Einmal ist keinmal. Einmal ist nicht keinmal. Das Ding an einer Sucht ist, dass einmal eben nicht keinmal ist. Dass die Freiheit, sagen zu können, dass einmal keinmal ist, komm Schwamm drüber vergessen vorbei, eben nicht mehr besteht. Einmal ist der Beginn einer Folge, der Beginn einer Akzeleration.
Das Ding an einer Sucht ist auch, dass "nie wieder" so verdammt lang ist. Dass "nie wieder" eben nicht "nur wenn's keiner merkt" ist, oder "nur eine Ausnahme" oder "nur im Urlaub mal" oder "erst wieder wenn ich in Rente gehe". Nie ist nie. N-I-E. Ende. Auf der einen Seite ist das sehr einfach, denn da gibt es nichts zu diskutieren. Einmal ist einmal und nie ist nie. Sehr übersichtlich. Andererseits ist es so verdammt ungerecht, hier nicht entscheiden zu können, entscheiden zu dürfen, denn nie ist nie. Klar kann ich mir sagen, dass ich die Entscheidung an einem vorgelagerten Punkt treffe - vor dem "einmal (noch)" statt vor dem "(noch) einmal", und wo ich entscheide ist doch egal. Genau, blablabla. Ist es nicht. Ist es nicht. Selber ein Bein gestellt und nix mehr zu entscheiden weil nachgewiesen inkompetent. Ach was, inkompetent, menschlich halt. Lasst mich doch in Ruhe...
Das Ding an einer Sucht ist auch, dass es am Anfang schwer ist aber dann doch auch einfach, denn die Probleme sind real. Liegen die Karten auf dem Tisch, dann passt jeder auf. Die Konversation um einen herum wird mitleidig-verständnisvoll um das brisante Thema herum gesteuert und nähert sich ein Uneingeweihter auch nur ansatzweise dem Tabu so wirft sich jemand dazwischen und spricht engagiert über's Wetter. Jede Veränderung, ob körperlich oder das Verhalten betreffend, wird registriert, analysiert, diskutiert. Ja-ha-ha-haaaa.
Nach ein paar Jahren ist dann ja alles in bester Ordnung. Kein reales Problem vorhanden. Ja, ihr geht es gut... Hmhm, läuft alles rund, ... sehr stabil, das ist vorbei... . Rückfälle kommen immer dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Wenn sie am unnötigsten sind. Wenn die Sicherheit da ist, dass es nicht mehr passiert. Denn Sicherheit und Wachsamkeit schließen einander aus.
Kein reales Problem mehr. Alles nur im Kopf. Gar nicht wirklich da. Läuft alles rund, sehr stabil. Eimal nur. Ich hab das im Griff. Natürlich nicht. Unnötig. Absolut unnötig. Einmal, nur um mir zu zeigen, dass ich es im Griff habe. Einmal entscheiden. Einmal den Kopf in den Nacken werfen und das Schicksal auslachen. Beiß doch, wenn Du Dich traust! Das ist natürlich alles sehr pubertär und unvernünftig. Lasst uns um Himmels willen erwachsen und vernünftig sein, wenn sonst schon nichts...
Was man nicht im Kopf hat, hat man delegiert.
(hoffentlich...)
Da ich ja kein Auto habe um mich über mein Autokennzeichen darstellen zu können und von diesem Geburtstagstypenzeugs ernsthaft beleidigt wurde und damit die Bekanntgabe des Ergebnisses verweigere, hier etwas anderes:
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You Are 84% Open Minded |
![]() You are so open minded that your brain may have fallen out! Well, not really. But you may be confused on where you stand. You don't have a judgemental bone in your body, and you're very accepting. You enjoy the best of every life philosophy, even if you sometimes contradict yourself. |
Merkwürdigerweise beleidigt mich das gar nicht. "You are so open-minded that your brain may have fallen out!". Haha. Den Eindruck habe ich auch manchmal, ehrlich.
Kopf ist leer.
Mal was anderes. Ungewohnt, aber nicht unangenehm.
(Bischn langweilig vielleicht)
Helles Hefe und Kohlrabi. Hm, hm. Gar nicht mal sooo schlecht.
Eine Mail vom Arbeitsplatz ("This e-mail is sent by a law firm blabla...") und sie haben das Ersatzteil per Postexpress und Einschreiben innerhalb von 12 Stunden zu mir geschafft.
Feiglinge!
Gerade festgestellt, dass sich in einem Makro ein Fehler eingeschlichen hat und seit unbestimmter Zeit berufliche Faxe mit meiner Privattelefonnummer rausgehen.
Gut, dass das Telefon nicht geht!
Alle Empfehlungen und Äußerungen der Zufriedenheit meinen Telefonanbieter betreffend, die ich hier oder andernorts jemals veröffentlicht haben sollte, nehme ich hiermit zurück und behaupte das Gegenteil. Ich versichere nunmehr, dass dieser Anbieter mich in den letzten zwei Wochen von seiner absoluten Inkompetenz nachhaltig überzeugt hat.
Search request: Nasendusche Kleinkind
Vergessen Sie's!!!
Das gedankentötende Staubsaugergelärme gegen das fast schon meditative Fegen mit dem Besen. hwwwschssd, hwwwwschssd (ein bisschen wie die starken Raucher nach der halbjährlichen Evakuierungsübung im Büro, 25. Stock, *gnihi*)
Besen ist überhaupt auch das schönere Wort. Staub-Sauger... ich bitte Sie! Besen, schon vor dem 8. Jahrhundert belegt und geht wohl auf einen Begriff für Wurzel zurück. Althochdeutsche bes(a)mo. Im Schottischen übrigens besom, interessanterweise aber nicht erstaunlicherweise. Auch für eine Frau zu gebrauchen. Man schenke mir mal ein T-Shirt mit diesem Aufdruck.
1. Wird vom Kind widerspruchslos verzehrt (da für Spinat gehalten).
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Das war's. Mehr kommt hier nicht mehr.
Rezension für Frau Fishy.
Manchmal bin ich froh, wenn ein Buch zu Ende ist. Das ist dann kein schlechtes Buch - dann hätte ich es nicht so weit gelesen. Es ist dann meist ein anstrengendes Buch.
Here Be Dragons beschreibt die Geschichte von England und Wales im ausgehenden 12 / Anfang 13. Jahrhundert. Protagonisten sind Llewelyn ("Llywelyn I of Wales") einerseits und Joanna (Joan - uneheliche Tochter von John, d.h. John Lackland, jüngerer Bruder von Richard Löwenherz). Die beiden werden erst einzeln vorgestellt - die Erzählstränge werden dann nach ca. 150 Seiten verknüpft und beschreiben weiter die kontinuierlichen Spannungen zwischen England und Wales aus zweierlei Sicht bis hin zur vorläufigen Konsolidierung Llewelyns Macht. Das Buch ist, soweit ich das beurteilen kann, historisch sehr detailgetreu. Jedem, der sich mit der politischen Situation in England/Wales im 12./13. Jahrhundert beschäftigen möchte, sei es wärmstens ans Herz gelegt. Insbesondere die andere Perspektive auf König John habe ich sehr geschätzt.
Allerdings lese ein Buch, um mich darin zu verlieren. Das klappt hier nicht, was meiner Ansicht nach an der Fülle der Details liegt. Ständig finden Sprünge in Ort und Zeit statt, um ein Gesamtbild der Situation zu geben. Ständig wird hier und da noch jemand namentlich erwähnt, weil er in der Geschichte (aber nicht in der Story!) eine Rolle spielt.
Das Buch hat einige sehr, sehr gute Momente, was es umso ärgerlicher macht, dass die Autorin diese nicht weiter ausarbeitet oder enger verknüpft. Viele Personen werden liebevoll eingeführt und charakterisiert - um hinterher nie wieder aufzutauchen. Ich hatte x Mal das Gefühl "aaah, jetzt geht es los" - nur um drei Seiten weiter wieder zwei Jahre nach vorn und über eine Grenze katapultiert zu werden.
Einen historischen Roman zu schreiben, ist immer eine Gratwanderung zwischen Erzählen und Berichten. Here be Dragons kippt für meinen Geschmack zu oft Richtung Berichten. Kein schlechtes Buch, aber ein anstrengendes.
Urlaubsantrag auf den Tisch bekommen mit der Begründung "weil da Harry Potter rauskommt und ich das sofort Tag und Nacht lesen muss".
Hihi. Gleich genehmigt.
ist mir ja schon, wenn ich sehe, wie sich da jemand fleißig rückwärts durch meine Einträge liest.
Andererseits - man hat es ja nicht anders gewollt.
Viel Vergnügen, liebe(r) "wer auch immer"... über Kommentare freue ich mich :-)

