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Mittwoch, 2. Januar 2013
Blogging November - 426

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Heute vor zig Jahren:


Wir hatten uns noch nicht lange hingelegt, als das Telefon klingelte. Natürlich waren wir zu faul, ranzugehen, aber ich meinte, es wäre vielleicht etwas Interessantes und schickte Pe hin. Als sie am Telefon war, klingelte es nicht mehr. Sie war gerade wieder im Bett, als es wieder klingelte, und diesmal ging sie schneller ran. Es war Ah. Er erzählte, Silvester beim Kuli gewesen zu sein und beschwerte sich, wir wären ja schon um 18:30 Uhr von zu Hause weggewesen. Dann lud er uns zum Kuli ein, für eine halbe Stunde später. Wir sagten, er und Kuli sollten zu uns kommen, aber der Kuli hatte sich auf der Silvesterfete, die übrigens nichts war, weil wir nicht da waren, verletzt, da er über seinen Tisch gefallen war. Wir wussten nicht, ob wir kommen sollten oder nicht und erbaten uns 5 Minuten Bedenkzeit. Nach 5 Minuten rief Ah wieder an. Wir hatten beschlossen, hinzugehen. Gegen 1:30 gingen wir aus dem Haus. Bahnen und Busse fuhren nicht mehr, wir mussten also ein Taxi nehmen. Wir hatten auch eine Sektflasche dabei.

Ah und Kuli waren auch tatsächlich anwesend. Sie waren reichlich breit und hatten noch 1 Flasche ekelhaft süßen Wein und einen Rest Korn. Wir redeten so rum und tranken den Wein und Sekt. Kuli fand uns total anstrengend. Er hatte sich neue Schuhe gekauft, flache Docs mit Stahl. Wir erzählten von unserer Altstadttour und dass man wegen Hausverbot nirgendwo mehr reinkommt und von der unheimlichen Begegnung mit Z. Ah meinte, Z wollte ihn nicht mehr kennen und wir zogen ihn damit auf, dass er sich so wichtig macht und sprachen ihn den Rest des Abends mit „very important Ah“ an. Ah sah sich dadurch gezwungen, den Rest Korn zu trinken. Danach pennte er und wir lästerten, dass Ah sich absolut nicht einschätzen kann.

Wir betrachteten den schlafenden Ah ein bisschen und malten ihm Blümchen auf die Glatze, dann unterhielten wir uns mit dem Kuli über den Marienkäfer. Der Kuli findet den Marienkäfer gut, wir finden ihn abartig. Dann unterhielten wir uns über ein paar andere Leute, die wir kennen, die der Kuli aber auch alle gut fand. Es ist unmöglich, mit dem Kuli abzulästern. Außerdem fragte Kuli nach unserer Einstellung, weil ihm die Leute aus unserer Schule gesagt haben, dass wir jetzt immer mit Skins abhängen. Wir erklären ihm, dass wir nicht absichtlich mit Skins abhängen sondern immer da reinrutschen und rechts scheiße finden, nur der Ah ist eine Ausnahme, mit dem hängen wir absichtlich ab, aber ist auch eigentlich eine arme Seele. Dann fragen wir ihn nach seiner Einstellung, er hängt ja auch mit dem Ah ab, und er sagt, ihm ist alles egal, er ist nur gegen Faschos, aber er hört auch kein Punk/Hardcore mehr. (Er lässt die ganze Zeit Anne Clark laufen, was uns nervt, aber Ah und Kuli finden es genial, „sogar der Z hört Anne Clark!“; Zitat vom Ah). Über den Marco aus unserer Schule sage ich, dass der so links ist, dass er schon wieder rechts ist, und nach einigem Nachdenken stimmt Kuli zu.

Neben Anne Clark finden Kuli und Ah auch noch Housemartins total genial (wir nicht), aber auch The Smiths und Marius und Sisters, also gibt es einen gemeinsamen Nenner. Der Kuli findet den Z abartig und bei dem Wort „Z“ wird sogar Ah wieder wach.

Kulis Mutter soll um 7 Uhr kommen und er muss noch aufräumen und spülen (von Silvester). Auf der Silvesterfete hat übrigens einer der sechs Saschas von meiner Wette dem Ah auf die Hose gekotzt und der Kuli hat ein Mädel abgeschleppt, die aber schon mit zwei anderen zusammen ist. Ah und Kuli telefonierten noch so rum, konnten aber niemanden erreichen, immer nur die Väter von irgendwem und Ah offenbarte uns sein uns bis dahin unbekanntes Talent, mit Vätern zu telefonieren und dabei kumpelhafte Scherze zu machen. Ah war es dann noch ein Bedürfnis, von Jana zu erzählen, dass sie, als sie mit ihm zusammen war, auch mit dem Marienkäfer rumgemacht hat und es deshalb alles so wurde, wie es war. Kuli erzählt, dass er weiterhin zu den KJG-Partys geht und selbst nicht weiß warum, aus Nostalgie. Wir werden langsam müde und verabreden uns mit Ah für abends. Gegen 7:30 Uhr fahren wir mit der Bahn zurück nach Hause. Dabei müssen wir eine Nervenprobe bestehen, da wir uns einbilden, es wäre sehr wahrscheinlich, dass Pes Vater in der Zwischenzeit zurückgekommen ist und meine Eltern und die Polizei verständigt hat. Ein weiterer Schock wird und versetzt, als wir herausfinden, dass die Haustür nicht mehr verschlossen ist. Unser Verschwinden hat aber niemand entdeckt.

Gegen 8:30 rufe ich meine Eltern an, dass wir nicht zum Mittagessen kommen, aber etwas später. Wir fallen wie tot ins Bett und gehen gegen 17 Uhr zu mir, nachdem wir eingekauft haben.

Um 19 Uhr stehen wir, wie verabredet, bei Ah vor der Tür. Er kommt aber nicht und uns öffnet auch niemand. Wir beschließen, dass Ah sowas von unzuverlässig ist, dass es zum Kotzen ist. Wir holen uns Pommes und gehen dann beim Kuli vorbei zur Straßenbahn, beim Umsteigen fährt uns die Bahn vor der Nase weg. Ein Auto hält an und so ein Typ wie der Ültje steigt aus und fragt, wie er in den Nachbarort kommt. Wir wissen das mit dem Auto nicht, nur mit der Bahn und er bietet uns an, uns mitzunehmen, aber wir lehnen dankend ab. Bei Pe angekommen gucken wir Fernsehen.

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