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Freitag, 30. März 2007
Here Be Dragons - Sharon Kay Penman

Rezension für Frau Fishy.

Manchmal bin ich froh, wenn ein Buch zu Ende ist. Das ist dann kein schlechtes Buch - dann hätte ich es nicht so weit gelesen. Es ist dann meist ein anstrengendes Buch.

Here Be Dragons
beschreibt die Geschichte von England und Wales im ausgehenden 12 / Anfang 13. Jahrhundert. Protagonisten sind Llewelyn ("Llywelyn I of Wales") einerseits und Joanna (Joan - uneheliche Tochter von John, d.h. John Lackland, jüngerer Bruder von Richard Löwenherz). Die beiden werden erst einzeln vorgestellt - die Erzählstränge werden dann nach ca. 150 Seiten verknüpft und beschreiben weiter die kontinuierlichen Spannungen zwischen England und Wales aus zweierlei Sicht bis hin zur vorläufigen Konsolidierung Llewelyns Macht. Das Buch ist, soweit ich das beurteilen kann, historisch sehr detailgetreu. Jedem, der sich mit der politischen Situation in England/Wales im 12./13. Jahrhundert beschäftigen möchte, sei es wärmstens ans Herz gelegt. Insbesondere die andere Perspektive auf König John habe ich sehr geschätzt.

Allerdings lese ein Buch, um mich darin zu verlieren. Das klappt hier nicht, was meiner Ansicht nach an der Fülle der Details liegt. Ständig finden Sprünge in Ort und Zeit statt, um ein Gesamtbild der Situation zu geben. Ständig wird hier und da noch jemand namentlich erwähnt, weil er in der Geschichte (aber nicht in der Story!) eine Rolle spielt.

Das Buch hat einige sehr, sehr gute Momente, was es umso ärgerlicher macht, dass die Autorin diese nicht weiter ausarbeitet oder enger verknüpft. Viele Personen werden liebevoll eingeführt und charakterisiert - um hinterher nie wieder aufzutauchen. Ich hatte x Mal das Gefühl "aaah, jetzt geht es los" - nur um drei Seiten weiter wieder zwei Jahre nach vorn und über eine Grenze katapultiert zu werden.

Einen historischen Roman zu schreiben, ist immer eine Gratwanderung zwischen Erzählen und Berichten. Here be Dragons kippt für meinen Geschmack zu oft Richtung Berichten. Kein schlechtes Buch, aber ein anstrengendes.

Freitag, 10. November 2006
10. November 1556

Although the fishing boats searched, for their own venal reasons, for quite a fair length of time, no man that night or any other laid hands on Richard Chancellor, Grand Pilot of the Muscovy Fleet, or his beloved son, Christopher.
Long before than, they had moved out of the bay, at first tangled kindly together, and later alone, out of sight of each other, but with the same broad and harmonious current bearing them east.
Over the lightening sea lay the path Chancellor had discovered, and the door he had opened, expending on it a sovereign order of courage in an element exacting of courage, for he sailed from home, and not towards it.
"We commit a little money to the hazard of fortune; he commits his life. Wherefore," Sidney had said, "you are to favour and love the man departing thus from us."
The way he had found opened for him, and his long-studied seas with dignity gave him his bier. And in the morning he was accorded the crown of dead men, to see the sun before they are buried, and he set out with shoes on his feet as do the Muscovites, for he had a long way to go.

(Dorothy Dunnett - The Ringed Castle)

Freitag, 2. Juni 2006
Niccolò Rising (Dorothy Dunnett) - Band I der Niccolò-Serie

Da ist so ein junger Mann Mitte des 15. Jahrhunderts Lehrling in einer Färberei. Er wird als ziemlich tölpelhaft und unbeschwert dargestellt, wobei sich im Laufe des Buches herausstellt, dass er das gar nicht ist. Gott sei Dank, denn sonst wäre das alles ziemlich langweilig.
Dieser junge Mann (Claes heißt er übrigens, später Nicholas oder auch Niccolò), nutzt einige Gelegenheiten, die er vorfindet, und schafft sich andere, die er nicht vorfindet, und schafft sich so eine gewisse Stellung in der Gesellschaft und trägt wesentlich dazu bei, dass die Färberei expandiert.

Jo, so ist das. Nicht uninteressant, aber so richtig mitreißend auch nicht...

Freitag, 26. Mai 2006
Irving Stone: The Agony and the Ecstacy

Ich hoffe mal, dass man "ecstacy" auch so schreibt. Das ist ein Roman über das Leben von Michelangelo. Eigentlich wollte ich das noch gar nicht lesen (weil ich erst einige andere Bücher zu Ende lesen wollte), aber ich habe drin geblättert und bin gleich hängen geblieben. Gutes Zeichen, sind immerhin über 700 Seiten, da sollte es mal besser interessant sein.

Rosemary Sutcliff: Sword at Sunset

Dieses Buch habe ich vor ca. zwei Wochen angefangen. Merkwürdigerweise bin ich über die ersten 20 Seiten noch nicht hinaus gekommen. Merkwürdig ist das, weil ich das Buch schon einmal vor mehreren Jahren gelesen habe und es damals sehr gut fand. Wobei mir die Einzelheiten entfallen sind. Aber es geht um die Artus-Sage.
Was ich besonders merkwürdig finde: ich finde das Buch recht "schwierig", von der Sprache her. Aber sollte mein Englisch vor ca. 15 Jahren besser gewesen sein? Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

Vielleicht verwechsele ich das Buch auch einfach mit einem anderen. Aber wieso steht es dann so zerlesen bei mir im Regal?

Donnerstag, 18. Mai 2006
Wobei ich allerdings mittlerweile...

bei House of Niccolo derselben Autorin angelangt bin.

Dazu habe ich allerdings noch keine Meinung.

Donnerstag, 11. Mai 2006
Nochmal der Egyptologist

Ab der Hälfte ging es dann, und hinterher wurde das Buch noch richtig gut! Erstaunlich. Das letzte Viertel hat wahnsinnig Spaß gemacht, ich wusste nicht, ob ich (hysterisch) lachen oder heulen sollte.
Von den "inverts" hätte ich gern mehr gelesen... diese ganze Trilipush-Geschichte ist ein richtig schöner Gag :-)
Eventuell werde ich das Buch irgendwann nochmal lesen. Mal sehen. Wenn ich über die ersten lahmen 150 Seiten hinweg komme...

Checkmate

Irgendwie hab ich mich durchgearbeitet, aber mein Lieblingsbuch wird das nicht. Ok, es ist immer noch besser als die meisten anderen Bücher, die ich kenne, aber von dem letzten Band einer Serie erwartet man ja immer nochmal etwas ganz besonders. Tja, aber für mich persönlich ist Checkmate der schwächste Band der Serie. Schade. Da geht es nun die ganze Zeit um diese Herkunftsgeschichte, die mich nicht wirklich interessiert, und dann kommt noch die Lovestory dazu, die mich auch nicht soooooo sehr interessiert. Und die ich teilweise auch noch sehr unglaubwürdig finde.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir so langsam dann doch ein bisschen der Überblick über die Einzelheiten abhanden gekommen ist.
Oder ich bin für diesen Band noch zu jung ;-) Ich lese den in 10 Jahren nochmal.

The Ringed Castle

Das war dann mal wieder ganz was anderes. Überlebt hat der den vorherigen Band ja. Wobei man sich fragt, was von ihm überlebt hat. Irgendwie ist die "Seele" weg. Insofern ist das Buch relativ entspannend, weil emotional unauffühlend. Aber auch traurig, weil man ab und an daran denkt, was er verloren hat. Gerade im Vergleich zu Game of the Kings. Und beinah hätte er einen Freund gefunden.

Mittwoch, 12. April 2006
The Egyptologist

Da bin ich noch nicht wesentlich weiter, was weniger daran liegt, dass mich Ägypten nicht sonderlich interessiert, als vielmehr daran, dass mir die Erzähler des Buches so wahnsinnig auf die Nerven gehen. Wenn es tatsächliche Personen wären, würde ich mich auch bemühen, ihnen aus dem Weg zu gehen, und so bin ich wenig geneigt, sie abends per Buch in mein Wohnzimmer zu lassen. Grrrr. Ich frage mich, wer dieses Buch vorgeschlagen hat. Oder eigentlich frage ich mich eher, aus welchen Gründen jemand dieses Buch vorgeschlagen hat.

Momentan bin ich unsicher, ob ich mich bis zum Ende quälen soll, oder ob mir meine Zeit zu schade ist (wobei zu bemerken ist, dass ich das Ende schon gelesen habe, um zu sehen, ob es sich lohnt, den ganzen Text bis dahin zu lesen - überzeugt hat es mich nicht.)

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