, die Eltern sich kurz untereinander fremdsprachlich beraten und in etwa "boah, nee, ich hab echt keine Lust mit diesen ganzen Hühnern noch was zu trinken, geh du ruhig wenn du willst" - "nee, ich will nur noch auf die Couch, mir reicht es für heute" sagen, der Gruppe dann "wir würden gern, aber geht leider nicht, es kommt noch Besuch" bescheiden. Alles im Rahmen, ich finde es gut, wenn Leute freundlich sein möchten. Oder auch neulich, als die neue Freundin zu Besuch kommen sollte und der Vater bei der Mutter nachfragte, was das (also die Familie N.) so für Leute sind, ob sie da schonmal war, wie es da so aussieht, ob man denn das Kind dahin gehen lassen könne. Sicher ein Punkt, den man mal besprechen kann und es gab auch keine schmerzhaften Antworten, trotzdem aber das Gefühl des Unwohlseins, jemanden belauscht zu haben.

    Tippt man denen dann mitten im Gespräch auf die Schulter und sagt, dass man jedes Wort versteht? Nicht wirklich. Und irgendwann ist es dann auch zu spät und man muss für den Rest der Bekanntschaft partielle Sprachamnesie erleiden.

    Erfreulicherweise bin ich daran gerade noch einmal vorbeigeschrammt, und meine Rettung war mein Bücherregal. Vor diesem standen wir heute, als das Kind bei der Abholung störrisch war, und die Mutter bemerkte die spanischen Bücher. Ob ich Spanisch spräche, fragte sie. - Ja, schon, etwas eingerostet, aber ich verstehe ganz gut. - Ach, tatsächlich? Sie verstehen mich, wenn ich Spanisch spreche? - Ja, klar. - Ah.

    Gut. Das wäre also geklärt. Glück gehabt. Und gut, dass ich ein Bücherregal habe, und keinen Kindle.

    November seit 7222 Tagen

    Letzter Regen: 09. November 2025, 08:08 Uhr