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    Freitag, 16. November 2012
    Blogging November - 382

    Für eine besonders wichtige Fähigkeit im Leben halte ich es übrigens, sich entscheiden zu können. Nehmen Sie mich als Beispiel, ich habe mich - aus nicht näher bekannten Gründen - dazu entschieden, dass hier auch heute ein Eintrag stehen soll, obwohl ich keinerlei Ahnung habe, woraus dieser bestehen könnte. Aber das macht ja nichts. Es ist noch ausreichend Zeit, einfach die nächsten 9 Minuten irgendetwas aufzuschreiben, ohne abzusetzen, es fällt einem ja immer irgendetwas ein, es ist nur oft leider nicht das, was man eigentlich sagen wollte - oder vielleicht auch sollte.

    Ich habe heute z.B. gelesen, dass ja bald die Welt untergeht und einige Leute deshalb an dem vorhergesehenen Tag zu einer Ufo-Landebahn pilgern möchten, weil dort sehr wahrscheinlich Außerirdische vorbeikommen und ausgewählte Personen mitnehmen, in ferne Galaxien, where no man has gone before. Was geht in diesen Leuten vor, möchte ich wissen. Wollen sie ihr Leben retten - was ich für sehr blauäugig halten würde, denn sie würden ihr Leben gar nicht retten, das Leben im weiteren Sinne meine ich, sondern bestenfalls tatsächlich nur ihre nackte Existenz. Oder sind sie abenteuerlustig und wollten immer schonmal Ufo fliegen? Und wenn letzteres, glauben sie wirklich die Aliens haben an Technik gedacht, die Menschen das Überleben an Bord sichert? Das Thema Weltuntergang an sich ist natürlich völlig uninteressant, aber diese Menschen, die zu Ufo-Landebahnen pilgern, leben ja mitten unter uns. Wie die ticken, das wüsste ich gern. Vielleicht lerne ich ja mal einen kennen.

    Weiter geht mir heute durch den Kopf, dass ich eine Angelegenheit im Büro zu regeln habe, über die Uneinigkeit besteht. Zwischen dem Oberchef und mir. Das ist nichts Ungewöhnliches, normalerweise klärt sich das sehr einfach, in dem der Oberchef sagt, dass gemacht wird, was er möchte. Dieses Mal sagte er jedoch, "dann wollen wir mal sehen, wer den längeren Atem hat". Ich bin nun irritiert und sowieso eher, wie oben erwähnt, ein Freund der kurzfristigen Entscheidung als des längeren Atems. Längerer Atem klingt langweilig und kompliziert. Muss ich jetzt langweilig und kompliziert machen? Wie unerfreulich.

    Die Katzen liegen übrigens hier auf der Sofalehne und schauen hochinteressiert Battlestar Galactica. Ungefähr so:






    Heute vor zig Jahren:

    In der Schule machen wir die 2. Stunde blau, um eine Geburtstagsmediation im Park abzuhalten. Mittags rief Ah an. Seine Mutter hatte im beim Frühstück etwas von meinem Anruf „verklickert“, er hatte es aber nicht ganz verstanden. Ich erkläre ihm, er hätte schon richtig verstanden, wir kämen um 19 Uhr vorbei, natürlich nur, wenn er nichts dagegen hat. Das hatte er nicht.

    Zu Spanisch nahmen wir eine Flasche Champagner, aber keine Spanischsachen mit. Wir haben sowieso keinen Plan mehr.

    Als wir wegen der Bahnverspätung um 19:13 Uhr bei Ah ankamen, klingelten wir und er kam mit Danni runter und überreichte Pe eine 2-Liter-Flasche Pennerwein. Wir gingen dann zum Stromkasten und tranken den Champagner. Natürlich fror der kleine Ah bald und wir mussten jetzt schnell wohin, wo es warm ist. Danni ging nach Hause, wir zu Ah. Da nervte uns die Mutter so lange, bis es sogar Ah zu dumm wurde und wir gingen raus. Bald war Ah wieder kalt. Pe unterhielt uns und kaufte sich Pommes. Gegen 22 Uhr, nachdem wir uns für Dienstag, 17 Uhr für die Geburtstagskastenfete verabredet hatten, ging Ah hoch, nachdem wir ihm versichert hatten, er müsse keinesfalls ein schlechtes Gewissen haben. In der Straßenbahn treffen wir zwei Jungs aus der Grundschule und fragen die beiden über sich aus, sie haben aber nichts interessantes zu erzählen. Wir schlafen bei Pe.

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