• Privatbloggen an: novemberregen @ gmail.com
  • | Twitter: @novemberregen
Freitag, 4. Januar 2013
Blogging November - 428

Gestern waren zwei Übernachungskinder hier, alle sehr brav und unkompliziert, nur über das Essen musste ich kurz nachdenken, denn das eine Kind isst nur Pommes und Pizza und das andere ist gegen so gut wie jedes Gemüse allergisch, keines der Kinder, Mademoiselle eingeschlossen, mag gern belegte Brote. Aber was aber ging waren Pfannkuchen, natürlich, Pfannkuchen sind immer gut. Einmal mit Apfel (Mademoiselle), einmal mit Marmelade (Pommeskind), einmal nur mit Zucker (allergisches Kind). Jedes Kind aß einen großen, dicken, runden Pfannkuchen zum Abendessen. Für hinterher war Eis vereinbart gewesen, die Kinder wollten dann aber keins, sie waren satt. Richteten ihr Bett, gingen sich umziehen, putzten die Zähne - und fragten dann nach einer Scheibe Brot. Mademoiselle aß vier Scheiben Brot mit Butter (kleine allerdings), das Allergikerkind drei Scheiben mit Frischkäse, das Pommeskind zwei Scheiben mit Wurst. Muss ich das verstehen? Ich denke nicht.

***

Und dann diese Momente, in denen das Gehirn einfach diesen einen Tick zu langsam ist, und in der Sekunde, bevor die Reaktion kommt, hat es aufgeholt, aber dann ist es zu spät. Wenn man sich bei Carcassonne eine super Wiese gesichert hat und dafür Sorge getragen, dass schön viele Städte dort wachsen, und dann im Eifer des Straßenbaus - es ist unglaublich - die eigene Wiese superdeppig mit einer anderen, dem Gegner gehörenden - verbindet. U n g l a u b l i c h. Oder wenn der Oberchef im Büro
eine Neuerung beschließt und man sagt: "Ich finde, das ist über's Ziel hinaus geschossen" und - natürlich - die Antwort "Das mag so sein, Frau N., aber ich finde das nicht und ich bin ja hier der Chef." kommt. N a t ü r l i c h.

***

Diese Katzen. Vorgestern hat die kleine Katze die ganz harten Knabberstangen im Wassernapf eingeweicht. Heute bemüht sich der Kater, von seinem Heizungssitz aus die Heizung anzudrehen. Und zwischendurch tun sie so, als würden sie nicht merken, dass es ihr eigener Schwanz ist, den sie jagen. Es ist ein merkwürdiges Gefühl - nicht unangenehm, im Gegenteil, aber doch auch einfach eigenartig, dass hier zwei vierfüßige Lebenwesen mit Fell überall, deren Sprache ich nicht beherrsche, in meiner Wohnung ihren mysteriösen Beschäftigungen nachgehen. Ein bisschen wie Aliens.




Heute vor zig Jahren:

Morgens um 7 wurden die Jalousien von außen hochgeschoben. Es waren meine Eltern. Die Oma hatte sie bestellt, weil sie uns nicht finden konnte, der Keller abgeschlossen war und sie unseren Zettel, den wir ihr wie immer, wenn wir kommen, unter der Tür durchgeschoben hatten, nicht gefunden hatte. Als alle wussten, dass wir zu Hause waren, ließ man uns wieder schlafen. Um 9 Uhr standen wir auf und Ah und Kuli gingen nach Hause, Zeitungen austragen. Wir gingen wieder schlafen. Um 14 Uhr stand ich auf und badete und guckte im Fernsehen „Der kleine Vampir“ und um 17 Uhr weckte ich Pe. Wir machten die Zimmer sauber und gingen zu mir und wieder zurück. Pe beschwerte sich bei der Oma und wir kochten Spaghetti.

November seit 3169 Tagen

Letzter Regen: 26. November 2014, 23:15 Uhr