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    <title>27. Mai 2026 - 4. Sommertag</title> 
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    <description><![CDATA[<img src="https://vg09.met.vgwort.de/na/19e61b7e03014189a8b9060413fa26ee" width="1" height="1" alt="" />Heute fiel mir noch etwas ein, was gestern am Sommer gut war. Mein Blick hat sich offensichtlich &uuml;ber Nacht schon etwas gesch&auml;rft. Gut war, dass Fragmente mir sagte, ich tr&uuml;ge ein sch&ouml;nes Sommeroutfit. Im Winter h&auml;tte sie das vermutlich nicht gesagt.<br />
<br />
Heute waren zwei Sachen am Sommer gut. Zum einen hatte das Freibad in Neu-Isenburg ge&ouml;ffnet (ich kann es mir leicht machen und jeden Tag ein anderes Freibad der Region aufsuchen, dies dann lobend erw&auml;hnen). Und auf dem R&uuml;ckweg von diesem Freibad, in dem ich nat&uuml;rlich im Winter nicht gewesen w&auml;re, zeigte ein inoffizielles Geschwindigkeitsmessschild mir "Danke" an. Ich liebe diese Schilder und m&ouml;chte immer von ihnen gelobt werden, immer das Danke oder den Daumen hoch oder den lachenden Smiley bekommen. Wenn ich mal - das passiert ganz selten - den traurigen Smiley bekomme, drehe ich um und fahre nochmal dran vorbei. Ich kann das sonst nicht aushalten.<br />
<br />
Um die Leserschaft informiert zu halten m&ouml;chte ich noch erw&auml;hnen, dass Person 2 ihr Arbeitsprodukt noch immer nicht hat. Wir sprachen am 15. Mai dar&uuml;ber, damals lief die Angelegenheit schon seit vier Tagen. Vorgestern, also Montag, kam ein ganz kleines bisschen Bewegung in die Sache, als Person 2 n&auml;mlich in mein B&uuml;ro kam und sagte, sie schulde mir eine Mail, also eine Antwort, doch h&auml;tte heute keine Zeit. Ich schob mit dem Finger eine Augenbraue hoch. Die Vorstellung, ich h&auml;tte in dieser Angelegenheit irgendeine Interessenlage, schien mir einigerma&szlig;en avantgardistisch.<br />
<br />
Gestern kam die Person wieder in mein B&uuml;ro, schloss die T&uuml;r, rutschte melodramatisch halb daran herunter, vergrub das Gesicht in den H&auml;nden und sagte, sie m&uuml;sse jetzt wirklich diesen Vorgang voranbringen, den Antrag formulieren, doch es sei alles so unglaublich kompliziert und sie habe niemals gewusst, dass sie sich bei Erreichen der lang ersehnten und k&uuml;rzlich erklommenen Stufe der Karriereleiter mit SO ETWAS befassen m&uuml;sse. Ich wiederholte noch einmal, dass ich den Antrag formulieren kann, dazu nur ein paar Informationen ben&ouml;tige, die ich jetzt auch gleich im Gespr&auml;ch erfragen konnte. Also stellte ich meine Fragen. Statt sie knapp und sachlich zu beantworten wurde Person 2 sehr emotional, es sei alles nur so, weil eben immer alles so unangemessen verkompliziert und undurchdringlich sei und sie selbst von unglaublichem Pech verfolgt. Ich sagte "jaja, ich brauche nur die Fakten", versuchte, sie herauszuh&ouml;ren, formulierte daraus den Antrag, schickte ihn Person 2 zur Durchsicht per Mail und bat sie, wegzugehen, die Mail zu lesen und mit dem geballten Hintergrundwissen, &uuml;ber das eben nur Pereson 2 verf&uuml;gt, den Feinschliff vorzunehmen.<br />
<br />
Das war gestern Mittag. Es geschah dann nichts weiter bis heute um 16:48, als Person 2 anrief und fragte, wie lange ich noch da sei, damit wir uns ihrer Sache noch einmal widmen, sie w&uuml;rde jetzt sehr bald meine Mail lesen. Ich antwortete, das sei noch exakt 12 Minuten lang der Fall, dann w&uuml;rde ich ins Freibad aufbrechen. "Das schaffe ich!" rief Person 2 enthusiastisch. <br />
<br />
Ich habe seither nicht wieder etwas geh&ouml;rt.<br />
<br />
<a href="https://novemberregen.de/2026/05/27/sommertag-4/">(Kommentare)</a>]]></description>
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  <item rdf:about="https://novemberregen.blogger.de/stories/2914549/">
    <title>3. Sommertag</title> 
    <link>https://novemberregen.blogger.de/stories/2914549/</link>
    <description><![CDATA[<img src="https://vg09.met.vgwort.de/na/c746340e2c1941eeafe50c40a328bc7f" width="1" height="1" alt="" />Es ist schon der dritte Sommertag in diesem Jahr. Ich hatte mir am ersten Sommertag - er kam recht &uuml;berraschend, schnell &uuml;berlegen m&uuml;ssen, wie ich mich in diesem Jahr zum Sommer verhalten. Schnell wurde klar, dass auch dieses Jahr wieder schlechte Laune angezeigt sein wird. Zus&auml;tzlich wollte ich aber an jedem Tag drei gute Sommerdinge festhalten, damit ich nichts &uuml;bersehe, wer wei&szlig;, vielleicht wird Sommer doch noch was f&uuml;r mich, man darf sich ver&auml;ndern.<br />
<br />
Das hat bisher nicht geklappt. Also der Teil mit der schlechten Laune schon, der mit den drei guten Sommerdingen am Tag aber nicht. Es ist Tag 3 und ich bin erst bei zwei guten Dingen insgesamt, n&auml;mlich 1. Der Badesee ist ge&ouml;ffnet und 2. Auf den Schwimmbadpommes war so viel Salz, dass ich mir an diesem Tag &uuml;ber Salzmangel keine Gedanken machen musste. <br />
<br />
Mehr konnte ich beim besten Willen noch nicht finden, ich werde meinen Blick noch sch&auml;rfen m&uuml;ssen. Das schreibe ich bewusst hier, um Druck aufzubauen, denn Druck befl&uuml;gelt mich.<br />
<br />
Das Wasser im Badesee hatte angenehme 18 Grad, ich schwamm eine Stunde darin herum, dabei kam der Wunsch in mir auf, in einem gro&szlig;en See zu schwimmen oder durch einen gro&szlig;en See zu schwimmen. Daher informierte ich mich abends &uuml;ber Schwimmevents. Es gibt im August eine Atterseequerung, die ich spannnend finde, das ist aber ziemlich weit weg und die Startpl&auml;tze wohl immer innerhalb weniger Minuten vergeben. Die &uuml;brigen Events, die ich fand, schienen mir sehr kompetitiv, ich m&ouml;chte mich nicht hetzen sondern einfach in Ruhe durch einen gro&szlig;en See schwimmen. Das kann man am Bodensee machen, indem man sich alles m&ouml;gliche an Personal selbst anmietet, das ist dann sehr exklusiv in jeder Hinsicht. <br />
<br />
Ein m&ouml;glicherweise passendes Event gibt es in D&uuml;sseldorf, nicht im Rhein (w&auml;re mir auch zu dreckig) sondern im Unterbacher See. Sogar passende Streckenl&auml;ngen, noch freie Pl&auml;tze und ein (halbwegs) passender Termin. Es wird aber erst ein paar Tage vorher anhand der Wassertemperatur entschieden, ob es eine Neoprenpflicht gibt und, wirklich, ich halte es f&uuml;r ausgeschlossen, dass ich mich in Neopren h&uuml;lle, alles daran st&ouml;&szlig;t mich ab, lieber schwimme ich nicht. So kann man sich, falls diese Pflicht verh&auml;ngt wird, dann nat&uuml;rlich auch entscheiden, kurzfristig, das Startgeld ist dann aber weg. Ich werde diese Events noch eine Weile beobachten, um eine bessere Einsch&auml;tzung zu haben. &Uuml;brigens: bisher ist nur ein einziges Team, und zwar m&auml;nnlich, f&uuml;r die Staffel angemeldet. Sollte sich ein weibliches Team finden, das mit mir dort die Staffel schwimmen will, h&auml;tten wir (Stand heute) hervorragende Chancen auf die Goldmedaille! Auch, wenn wir ganz gem&uuml;tlich schwimmen.<br />
<br />
<a href="https://novemberregen.de/2026/05/26/sommertag-3>(Kommentare)</a>"></a>]]></description>
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  <item rdf:about="https://novemberregen.blogger.de/stories/2914139/">
    <title>15. Mai 2026</title> 
    <link>https://novemberregen.blogger.de/stories/2914139/</link>
    <description><![CDATA[<img src="https://vg09.met.vgwort.de/na/0cfb69a81afc4a5c928596397d5478b3" width="1" height="1" alt="" />Vier Arbeitstage nach dem Urlaub und ich habe schon wieder einen &Uuml;berblick. Und das Chaos ist nicht mehr gr&ouml;&szlig;er als vor dem Urlaub. Okay, auch nicht kleiner. Doch der Urlaub ging ja &uuml;ber zwei Wochen. Wenn das nach nur vier Tagen schon wieder stabilisiert ist, kann ich das ja &ouml;fter machen.<br />
<br />
In den letzten vier Tagen gab es auch einen Vorfall, aus dem man lernen kann. Sofort nach R&uuml;ckkehr wollten zwei Personen unabh&auml;ngig voneinander von mir ein sehr &auml;hnliches Arbeitsprodukt.  Daf&uuml;r musste ich zun&auml;chst Zahlen zusammenstellen und einen Vorschlag dazu machen, die Personen mussten dem Vorschlag dann zustimmen (oder nicht), ich hatte dazu jeweils eine (identische) R&uuml;ckfrage, nach Kl&auml;rung dieser R&uuml;ckfrage war noch eine Genehmigung des Chairman einzuholen, schriftlich, ein begr&uuml;ndeter Antrag. F&uuml;r diesen brauche ich zwei oder drei Stichworte, dann kann ich den Antrag stellen, wenn das OK kommt, kann das Arbeitsprodukt verschickt werden. Beiden Personen war es sehr eilig damit. Generell findet Person 1, ihre Angelegenheiten laufen gut und es werden immer schnelle und gute L&ouml;sungen gefunden. Person 2 findet, unsere Abl&auml;ufe sind unglaublich kompliziert und die Welt hat es darauf abgesehen, ihr das Leben schwerzumachen.<br />
<br />
Beiden Personen schickte ich direkt Dienstagmittag quasi zeitgleich (ca. ein bis zwei Minuten Unterschied) den ersten Entwurf. <br />
<br />
Person 1 ging, wenn ich mit Vorschlag/R&uuml;ckfrage anrief, ans Telefon und lieferte die Stichworte z&uuml;gig. Das OK vom Chairman kam unmittelbar, am Dienstag gegen 15 Uhr war alles abgeschlossen.<br />
<br />
Person 2 habe ich bis heute nicht telefonisch sprechen k&ouml;nnen. Ich habe nach dem ersten Anrufversuch Dienstagmittag eine Mail geschickt, die Antwort kam Mittwoch. F&uuml;r die sich ergebende R&uuml;ckfrage rief ich wieder an, leider keine Antwort, also formulierte ich sie schriftlich, die Antwort kam am Donnerstag, so dass ich wieder anrief, um nun die Stichworte f&uuml;r den Antrag abzustimmen. Kein Gl&uuml;ck, ich schrieb wieder.<br />
<br />
Die Antwort kam gerade, leider hat Person 2 meine Nachricht aber nicht vollst&auml;ndig gelesen, sondern nur den ersten Halbsatz. Oder sie wurde gelesen und nicht verstanden, was ich ungern glauben m&ouml;chte, denn die S&auml;tze waren denkbar einfach formuliert. Ungef&auml;hr "Hier ist der erste Entwurf, wir ben&ouml;tigen nun die Freigabe von XY. Um die f&uuml;r Sie zu beantragen, ben&ouml;tige ich 2-3 Stichworte zum Sachverhalt".<br />
<br />
Die Antwort, die ich gerade bekam, lautet "Super, danke!!" Sie verstehen, warum ich hoffe, dass nicht gelesen wurde.  Es ist jetzt Freitagabend, nach 21 Uhr, ich werde erst am Montag erneut nachfragen. Was mir sehr schwer f&auml;llt, denn zum einen mag ich Person 2 wirklich enorm gern und noch lieber mag ich es, wenn Dinge gut funktionieren. Gleichzeitig wei&szlig; ich, dass exakt in dieser Situation jetzt die beste Chance f&uuml;r Person 2 liegt, zu begreifen, warum ihr Krempel immer unfassbar lang dauert. Und f&uuml;r mich die beste Chance, daf&uuml;r zu sorgen, dass die Dinge zuk&uuml;nfig reibungsloser funktionieren. Daf&uuml;r muss ich diese Angelegenheit jetzt vor die Wand fahren lassen. Schmerzhaft, aber nachhaltig.<br />
<br />
<a href="https://novemberregen.de/2026/05/15/15-mai-2026/">(Kommentare)</a>]]></description>
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  <item rdf:about="https://novemberregen.blogger.de/stories/2914034/">
    <title>12. Mai 2026</title> 
    <link>https://novemberregen.blogger.de/stories/2914034/</link>
    <description><![CDATA[<img src="https://vg09.met.vgwort.de/na/ecf86726932347a5acb7d5b6bb259a9d" width="1" height="1" alt="" />Ich verhalte mich antizyklisch. Die Welt macht Hanta-Virus, ich k&uuml;ndigte heute an, mein gesamtes Home-Office-Equipment bis Montag zur&uuml;ckzugeben. Ich wei&szlig;, Personen ticken da unterschiedlich: ich sehe es f&uuml;r mich nicht, nochmal &uuml;ber "kurz notfallm&auml;&szlig;ig" hinaus von zu Hause zu arbeiten und ich m&ouml;chte auf gar keinen Fall irgenwo in meiner Wohnung zwei Monitore aufgebaut haben und mir auch nur noch ein weiteres Mal den Zeh am Drucker unter dem Tisch ansto&szlig;en. <br />
<br />
Die Aktion ist nicht ganz anlasslos - die Pr&uuml;fung der Ger&auml;te nach DGUV V3 steht an, sie m&uuml;ssen daher sowieso einmal kurz zu Besuch ins B&uuml;ro und ich werde sie dann nicht wieder mit zur&uuml;cknehmen. Wie in solchen Geschichten, in denen Menschen ihre gebrechlichen Eltern zum Nachmittagskaffee in ein Altenheim fahren und dann nicht wieder abholen. <br />
<br />
Heute, am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub stellte ich im B&uuml;ro fest, dass meine kurze Lunte vor dem Urlaub offenbar gar keine Urlaubsreife war. Sie besteht n&auml;mlich fort und ist vermutlich Teil einer neuen Grundhaltung. Wir werden uns alle damit arrangieren m&uuml;ssen, ich selbst auch. Es war sch&ouml;n, mich selbst als nette Person wahrzunehmen. Doch das ist jetzt Vergangenheit.<br />
<br />
Knapp 3.000 Mails hatten sich in meinem Postfach w&auml;hrend meiner Abwesenheit angesammelt. Das ist kein Tippfehler, jedoch nat&uuml;rlich eine komplett bizarre Anzahl. Ich hatte das, als ich Freitag kurz da war, nicht bemerkt (sonst w&auml;re ich vielleicht nicht wiedergekommen), da ich ein recht ausgekl&uuml;geltes Filtersystem habe, das mir auf den ersten Blick nur Mails anzeigt, die (in exakt dieser Reihenfolge) a) vom Chef, b) von meiner Assistentin, c) an mich als einzige Person gerichtet sind. Erst auf den zweiten Blick sehe ich dann die Mails, die an mich im To-Feld gehen, und erst danach offenbart sich der ganze restliche Schlonz, der rund 3/4 dieser Mailflut bildete. Den Schlonz betrachte ich r&uuml;ckw&auml;rts chronologisch, denn meist sind es irgendwelche ausufernden Hin- und Hermailungen, bei denen nur noch der allerletzte Stand relevant ist (wenn &uuml;berhaupt). Einen ganz separaten Ordner habe ich dann noch f&uuml;r Mails, bei denen ich im BCC stehe. Das sind meistens Petz-Mails!<br />
<br />
Von meiner ja noch recht neuen Assistentin war keine einzige Mail unter den knapp 3.000. Ich ging morgens als allererstes bei ihr vorbei und sie sagte, es seien schon ein paar Themen aufgetaucht, bei denen sie sich mit mir besprechen m&ouml;chte. Aber nichts davon sei eilig, daher habe sie nicht gemailt sondern alles auf einem Block notiert und wir k&ouml;nnten uns ja sp&auml;ter in der Woche mal zusammensetzen. Ich war kurz davor, sie zu umarmen, auf ein Rollw&auml;gelchen zu stellen und durch alle Flure zu schieben, dabei zu rufen "Schaut her, so macht man das, ihr Irrsinnigen!!" Aber ich hatte Angst, dass sie das befremdlich findet und sie davonl&auml;uft. <br />
<br />
Die andere neue Assistentin fragte ich heute auch, wie es ihr ergangen war und ob es etwas zu erz&auml;hlen g&auml;be. Sie sagte, die Stelle sei ja Liebe auf den ersten Blick gewesen und sie sei immer noch begeistert und "endlich beruflich angekommen", dann umarmte sie mich und schenkte mir Schokolade. Das fand ich befremdlich, lief aber nicht davon. Es ist ja nichts verkehrt an Schokolade.<br />
<br />
<a href="https://novemberregen.de/2026/05/12/12-mai-2026/">(Kommentare)</a>]]></description>
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    <dc:date>2026-05-12T20:21:05Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="https://novemberregen.blogger.de/stories/2913946/">
    <title>10. Mai 2026 - Vorletzter Urlaubstag</title> 
    <link>https://novemberregen.blogger.de/stories/2913946/</link>
    <description><![CDATA[<img src="https://vg09.met.vgwort.de/na/4b681cb50dc74adab72858e2a9a82b6f" width="1" height="1" alt="" />"Cola mit Zero?" fragt der freundliche Kellner die Frau am Nebentisch und ich zuckte. Sofort schreie ich "Liebe Frau nur ein paar Jahre &auml;lter als ich oder vielleicht auch nur mehr in der Sonne gewesen, bitte halten Sie einen Moment inne, diese Millisekunde, damit Sie jetzt nicht automatisiert wie ein Sprachmodell antworten, Sie sind allein hier und nicht nebenher am Telefon und lesen auch nicht, Sie m&uuml;ssen keine Sidequests wie Bestellungen automatisiert abwickeln, bitte, bitte nehmen Sie sich diese Millisekunde, die Situation zu verstehen, die sprachliche Ungew&ouml;hnlichkeit zu genie&szlig;en und dann ganz schlicht das zu bestellen, was Sie m&ouml;chten." Vor der Frau auf die Knie sinke ich quasi.<br />
<br />
Aber es ist zu sp&auml;t. Sie kennen das, wenn das Leben sich wie eine Filmszene vor Ihnen ausbreitet und Sie "Cut!", "Cut!!", "CUT!!!" br&uuml;llen wollen und wutentbrannt den Regiestuhl durch den Raum werfen, das Set tobend verlassen.<br />
<br />
Die Frau hielt nicht inne, sie sagte "ja, nee, &auml;h, meinen Sie...?" und der Kellner sagte "was? also... - achso...", F&uuml;llworte und Ellipsen umschwirrten meinen Kopf wie Fruchtfliegen und ich war davon genervt. Ich war gelangweilt von der Vorhersehbarkeit, angeekelt vom z&auml;hen folgenden Gespr&auml;chsverlauf. Und nat&uuml;rlich am allermeisten traurig um die liegengelassene Chance.<br />
<br />
Nat&uuml;rlich hatte ich au&szlig;erdem nur innerlich geschrieen.<br />
<br />
Zu den positiven Aspekten des letzten Urlaubstags: ich trank eine Birnen-Salbei-Limonade und konnte pl&ouml;tzlich wieder Birne schmecken. Wie toll ist das denn, das Schmecken ausgerechnet mit Birne wieder zu beginnen? Ich liebe Birne! <br />
<br />
Ich f&uuml;hle mich jetzt auch wieder sicherer. Vorgestern oder so, irgendwann kurz nach Fieber, r&auml;umte ich den K&uuml;hlschrank auf. Ich konnte weder schmecken noch riechen, es w&auml;re der optimale Zeitpunkt gewesen, mich zu vergiften, entweder f&uuml;r andere oder nat&uuml;rlich auch versehentlich durch mich selbst. Ich betrachtete abgelaufenen Frischk&auml;se, er hatte keine verd&auml;chtigen Stellen, ich roch - nichts, ich probierte vorsichtig und es h&auml;tte auch Niveacreme oder Deckwei&szlig; sein k&ouml;nnen, keine Ahnung. So hielt ich mich bei allem strikt ans Mindesthaltbarkeitsdatum, das man nat&uuml;rlich auch erst einmal finden und erkennen muss. Und ihm dann noch vertrauen.<br />
<br />
<a href="https://novemberregen.de/2026/05/11/10-mai-2026-vorletzter-urlaubstag/">(Kommentare)</a>]]></description>
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    <dc:date>2026-05-11T15:09:21Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="https://novemberregen.blogger.de/stories/2913945/">
    <title>9. Mai 2026 &amp;#8211; Urlaub zu Hause Tag X (Z&amp;auml;hlung...</title> 
    <link>https://novemberregen.blogger.de/stories/2913945/</link>
    <description><![CDATA[<img src="https://vg09.met.vgwort.de/na/466d2e94f4eb40528baada790475d627" width="1" height="1" alt="" />Ich brauchte Zahnseide, um den Kameraschutz von meinem Handy wieder abzukriegen. Zahnseide!! Seit Wochen sagt immer mal wieder jemand bedauernd &#8222;oh, du hast deine Kamera gesplitttert&#8220; &#8211; habe ich aber gar nicht, es ist nur der Schutz und der ging nicht mehr ab. Durch die st&auml;ndigen Versuche fing schon der gesamte Kamerabaustein (oder wie auch immer man das nennt) an, sich beim herumfummeln vom Rest der R&uuml;ckseite zu heben. Heute dann &#8211; ganz aus eigener Denkkraft, weder Google noch s&auml;mtliche KI-Modelle hatten irgendeine hilfreiche Idee, F&ouml;hn und Kreditkarte, dass ich nicht lache! &#8211; kam mir der Einfall mit der Zahnseide. Halleluja.<br />
<br />
Wobei ich schon fast bereit war, das Handy an sich aufzugeben. Es f&auml;llt n&auml;mlich ununterbrochen herunter. Egal, wo ich bin, innerhalb von einer Stunde f&auml;llt das Handy mindestens zweimal, au&szlig;er ich habe es in der Hosentasche nat&uuml;rlich. Die ganze Welt lacht mich schon aus. Fragmente und ich haben das wissenschaftlich untersucht, sie ist ja Doktorin der Naturwissenschaften. Das Handy bewegt sich von selbst. Man legt es auf eine (f&uuml;r andere Handys hinreichend gerade) Fl&auml;che ein paar Zentimeter vom Tischrand entfernt, f&uuml;hrt ein Gespr&auml;ch und &#8211; wenn man es aus dem Augenwinkel beobachtet, sieht man es genau! &#8211; das Handy robbt millimeterweise zur Tischkante und st&uuml;rzt sich hinunter. Auch Papa N. im Pflegeheim habe ich das gezeigt. Das Versuchsergebnis gilt damit als reproduzierbar. Das Handy mobbt mich. Allerdings ist es mittlerweile ja schon ungef&auml;hr tausend Mal von Tischen gefallen und hat noch immer keinen Defekt, das hat ber&uuml;hrt irgendwas in mir. Vermutlich werde ich traurig sein, wenn es kaputt geht.<br />
<br />
Ansonsten: Um 13 Uhr erhob ich mich aus dem Sessel, um die Erk&auml;ltung hinter mir zu lassen und wieder einem normalen Alltag nachzugehen. All das Geschirr, das ich von Papa N &uuml;bernommen habe, ist nun in meine K&uuml;che integriert. Das &#8222;gute&#8220; Geschirr sozusagen, wobei ich es t&auml;glich benutzen m&ouml;chte. Das darf als ansage verstanden werden. Jetzt ist nur noch das Werkzeug zu sichten und einzuordnen. Und danach muss nat&uuml;rlich meine gesamte Wohnung mit Anh&auml;ngen (Garage, Keller) einmal komplett gesichtet und durchsortiert werden, denn von vielen Gegenst&auml;nden werde ich jetzt zu viele haben, die k&ouml;nnen andere besser brauchen als ich. Aber das hat Zeit. Vielleicht mache ich das im n&auml;chsten Urlaub.<br />
<br />
<a href="https://novemberregen.de/2026/05/09/9-mai-2026-urlaub-zu-hause-tag-x-zaehlung-nicht-mehr-moeglich/">(Kommentare)</a>]]></description>
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  <item rdf:about="https://novemberregen.blogger.de/stories/2913944/">
    <title>8. Mai 2026 - Urlaub und im B&amp;uuml;ro</title> 
    <link>https://novemberregen.blogger.de/stories/2913944/</link>
    <description><![CDATA[<img src="https://vg09.met.vgwort.de/na/d8c424ef642e443693a91a8979da703e" width="1" height="1" alt="" />Ich hatte exakt drei F&auml;lle definiert, in denen ich im Urlaub gest&ouml;rt werden darf: 1. Das top geheime Mega-Projekt XY realisiert sich kurzfristig (das h&auml;tte ich nicht verpassen wollen), 2. der Turm st&uuml;rzt ein, 3. jemand stirbt.<br />
<br />
Die Nachricht, die gestern Nachmittag kam, war keine gute, und so war ich dann heute im B&uuml;ro (das nicht eingest&uuml;rzt ist), um ein paar Dinge in Bahnen zu lenken. Es war alles top vorbereitet, daher brauchte ich die veranschlagten 1,5 Stunden noch nicht einmal, ich war nach weniger als 30 Minuten fertig und nutzte die verbleibende Zeit, um noch ein paar Personen zum Zusammensitzen beim Mittagessen einzuladen.<br />
<br />
Ich konnte mich ehrlich gesagt nur schwer aus dem B&uuml;ro losrei&szlig;en. So ein sch&ouml;ner, aufger&auml;umter Raum, alles ganz frisch geputzt. So viele Menschen mit ganz vielen Anliegen. Und ein kleiner Stapel Post lag da. Briefpost ist ja selten geworden. Ein Brief fiel mir ins Auge, er war n&auml;mlich in einem Umschlag von unserem Firmenbriefpapier, allerdings in einer Variante, die wir seit zwei Jahren nicht mehr verwenden. Diesen einen Brief schaute ich mir trotz Urlaub n&auml;her an. Und siehe da, offenbar findet auch die Post, dass Briefpost selten geworden ist, und hat deshalb vorgesorgt: Briefe aus dem Jahr 2024, die nicht zugestellt werden konnten, wurden einfach bis 2026 aufgehoben, um nun als R&uuml;ckl&auml;ufer ausgeliefert zu werden.<br />
<br />
Da ich einmal unterwegs war, erledigte ich einen kleinen Einkauf gleich mit, so muss ich morgen nicht raus, wenn ich nicht will. Es k&ouml;nnte gut sein, dass ich dennoch will, ich f&uuml;hle mich n&auml;mlich genesen.<br />
<br />
Im Sinne der Vernunft setzte ich mich nach diesem Ausflug erst einmal wieder in den Sessel. Vielleicht auch, um mir keine unangenehmen Vortr&auml;ge nahestehender Personen einzuhandeln. Bis ich dann am Abend zum Chor aufbrach. Nat&uuml;rlich nicht, um zu singen, das geht nun wirklich noch nicht. Nur um die Noten f&uuml;r das neue Programm abzuholen und ein paar Unterlagen f&uuml;r die Buchhaltung. Das Radfahren tat sehr gut, gleichzeitig war es gut, dass der Weg kurz war. Ein l&auml;ngerer h&auml;tte noch nicht gut getan.<br />
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Auch das ist vermerkt.<br />
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<a href="https://novemberregen.de/2026/05/08/8-mai-2026-urlaub-und-im-buero">(Kommentare)</a>]]></description>
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